Großbrand in Stuttgart
: Sind die Lebensmittel vom Großmarkt noch genießbar?

Am Wochenende tobte ein Großbrand in mehreren Hallen des Stuttgarter Großmarktes. Die Lebensmittelüberwachung der Stadt hat den Betrieben Unterstützung angeboten.
Von
Christine Bilger
Stuttgart
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Nach dem Großbrand am Stuttgarter Großmarkt: 06.07.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Letzte Arbeiten der Feuerwehr finden an einer durch einen Brand zerstörten Halle am Stuttgarter Großmarkt statt. Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach dem Großbrand am Stuttgarter Großmarkt: Nicht nur die Zerstörung der betroffenen Hallen ist ein Problem. Bei den Lebensmitteln, die in angrenzenden Gebäuden gelagert waren, muss auch auf die Sicherheit geachtet werden.

Christoph Schmidt/dpa
  • Großbrand am Stuttgarter Großmarkt: Hallen zerstört, benachbarte Waren potenziell betroffen.
  • Lebensmittelüberwachung prüfte Rauch-, Brandgas- und Löschwassereinwirkung vor Ort.
  • Betriebe erhielten Beratung zur sicheren Lagerung neuer Lieferungen und zu verunreinigten Waren.
  • In mindestens drei Fällen fehlten Lagerflächen – empfohlen wurden Kühltransporter oder Kooperationen.
  • Freigabe für Bereiche mit Schäden erst nach fachlicher Bewertung und Abstimmung mit Behörden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Wochenende hat man auch an Marktständen und Gemüsetheken in Supermärkten etwas vom Großbrand in Stuttgart Wangen mitbekommen: Manche Betriebe konnten keine Petersilie oder Blumen  anbieten, manche ihren Marktstand gar nicht erst aufbauen am Samstag, weil sie keine Waren holen konnten. Der Betrieb lief aber am Wochenende schon wieder an. Damit alles, was dort in anderen, nicht vom Feuer betroffenen Bereichen gelagert war, sicher für den Verzehr ist, haben sich Fachleute der städtischen Lebensmittelüberwachung eingeschaltet, teilt der Pressesprecher Sven Matis mit.

Noch während die zeitintensiven und aufwendigen Löscharbeiten liefen, waren die Mitarbeitenden des Fachbereichs in Wangen, um die Auswirkungen von Rauch, Brandgasen und Löschwasser auf die dort gelagerten Lebensmittel zu untersuchen. Denn davon waren auch Bereiche in Mitleidenschaft gezogen, die nicht im unmittelbaren Bereich des Feuers lagen.

Außerdem habe das Thema der sicheren Lagerung eine Rolle gespielt. Denn am Sonntag und am Montag wurden neue Lebensmittellieferungen erwartet, die gesundheitlich unbedenklich untergebracht werden mussten. In mindestens drei Fällen hatten Betriebe keine Lagermöglichkeiten mehr. Ihnen wurde geraten, Kühltransporter anzumieten oder mit anderen Firmen für die Unterbringung der neu gelieferten Lebensmittel zu kooperieren.

Nur einwandfreie Lebensmittel dürfen verkauft werden

Dr. Jana Lohmann, die Leiterin der Stuttgarter Lebensmittelüberwachung, sagte: „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass die Lebensmittel, die sie kaufen, sicher und einwandfrei sind – gerade nach einem außergewöhnlichen Ereignis wie diesem. Deshalb haben wir die betroffenen Betriebe von Beginn an eng begleitet und konsequent kontrolliert.“ Außerdem seien die Betriebe beraten worden, wie sie sachgerecht mit verunreinigten Waren umgehen.

Ein weiteres wichtiges Thema seien die Maßnahmen gewesen, die zur sicheren Wiederinbetriebnahme gehören:  Bereiche mit Brand-, Rauch- oder Wasserschäden dürften erst nach fachlicher Bewertung und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden wieder genutzt werden, teilt die Stadt mit. Auch in dieser Hinsicht hätten die Fachleute die Händlerinnen und Händler unterstützt.

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