Messeherbst Stuttgart
: Mitmachen ist in den Hallen Trumpf

Andrang und Schlangestehen: Die sieben Ausstellungen beim Messeherbst erleben einen Ansturm von Besuchern mit Spaß an spielerischen, sportlichen und kreativen Herausforderungen.
Von
Heidemarie A. Hechtel
Stuttgart
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  • In Halle 1 waren die Tische voll besetzt, an denen Brettspiele ausprobiert werden konnten.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • Von Donnerstag bis Sonntag war der Stuttgarter Messeherbst zu Gast.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • Brettspiele waren gefragt.

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  • Alle Tische waren voll besetzt.

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  • Die Aussteller präsentierten ihre Ware.

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  • Auf der Brawo ging es um Blasmusik.

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  • Aber auch kulinarisch wurde viel geboten.

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  • Das Auge isst mit.

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  • Becherstapeln ist auch eine Sportart.

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  • Wer sich für Nähmaschinen interessiert, wurde fündig.

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  • Auch Bügeleisen konnten ausprobiert werden.

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  • Die Verkäuferinnen und Verkäufer hatten alle Hände voll zu tun.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • Natürlich konnte die Ware vor dem Kauf auch probiert werden.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • Zum Verzehr geeignet.

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  • Stöbern war ausdrücklich erwünscht.

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  • Die Auswahl war riesig – auch bei den Pinseln.

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  • Bei der „Animal“: Rettungshunde in Aktion

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  • Auch Fische waren zu sehen.

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  • Nicht nur echte Tiere wurden gezeigt.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • Hasen, zeigten ihre Sprungkünste.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • Und jede Menge Katzen wurden prämiert.

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Bayerische Blasmusik zum Empfang der Besuchermassen und Beethovens Fünfte fünf Stunden später zum Abschied: Die Blech- und Holzbläser setzen beim Stuttgarter Messeherbst den Ton mit vielen Konzerten, die die Blasorchester-Messe „Brawo“ begleiten. Mit namhaften Stars der Szene, unter denen im Jahr der Tuba der derzeit berühmteste Tubist Andreas Martin Hofmeir mit seiner Fanny, so nennt er sein mächtiges Blech, nicht fehlt.

So attraktiv das Programm auf der Messe-Piazza ist, selbst aktiv zu werden und die vielfachen Herausforderungen in allen sieben Ausstellungen anzunehmen, ist noch reizvoller. Überall bilden Workshops weiter.

Klettern wie ein Äffchen und Tiere streicheln

Spielerischen Ehrgeiz beweisen nicht nur die Kinder auf der Spielemesse, wo eine total verspielte Gesellschaft zu erleben ist. Der fünfjährige Rejjan gehört zu den unzähligen Buben und Mädchen, die sofort auf die wippenden und mit einer Slackline bespannten Boards des Stuttgarter Herstellers Giboard springen. „Zusammengesetzt von Gibbon, den gleichnamigen Affen, und Board“, erklärt Paul von der Firma. Weil diese Äffchen bekanntlich in perfekter Balance von Baum zu Baum schwingen. Diese Fähigkeit muss das Training auf dem Brett nicht verleihen, aber Muskulatur und Gleichgewicht fördert es sicher. Aber dann will Rejjan doch lieber auf der „Animal“ Tiere streicheln.

Weil wir schon bei Kletteräffchen sind: Für die Kletterwand, die die Stuttgarter Jugendhaus GmbH aufgebaut hat, stehen die Leute Schlange. Bis zu einer Stunde, für vier Minuten Klettern. Koordinator Manuel Assner hat einen Erlebnisparcours mit Malen und Knotenknüpfen aufgebaut, um die wartenden Kinder zu bespaßen, aber er wundert sich: „Wenn wir unsere Kletterwand zum Beispiel am Schlossplatz aufbauen, kommt kaum einer, hier drängen sie sich.“

Kids sollen von IT begeistert werden

Kein Platz ist auch an den 24 Laptops der Hacker School frei. Lernen die Kinder hier das Hacken? „Nein“, lacht Matthias und klärt auf, dass es eine gemeinnützige Organisation sei mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche für IT zu begeistern: „Wir gehen in ganz Deutschland in Schulen und bieten Projekttage an. Unterstützt von Spenden, Fördergeldern und Stiftungen und einem Jahresetat von 2,7 Millionen Euro.“

Eine Halle weiter fordern Berge von Stoffballen, Stränge von Perlen und Mineralien, Wollknäuel und Stickgarn die Kreativität heraus. Das Atelier Fleck aus Wien macht zum ersten Mal mit „Tufting“ bekannt: „Eine moderne Art der Teppich-Herstellung aus den USA mit einer Maschine“, erklärt Ken. Sieht aus wie eine Pistole, die den Wollfaden in den eingespannten Stoff einschießt und ein hochfloriges Bild herstellt. Hier wird es eine Katze. Bei Marija Weippert kann man Keramik-Rohlinge bemalen, Janni (14) hat eine Schale mit Herzen geschmückt: „Daraus esse ich mein Müsli.“

Am Samstag kommt es zu Komplikationen

Stichwort Essen. Darf trotz anderer Food-Messen wie Kulinart oder Slowfood nicht fehlen. Vegan oder konventionell? Beides, um alle Geschmäcker zu treffen. Lee Horlacher futtert sich durch die Kostproben der veganen Wurst der Marke Herbasch aus Bautzen. Wie schmeckt’s? „Gut“, versichert sie. Sie sei überzeugte Fleischesserin, „aber das schmeckt wirklich wie Wurst“. Wo konventionelles Food und Feines versprochen wird, stehen Hungrige wieder Schlange. Für die hier angepriesene Dubai-Schokolade mit Pistazien? „Nein, für Pommes“, lacht die junge Frau. Ein Vordermann hat Appetit auf Corn Dog. Würstchen im Maismehlmantel.

Schlangestehen mussten die Messebesucher übrigens am Samstag vor allem am Eingang. Eine technische Störung beim Bezahldienstleister hatte dazu geführt, dass online keine Tickets gekauft werden konnten. Die Besucher mussten vor Ort Eintritt bezahlen.

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