Heusteigviertel in Stuttgart
: Junge Wirte eröffnen das Tamère im früheren Landtag

Das Restaurant Tamère hat am Freitagabend im früheren Landtag im Heusteigviertel Eröffnung gefeiert. Wir waren dort und haben uns die Showküche angeschaut.
Von
Uwe Bogen
Stuttgart
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Das Tamère hat im früheren Landtag in Stuttgart eröffnet.

ubo

Das Ambiente ist hell, freundlich, modern. Die Gäste des Restaurants Tamère können den Köchen bei der Arbeit zusehen. Doch die offene Showküche im Erdgeschoss ist nicht alles. Im Keller wird vorgekocht. Über einen Aufzug gelangen die Speisen nach oben, wo sie mit sichtbarer Leidenschaft vollendet werden.

An diesem geschichtsträchtigen Ort im Heusteigviertel, in dem sich die Parlamentarier des Landtags nach der Gründung von Baden-Württemberg bis ins Jahr 1961 trafen, ist nach italienischen Spezialitäten „vertraute,moderne, bodenständige und kreative Küche“ eingezogen, wie die neuen Betreiber Leander Leins und Felix Kaufmann ihr Konzept erklären. Ihr Restaurant trägt den Namen Tamère. Darin ist das französische Wort Mère (Mutter) enthalten – dabei denken die Wirte an „Mutter Natur“, die so viele Möglichkeiten schaffe, um das Leben zu genießen und Spaß zu haben.

Alle Plätze sind belegt bei der Eröffnung,

/ubo

Nach dem Auszug der Betreiber vom La Casa del Consumo (sie waren von 2019 bis 2024 hier) aus den Räumen – in dem einst der viel zu früh verstorbene Fernsehkoch Sante de Santis italienische Kochkurse gab – wollen die jungen Wirte eine neue gastronomische Attraktion in Stuttgart schaffen. Sie wollen den Fokus auf „tolle Weine“ legen, von Winzern der Region sowie mit internationalen Positionen. „Zeitgemäß, jung“ soll es in dieser historisch bedeutsamen Domizil zugehen, sagt Felix Kaufmann.

Die neue Gastro-Firma heißt: Mama ist stolz

Sein Kollege Leander Leins hat in der Sternegastronomie von Rolf Straubinger auf Burg Staufeneck gelernt, man kennt ihn auch von der Laube „Schillers Mitte“ auf dem Stuttgarter Weindorf. Felix Kaufmann war bisher im Catering aktiv, sorgte aber auch für das Essen im Biergarten des Studio Amore. Ihr neue gegründete Gastrofirma heißt „Mama ist stolz“.

So sieht die Vorspeise mit Brot, Butter, Forelle und Pickels aus.

Foto: ubo

Jürgen Oelschlaeger vom Bau- und Wohnungsverein Stuttgart als Vermieter freut sich, dass in den früheren Landtag erneut ein „innovatives Gastrokonzept“ einziehe, das zu diesem Haus „sehr gut passt“. Damit werde das Heusteigviertel weiter aufgewertet. Felix Kaufmann beschreibt sein Ziel so: „Gute Qualität, ehrlich gekocht.“ Man wolle auch im Service und mit dem Ambiente für das „Wohlbefinden der Gäste“ sorgen, ohne dabei in den Sternehimmel zu zielen.

Am ersten offiziellen Abend sind alle Plätze belegt, auch die Hocker an der langen Theke. Die neuen Chefs und Köche nehmen sich trotzdem Zeit, um ihr Essen persönlich zu den Gästen zu bringen. Die Hauptgänge wie Pasta mit Kartoffeln und Parmesan oder Chicorée mit Haselnuss, Miesmuschel und Chorizo kosten zwischen 18 und 31 Euro. Samstags und sonntags ist das Tamère geschlossen.

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