Hitze in Stuttgart
: Stuttgarter Studierende erforschen Mikroklima am Feuersee

Wie könnte sich die Stadt an die wachsende Hitzebelastung anpassen? Darüber machen sich Studierende der Universität Stuttgart Gedanken. Sie haben Messgeräte entwickelt, deren Daten aussagekräftiger sind als die Lufttemperatur allein.
Von
Lisa Kutteruf
Stuttgart
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Messung, Universität: Stuttgart, Universität Stuttgart.

Messrundgang mit Studierendenteams zum Thema Stadtklima im Vorfeld des Science-Walks im Juli: Studierende aus unterschiedlichen Fakultäten forschen gemeinsam zu den Themen Klimaanpassung und Biodiversität im urbanen Raum im Rahmen eines Mastermoduls. Wir dürfen mit auf den Mess-Spaziergang. 



Claudia Lüling(gestreiftes Kleid) mit Studierenden



Architektin & Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IABP

Institut für Akustik und Bauphysik der Universität Stuttgart

Studierende aus unterschiedlichen Fakultäten der Universität Stuttgart forschen derzeit gemeinsam zu den Themen Klimaanpassung und Biodiversität im urbanen Raum. Im Bild ist eines der selbstentwickelten Messgeräte zu sehen.

Lichtgut/Max Kovalenko
  • Studierende der Uni Stuttgart erforschen Mikroklima und Klimaanpassung im urbanen Raum.
  • Eigene Messgeräte erfassen mehr als Lufttemperatur: TMRT, Luftfeuchte und Wind.
  • Aus den Daten berechnen sie den UTCI – aussagekräftig besonders in versiegelten Gebieten.
  • Beobachtung im Westen: Vertrocknete Rasenflächen kühlen kaum, wenig Schatten und kein Wasser.
  • Öffentlicher Science Walk: Start am Feuersee, Ecke Nord-West, am 15. Juli 2026, Dauer ca. 90 Minuten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Öffentliche Grünflächen können bei hohen Temperaturen willkommene Orte zum Abkühlen sein. Mit saftig-grünen Wiesen, schattenspendenden Bäumen und kleinen Gewässern. Doch das ist nicht immer so, wie Claudia Lüling an einem heißen Nachmittag Ende Juni zeigt: Auf dem Diakonissenplatz im Stuttgarter Westen findet sich mehr vertrocknetes Gras denn saftige Wiese. Die kleinen Bäume spenden nur dürftigen Schatten – und Wasser gibt es hier grundsätzlich nicht.

Lüling ist Architektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Akustik und Bauphysik der Universität Stuttgart und demonstriert anhand des Beispiels: Rasenflächen allein kühlen in Hitzeperioden nicht zwangsläufig herunter. Der Rasen ist dabei nur eine kleine Beobachtung von vielen, die Lüling und Studierende der Elektrotechnik, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften und Architektur jüngst gemacht haben, während sie das Mirkoklima im Stuttgarter Westen untersuchten.

Dabei berücksichtigten die Studierenden neben der Lufttemperatur auch die mittlere Strahlungstemperatur (TMRC, zum Beispiel von Gebäuden oder Asphalt), Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit. Durch die Kombination dieser Daten lässt sich der UTCI (Universal Thermal Comfort Index) ermitteln, der angibt, wie thermal komfortabel oder belastend eine Umgebung für den menschlichen Körper ist. Gerade in stark versiegelten Städten ist der UTCI deutlich aussagekräftiger als die Lufttemperatur allein, um zu sehen, inwieweit Hitze Menschen und Tiere belastet.

  • Messung, Universität: Stuttgart, Universität Stuttgart.

Messrundgang mit Studierendenteams zum Thema Stadtklima im Vorfeld des Science-Walks im Juli: Studierende aus unterschiedlichen Fakultäten forschen gemeinsam zu den Themen Klimaanpassung und Biodiversität im urbanen Raum im Rahmen eines Mastermoduls. Wir dürfen mit auf den Mess-Spaziergang. 



Claudia Lüling(gestreiftes Kleid) mit Studierenden



Architektin & Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IABP

Institut für Akustik und Bauphysik der Universität Stuttgart

    Messteam mit Anemometer (Windmesser)

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Messung, Universität: Stuttgart, Universität Stuttgart.

Messrundgang mit Studierendenteams zum Thema Stadtklima im Vorfeld des Science-Walks im Juli: Studierende aus unterschiedlichen Fakultäten forschen gemeinsam zu den Themen Klimaanpassung und Biodiversität im urbanen Raum im Rahmen eines Mastermoduls. Wir dürfen mit auf den Mess-Spaziergang. 



Claudia Lüling(gestreiftes Kleid) mit Studierenden



Architektin & Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IABP

Institut für Akustik und Bauphysik der Universität Stuttgart

    Die Architektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Claudia Lüling betreut das Projekt.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Messung, Universität: Stuttgart, Universität Stuttgart.

Messrundgang mit Studierendenteams zum Thema Stadtklima im Vorfeld des Science-Walks im Juli: Studierende aus unterschiedlichen Fakultäten forschen gemeinsam zu den Themen Klimaanpassung und Biodiversität im urbanen Raum im Rahmen eines Mastermoduls. Wir dürfen mit auf den Mess-Spaziergang. 



Claudia Lüling(gestreiftes Kleid) mit Studierenden



Architektin & Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IABP

Institut für Akustik und Bauphysik der Universität Stuttgart

    Neben der Lufttemperatur werden Daten wie die mittlere Strahlungstemperatur (TMRT) protokolliert.

    Lichtgut/Max Kovalenko
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Was sie noch herausgefunden haben und welche Verbesserungspotenziale sie sehen, zeigen die Studierenden nun bei einem öffentlichen Spaziergang. Bei dem Rundgang stellen sie ihre selbst entwickelten Klima-Messtracker vor, mit denen sie ausgewählte Gebiete, etwa eine Zone beim Feuersee untersucht haben. Wie wirkt sich das Wasser im See auf die Umgebung aus? Zudem zeigen sie Ansätze auf, wie sich Städte künftig besser an wachsende Hitzebelastungen anpassen können.

Der Spaziergang zu Stadtklima und Klimaanpassung beginnt am 15. Juli 2026 um 14 Uhr und dauert etwa 90 Minuten. Er ist öffentlich und kostenfrei. Startpunkt des „Science Walk“ ist der Feuersee, Ecke Nord-West (bei den Schachtischen).

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