Marode Straßen und Brücken
: Land investiert 425 Millionen Euro in Straßensanierung – auch in Stuttgart

Mit dem aktuellen Programm soll die wichtige Infrastruktur erhalten werden. Auch in Stuttgart sind für 2025 einige Projekte geplant.
Von
Alexander Müller
Stuttgart
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Für 5,8 Millionen Euro werden Teile der Lärmschutzwand an der B 27 in Zuffenhausen ersetzt.

/Thomas Schlegel

Die Straßen und vor Brücken in Baden-Württemberg sind in keinem guten Zustand. Vor diesem Hintergrund investiert das Land in diesem Jahr erneut rund 425 Millionen in die wichtige Infrastruktur, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichen Sanierungsprogramm hervorgeht. Insgesamt werden 160 Maßnahmen umgesetzt, einige davon auch in Stuttgart.

Eines der Großprojekte auf Stuttgarter Gemarkung ist der Ersatz von vier Lärmschutzwänden auf einer Länge von 1,7 Kilometer an der B 10 in Zuffenhausen. Die Kosten belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro. Der Baubeginn soll im September dieses Jahres erfolgen. Zudem sollen an der B 10 auch zwei Brücken in Neuwirtshaus sowie zwei weitere an der Bahnunterführung in Zuffenhausen erneuert werden.

Gleiches trifft auch auf die Überführung der Landesstraße der B 295 in Weilimdorf zu. Eine Erneuerung der Fahrbahndecke ist auf der B 27 zwischen Degerloch und Fasanenhof geplant, ebenso wie an der Rampe der B 10 auf die B 14 im Cannstatter Neckarpark von Stuttgart kommend in Fahrtrichtung Fellbach. Letztere Maßnahme soll voraussichtlich im April erfolgen. Mit Behinderungen müssen Autofahrer an der Stuttgarter Ortsgrenze bei der Instandsetzung der Brückenüberführung der B 14 an der Anschlussstelle Fellbach sowie bei der Asphaltsanierung der B 27 zwischen Bonlanden und dem Flughafen Stuttgart rechnen.

Investitionen sollen weiter steigen

„Wir machen unsere Straßen fit für die Zukunft. Das lohnt sich: Wer mehr saniert, vermeidet insbesondere bei Brücken hohe Folgekosten“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Er sieht das Land angesichts des neuen Programms gut aufgestellt. Durch die erhöhten Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes für eine zusätzliche Sanierung der Infrastruktur würden die Investitionen in den kommenden Jahren weiter steigen. Man werde dadurch „einen Sprung nach vorne machen“.

Das Hauptaugenmerk der insgesamt 160 Maßnahmen an Bundes- und Landesstraßen liegt auf dem Erhalt der bestehenden Struktur. „Wir setzen das instand, was wir haben, bevor wir Neues schaffen“, betonte Hermann bei der Vorstellung des Programms in Stuttgart. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erneuerung des Asphalts sowie auf Brücken, aber auch Lärm- und Sichtschutzwände sowie Tunnel werden berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem 13 Brückenertüchtigungen und -ersatzneubauten.

Die Gesamtlänge der geplanten Sanierung der Fahrbahndecken beläuft sich auf rund 290 Kilometer. Davon sind rund 140 Kilometer auf Bundes- und rund 150 Kilometer auf Landesstraßen. Mit der Investition von rund 425 Millionen Euro liegt man nur unwesentlich hinter dem Rekordjahr 2024 (433 Millionen Euro). 184 Millionen Euro steuert das Land bei, 241 Millionen Euro kommen vom Bund.

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