Influencer im Kessel unterwegs
: Tiktoker „Streichbruder“ zieht mit lauter Musik durch Stuttgarts Stadtbahnen

Der bekannte Tiktoker „Streichbruder“ hat vor Kurzem die Stadtbahnen im Kessel mit lauter Musik und Rückwärtssalti aufgemischt. Wie reagieren die Stuttgarter?
Von
Annika Mayer
Stuttgart
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Influencer „Streichbruder“ hat zahlreicher Follower auf Instagram und Tiktok (Archivbild).

IMAGO/xcitepress/IBEX.agency

Er steht mit einer Musikbox, die ihm bis über sein Knie reicht, in einer vollen Bahn, lässt in dröhnender Lautstärke Musik abspielen und fängt dann an zu tanzen. Schließlich schnappt er sich die Box, verlässt die Bahn und vollführt an der Haltestelle noch einen Rückwärtssalto. Das ist der Aufbau der Videos des bekannten Influencers „Streichbruder“. Mit seiner Musikbox zieht er durch deutsche Städte und auch im Ausland macht er öffentliche Plätze und Verkehrsmittel unsicher. Nun war der Tiktoker auch in Stuttgart unterwegs.

Der junge Mann aus Bayern heißt eigentlich Simon Both und unterhält auf Social Media ein Millionenpublikum: 1,2 Millionen Menschen folgen ihm auf Instagram, auf Tiktok wurden seine Videos 168 Millionen Mal angesehen. Bekannt wurde Both vor allem mit Clips zu dem umstrittenen russischen Song „Sigma Boy“. Im Fokus seiner Videos stehen neben seinen Tanzeinlagen vor allem die Reaktionen der Menschen um ihn herum, die oft genervt ausfallen.

In mehreren Clips, die der Influencer nun auf Tiktok und Instagram hochgeladen hat, ist der junge Mann in Stuttgarter Stadtbahnen und an Haltestellen zu sehen. Der„Streichbruder“ machte unter anderem Bahnen der Linien U1, U5, U7 und U12 mit seinem Lautsprecher unsicher und vollführte Saltos am Stuttgarter Hauptbahnhof und den Haltestellen Schlossplatz und Börsenplatz.

So reagieren die Stuttgarter auf „Streichbruder“

Wie reagierten die Stuttgarter auf den Tiktoker? Wie in den Videos zu sehen ist, haben viele für die laute Musik und die Tanzeinlagen des jungen Mannes nur irritierte oder genervte Blicke übrig, ein paar Fahrgäste halten sich auch die Ohren zu. Manche lassen sich aber doch dazu animieren, „Streichbruder“ einen sogenannten Fistbump zu geben, also ihre Faust kurz an seine zu drücken.

In den Kommentaren unter seinen Videos aus Stuttgart sind die Meinungen gespalten. Während manche es feiern, dass der Tiktoker im Kessel unterwegs war, schreibt etwa ein User kurz und knapp: „Stuttgart Verbot“.

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