Klimaschutz und Klimaanpassung: Hitze in Stuttgart – Fridays for Future lädt zur Demo für Gegenmaßnahmen

Rundgang in Ostheim zur Frage, was man hier in Stuttgart-Ost gegen Hitze tun könnte.
Judith A. Sägesser- Fridays for Future Stuttgart ruft für Sonntag, 23. August, zur Hitzedemo auf.
- Treffpunkt ist um 19.30 Uhr am Schlossplatz zwischen Kubus und Königsbaupassage.
- Gefordert werden mehr Bäume, Grünflächen, Entsiegelung und Schwammstadt sowie Klimaschutz.
- Veranstalter betonen: Hitze zeigt die Klimakrise, nötig sind Schutz und soziale Gerechtigkeit.
- SPD-Abgeordnete kritisiert Maßnahmen in Stuttgart, Datenlage zu Hitze-Fällen bleibt lückenhaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr Bäume, Grünflächen, Entsiegelung, Schwammstadt und gleichzeitig mehr Klimaschutz, das sind die Forderungen von Fridays for Future Stuttgart bei einer Hitzedemo, zu der sie für Sonntag, 23. August, einladen. Treffpunkt ist der Schlossplatz um 19.30 Uhr zwischen Kubus und Königsbaupassage.
„Die Klimakrise ist keine Zukunftsfrage“, schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung. „Die Hitze zeigt uns schon heute, was auf dem Spiel steht. Wir brauchen deshalb beides: konsequenten, sozial gerechten Klimaschutz, der die Ursachen bekämpft, und Hitzeschutz, der Menschen und Städte widerstandsfähiger macht.“
Außergewöhnliche Hitze in Stuttgart
Die Hitzewelle Ende Juni war in Stuttgart tatsächlich außergewöhnlich. Die Zahl der Wüstentage (mehr als 35 Grad Celsius) war zwar mit zehn niedriger als im Sommer 2003 (elf). Tropennächte gab es allerdings mehr: es waren 13 in Folge, 2003: zwölf in Folge. Höchsttemperatur 2023: 38,8 Grad Celsius (Tag sieben), Ende Juni: 39,5 Grad Celsius (Tag neun).

Die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Steinhülb-Joos hatte Fragen zur Hitzewelle in Stuttgart. Die Antworten findet sie ungenügend.
Zophia Ewska„Außergewöhnliche Einsatzlage“ in Stuttgart
Am 28. Juni haben die Rettungskräfte eine außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen. Eine kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Katrin Steinhülb-Joos zu der extremen Lage in der Landeshauptstadt und dem Umgang damit hatte unter anderem ergeben, dass zwischen 2015 bis 2024 in Stuttgarter Kliniken knapp 8700 Fälle in Zusammenhang mit Hitze behandelt wurden. Wie viele es in diesjährigen Hitzewelle waren, ist nicht klar. Die Stadt erhebt bisher keine Zahlen.
Insgesamt beurteilt Steinhülb-Joos die Antwort des Sozialministeriums als unzureichend. „Ich hätte erwartet, dass hier mehr passiert als nur der Einsatz von drei zusätzlichen Krankenwägen.“ Es sei bedenklich, dass nicht mehr Ressourcen mobilisiert worden seien. „Die Gefahrenlage war da, und das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen ist am Limit.“ Ob Steinhülb-Joos zur Hitzedemo am Sonntag geht, ist nicht bekannt.
