Iran-Demonstration in der Stadt
: Stuttgarter Protest als Liveschalte in den Iran

Für den Sturz des iranischen Regimes und das Ende des Krieges in der Ukraine wurde am Sonntag lautstark in der Stuttgarter Innenstadt demonstriert.
Von
Georg Linsenmann
Stuttgart
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  • In Stuttgart wird gegen die Zustände im Iran demonstriert.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • Am Sonntag kamen rund 300 Demonstrierende zusammen, um sich solidarisch mit dem protestierenden iranischen Volk zu zeigen.

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  • Bei der Demo wurde für den Sturz des iranischen Regimes demonstriert und auch für das Ende des Ulkraine-Kriegs.

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  • Die Demonstranten setzen sich ein für die Freiheit für alle und gegen Gewalt.

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Gegen das Mullah-Regime, gegen Putins Krieg in der Ukraine: Etwa 300 Personen haben am Sonntagnachmittag an einem fast zweistündigen Demonstrationszug durch die Stadt zum Marktplatz teilgenommen. führte. Veranstalter war die Gruppe „Gleichheit und Freiheit“, die die Demonstration unter dem Thema „Solidarität mit den Protesten des iranischen Volkes zum Sturz des islamischen Apartheidregimes“ angemeldet hatte. Rein optisch wurde die Kundgebung zwar von Dutzenden grün-weiß-roten Flaggen dominiert, den Farben der iranischen Republik, von denen fast alle aber mit dem kurdischen Sonnensymbol versehen waren. Vereinzelt wurden auch Ukraine-Flaggen geschwenkt.

Schulterschluss zweier Protestgruppen

Der Schulterschluss zwischen Demonstranten gegen das Mullah-Regime und der Ukraine-Community zeigte sich durch die zahlreichen bleu-gelben Banner über den Schultern – und auch durch Protest-Plakate. Eine Quersumme ergab der Protest gegen iranische Waffenlieferungen an Russland: „Iranische Drohnen töten Ukrainer“.

Die Parolen galten dem Protest gegen die Gewalt, mit der das Regime in Teheran die seit bald zwei Monaten dauernden, landesweiten Proteste zu ersticken versucht: „Frauen, Freiheit, Leben“ oder „Nieder mit dem islamischen Terrorstaat“. Es wurden aber auch Hoffnungsbotschaften formuliert: „Iran wird ein Staat ohne Atomwaffen“.

Mutmacher für „unsere Leute im Iran“

Die Wut wurde live in den Iran übertragen – von Jamshid Bahrami, dem Korrespondenten des Senders „Iran International“ mit Sitz in London. Der Journalist, im Iran selbst schon im Gefängnis, war am Vortag bei Demos in Bonn und Frankfurt. Er ist sich sicher: „Wenn unsere Leute im Iran sehen, dass im Ausland für sie demonstriert wird, dann stärkt das ihren Mut.“

Bei der Schlusskundgebung auf dem Marktplatz betonte eine Rednerin: „Wir sind eine Einheit für die Freiheit der Menschen im Iran und in der Ukraine.“

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