PET und CT: Reduzierte Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten

Erstes Krankenhaus in Deutschland: Robert BoschKrankenhaus verbessert mit neuer Technologie die Diagnostik.
Shutterstock/GorodenkoffDas neue PET/CT-System Biograph Trinion.X EP5 von Siemens Healthineers (ein kombiniertes Hybriduntersuchungsgerät) verbindet Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Computertomografie (CT). Dadurch ermöglicht es eine besonders präzise Diagnostik. Patientinnen und Patienten profitieren zusätzlich von einer deutlich reduzierten Strahlenbelastung und Untersuchungszeit.
Neues PET/CT-System am Robert Bosch Krankenhaus
Das Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart ist das erste Krankenhaus in Deutschland, dass das neue PET/CT-System Biograph Trinion.X EP5 einführt. Das moderne Untersuchungsgerät kombiniert zwei bildgebende Verfahren und unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, Krankheiten früher und genauer zu erkennen. Gleichzeitig sinkt die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten um rund 30 Prozent. Zugleich verkürzt sich die Zeit im Untersuchungsgerät von bisher 15 Minuten auf etwa zehn Minuten.
PET/CT: Präzisere Diagnostik bei Krebs und Demenz
Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) in Kombination mit der Computertomografie (CT) zählt zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren der modernen Medizin. Die PET zeigt die Stoffwechselvorgänge, das CT die Anatomie – beide Informationen verbinden sich in dem neuen System. Insbesondere bei der Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen (Theranostik), aber auch bei unklaren Infektkonstellationen sowie in der Neurologie zur Demenz- und Parkinsondiagnostik spielt die PET/CT-Technologie eine wichtige Rolle. Denn: Tumoren können dadurch häufig früher erkannt, in der Ausbreitung präziser beurteilt und die Therapie passender geplant werden.
„Unser Anspruch ist es, medizinischen Fortschritt möglichst früh für unsere Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen“, sagt Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Geschäftsführer des Robert Bosch Krankenhauses, „Deshalb führen wir neue Technologien dann ein, wenn sie die Versorgung nachweislich verbessern. Dass die erste Installation dieses Systems im Robert Bosch Krankenhaus erfolgt, zeigt, dass wir Innovationen verantwortungsvoll und konsequent in den klinischen Alltag bringen.“
Robert Bosch Krankenhaus setzt auf medizinische Innovation
Die neue Gerätegeneration unterstützt das medizinische Team mit künstlicher Intelligenz und automatisierten Arbeitsabläufen. So lassen sich Untersuchungen effizient und in gleichbleibend hoher Qualität durchführen. Gleichzeitig bietet das System eine zukunftsfähige Plattform, die sich an neue diagnostische und therapeutische Anforderungen anpassen lässt.
„Jede Untersuchung, die wir schneller und gleichzeitig präziser umsetzen können, ist ein Vorteil für unsere Patientinnen und Patienten. Die neue Technologie hilft uns, Erkrankungen noch genauer zu beurteilen und die Belastung während der Untersuchung zu verringern“, sagt Prof. Dr. Alexander Maßmann, Chefarzt der Abteilung für Radiologie und Nuklearmedizin, „davon profitieren insbesondere Menschen mit einer Krebserkrankung“.

Daskombinierte Hybriduntersuchungsgerät Biograph Trinion.X EP5 von Siemens Healthineers
Siemens HealthineersDie Einführung des neuen PET/CT-Systems ist Teil des durch Dr. Ralf Eschbach, Ärztlicher Leiter der Nuklearmedizin, geleiteten umfassenden Modernisierungsprojektes der nuklearmedizinischen Ausstattung am RBK. Im Rahmen der Technologiepartnerschaft mit Siemens Healthineers werden außerdem das bisherige SPECT/CT-System durch ein Symbia Pro.specta Q3 sowie die Gammakamera durch die Symbia Evo ersetzt.
Das Modernisierungsprojekt auf einen Blick
Präzisere Bildgebung: Krankhafte Veränderungen können früher und genauer erkannt werden.
Schonendere PET/CT-Untersuchungen: Rund 30 % weniger Strahlenbelastung und nur noch etwa zehn statt 15 Minuten im Untersuchungsgerät.
Drei neue Systeme: PET/CT, SPECT/CT und Gammakamera werden durch Geräte der neuesten Generation ersetzt.
Mehr Komfort: Die neue Gammakamera bietet eine größere Geräteöffnung und eine niedrigere Patientenliege für leichteres Positionieren.
KI-gestützte Technologie: Künstliche Intelligenz unterstützt bei Untersuchungsabläufen, Bildrekonstruktion und Planung.
Breites Einsatzspektrum: Die PET/CT wird insbesondere in der Krebsmedizin und Theranostik, bei unklaren Infektionen sowie bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt.
Technologiepartnerschaft: Die Modernisierung erfolgt gemeinsam mit Siemens Healthineers.
Mehr Informationen finden Interessierte auf der Webseite des Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart.