Badestart im Mineralbad Cannstatt
: Lange Schlangen – Besucher brauchen Geduld mit neuem Kassensystem

Seit Montag haben die drei Stuttgarter Mineralbäder nach zweiwöchiger Pause wieder geöffnet. Zum Start gab es viele Fragen zum neuen Kassen- und Zugangssystem. Das führte phasenweise zu Warteschlangen.
Von
Jan Sellner
Stuttgart
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Stuttgarter Zeitung

Woche eins nach Inbetriebnahme des neuen Kassensystems in den drei Stuttgarter Mineralbädern. Wie sind die Eindrücke? Mit Lob sind Bergianer und Leuzeaner schwäbisch zurückhaltend, kritische Stimmen werden aus dem Mineralbad Bad Cannstatt laut: „Heute, beinahe eine Woche nach der Einführung klappt es immer noch nicht“, schrieb ein Badbesucherin am Freitag: „Im Kursaal habe ich lange Schlangen erlebt. Wartezeiten bis zu einer halben Stunde.“ Ein Eindruck, den ein Badegast an der Kasse des Mineralbads Berg bestätigt. Wegen einer „50 Meter langen Schlange im Mineralbad Cannstatt“ sei er ins Berg gewechselt. Hier läuft’s an der Kasse. Probleme gibt’s anfänglich noch mit der Temperatur der Duschen, und der automatische Saunaaufguss ist seit längerem defekt. Ansonsten genießen die Bergianer ihr „unvergleichliches Mineralwasser“.

Bäder-Sprecher: „Es mussten viele Fragen beantwortet werden“

Jens Böhm, Sprecher der Stuttgarter Bäder, äußerst sich auf Nachfrage so: „Zuerst einmal sind wir sehr froh, dass wir alle drei Thermen am Montag pünktlich für unsere Badegäste öffnen konnten.“ In den ersten Tagen hätten das Stammpersonal und die zusätzlich eingesetzten „Service-Lotsen“ viele Fragen beantworten müssen. Zudem hätten „alte Medien“ getauscht werden müssen, erklärt Böhm: „Das ist gerade am Anfang einer solchen Veränderung nicht ungewöhnlich und wird kein Dauerzustand sein.“ Die „Nacharbeiten“ bei den Duschen im Mineralbad Berg seien inzwischen abgeschlossen. Mit neuen Zutrittsbändern statt den bisher eingesetzten Coins wollen die Stuttgarter Bädern den Badegästen „digitale Services“ anbieten. In Infoterminals in den Umkleidebereichen können jetzt die Schranknummern und die verbleibende Badezeit angezeigt werden. Diese Services sollen laut Böhm künftig erweitert werden auch um Schlangenbildung zu verringern.

Zur Kritik von Badegästen , dass der frei zugängliche Trinkbrunnen am Mineralbad Berg noch nicht in Betrieb sei, sagt Sprecher Böhm: „Wie in jedem Jahr steht nach der Frostperiode die Inbetriebnahme unserer Brunnen auf dem Plan.“ Zunächst sei jedoch eine Prüfung durch das Gesundheitsamt erforderlich: „Diese steht bei der Elisenquelle aktuell noch aus“. Man sei bemüht, den Badegästen so schnell wie möglich „das kostbare Wasser aus der Elisenquelle zur Verfügung stellen“, betont Böhm. Dies erfordere allerdings noch etwas Geduld.

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