Kessel-Festival in Stuttgart
: Welche Folgen hat die Absage?

Der Hitze wegen sagten die Veranstalter Tag zwei des Kessel-Festivals ab. Nun verschaffen sie sich einen Überblick über die Kosten und die Konsequenzen.
Von
Frank Rothfuß
Stuttgart
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Kessel Festival

Nina Chuba trat am Freitagabend beim Kessel-Festival auf. Am Samstag war dann Schluss.

Jakob Marwein
  • Zweiter Festivaltag in Stuttgart wegen Hitze in der Nacht auf Samstag abgesagt.
  • Tickets werden erstattet, zuständig sind die jeweiligen Vorverkaufsstellen.
  • Veranstalter prüfen Kosten und Ansprüche aller Partner – Überblick bis Ende der Woche.
  • Technik streikte am Freitag, dennoch traten Acts wie Nina Chuba auf.
  • Gagen für ausgefallene Samstagsbands wie SDP und Juli fallen an, Versicherung deckt nicht alles.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Allerersten ließen keine Zeit verstreichen. Kaum war die Nachricht bekannt, dass die Veranstalter den zweiten Tag des Kessel-Festivals wegen der Hitze abgesagt hatten, meldeten sich Kartenkäufer und wollten ihr Geld zurück. Das bekommen sie, allerdings von den Vorverkaufsstellen, wo sie die Tickets gekauft haben. Was die Absage sie selbst gekostet hat, wissen die Veranstalter Christian Doll, Christian Ludewig und Tobias Reisenhofer noch nicht.

Er hetzt von Besprechung zu Besprechung, von Telefonat zu Telefonat. „Wir sind gerade dabei uns einen Überblick zu verschaffen“, sagt Doll. Mit jedem Partner, jedem Verkaufsstand, jedem Lieferant, jedem Dienstleister muss gesprochen werden, geklärt werden, welche Ansprüche er hat. „In dieser Dimension habe ich das noch nicht erlebt“, sagt Doll, „das ist anders, als wenn die Freilichtbühne unter Wasser steht und wir dort eine Absage haben.“

Doch sei es unumgänglich gewesen, wenn „Leib und Leben auf dem Spiel stehen. Da können wir nicht auf die Kosten schauen“. Zumal auch das Material am Freitag nicht mehr mitmachte. Die Platinen an den DJ-Pults schmolzen, der Bass-Verstärker der britischen Band Lottery Winners beantragte Hitzefrei, wollte nicht mehr arbeiten. Dennoch zogen es alle durch, Mitarbeiter und Stars wie Nina Chuba. „Die außergewöhnliche Wetterlage hat alle Bereiche des Festivals über viele Stunden hinweg an ihre Belastungsgrenze geführt“, war das Resumée des ersten Festivaltags. Und es wurde des Nachts klar, bei noch heißeren Temperaturen ist das niemandem mehr zuzumuten. Also sagte man in der Nacht auf Samstag Tag zwei ab.

Kessel Festival: Stuttgart, Baden-Württemberg, 26.06.2026:
Eröffnung des Kessel Festival auf dem Cannstatter Wasen

Im Bild: 

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Auch viel trinken half irgendwann nichts mehr gegen die Hitze.

Lichtgut/Julian Rettig

Die Bühnenarbeiter hingegen standen am Samstagmorgen wieder auf der Matte. Für den Morgengrauen waren sie bestellt, statt die Bühne umzubauen, begannen sie nun, sie abzubauen. Sie hatten also Beschäftigung. Anders als die Bands, die am Samstag auftreten sollten, SDP und Juli vorneweg. „Die müssen wir bezahlen“, sagt Doll, „denen ist egal, warum wir absagen.“ Und auch eine Versicherung trage nie alle Kosten. Über die habe man aber noch gar keinen genauen Überblick, den werde man sich nun bis Ende der Woche verschaffen.

Klar ist aber eines, „es geht weiter! der Termin steht fest, es wird natürlich wieder ein Kessel-Festival geben!“

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