Moderner Besen mit selbstgebrautem Bier
: Zwei Brüder führen das Treber&Trester in Feuerbach

Barromantik mit Kaminfeuer, leckeres Essen und Kunst. Das Treber&Trester in Stuttgart-Feuerbach ist am Start und weiß sein buntes Publikum zu begeistern.
Von
Viktoria Boll
Stuttgart
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  • Die Brüder Julius und Max Göttl haben sich mit dem Treber&Trester einen Traum erfüllt.

    Foto: Viktoria Boll
  • Das Lokal in der Hohewartstraße 28 in Feuerbach hat immer Donnerstag bis Samstag geöffnet.

    Foto: Max Göttl
  • Innen wartet Barromantik mit Kaminfeuer.

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  • Und wöchentlich wechselnde Gerichte.

    Foto: Max Göttl
  • Bei der Weinherstellung bleiben gepresste Trauben übrig („Trester“). Aus der darin enthaltenen Restflüssigkeit können beispielswiese süße Schnäpse hergestellt werden.

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  • Neben Kunstwerken von Stuttgarter Künstler:innen möchte das Treber&Trester auch Musiker:innen auf die Bühne holen.

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  • Kreative können hier ihre eigenen Events veranstalten.

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  • Das Team bespricht immer gemeinsam, was in der neuen Woche an Leckereien angeboten werden soll.

    Foto: Max Göttl
  • Eine warme und gemütliche Atmosphäre ist im Lokal zu spüren.

    Foto: Max Göttl
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Stuttgart - „Viele sagen, sowas hat Feuerbach gefehlt“, sagt Julius Göttl (29). Gemeinsam mit seinem Bruder Max (33) hat er über ein paar Umwege mit dem Treber&Trester seinen Platz in der Stuttgarter Gastrobranche gefunden. Nun sorgen die Stuttgarter Brüder in Feuerbach für internationale kulinarische Gaumenfreuden und bieten zudem Newcomer-Künstlern:innen eine Bühne an. 

Zwei Brüder auf der Suche nach ihrem Weg 

Bereits in ihrer Studentenzeit, in der die Brüder gemeinsam in einer WG wohnten, etablierte sich Julius als WG-Koch und sorgte regelmäßig für Schlemmerabende. Ob Bauingenieurwesen, Elektromobilität oder Landschaftsarchitektur - so wirklich konnte sich Julius mit den Studiengängen nicht anfreunden. In den Vorlesungen hat ihn nämlich vor allem eine Frage beschäftigt: „Was koche ich heute für die WG?“ Und so kam der Entschluss eine Kochausbildung zu machen.

Ihre erste Gastroerfahrung haben die Brüder bei einem Studentenjob in einer Currywurstbude sammeln können. Hier kam allmählich der Traum auf, selbst in Sachen Gastro tätig zu werden. Nach ihrem Studium in München zogen die beiden wieder zurück nach Stuttgart und nahmen sich vor, ein Haus zu kaufen und dieses zu renovieren. Glücklicherweise konnten sie nicht nur die oberen Wohnungen vermieten, sondern auch den bereits bestehenden Barbereich im Erdgeschoss übernehmen. Der Grundstein des heutigen Treber&Trester war damit gelegt. „Das coole an dieser Gastronomie ist, dass du selbst entscheiden darfst und am Hebel bist“, so Max.

Was steckt hinter dem Namen Treber&Trester?

Beim Bierbrauen wird Malz ausgekocht, was dann übrig bleibt ist der Treber. Mittels der Reststärke können dann Brote gebacken werden. Das Pendant beim Wein ist der Trester. Hier bleiben gepresste Trauben übrig. Aus der darin enthaltenen Restflüssigkeit können beispielswiese süße Schnäpse hergestellt werden. Das Ziel der Brüder ist es zu vermitteln, dass hinter diesen etwas älteren Begriffen ein starker Nachhaltigkeitsgedanke steckt und sie diesen in ihrem Lokal ebenfalls verfolgen möchten. Sie selbst brauen pro Woche 30 Liter fruchtiges Bier und schenken dieses auch an ihre Gäste aus. Zudem haben sie auch noch weitere saisonale und regionale Biersorten aus umliegenden Brauereien im Sortiment. Ihr Wunsch ist es jedoch, eine kleine Brauanlage in die ehemalige Metzgerei einzubauen, damit sie in Zukunft auch größere Mengen anbieten können.

Flexibel, regional, saisonal

Das Team bespricht immer gemeinsam, was in der neuen Woche an Leckereien angeboten werden soll. „Jeder hat Inspirationen aus dem Alltag, die man einfließen lassen will“, so Julius. Von Köfte über Quiche bis hin zu herzhafter deutscher Hausmannskost - hier wird ein buntes Publikum angesprochen, das sich jede Woche auf neue Gerichte freuen darf.

Stuttgarter Newcomer-Künstler:innen aufgepasst

Neben Kunstwerken von Stuttgarter Künstler:innen möchte das Treber&Trester auch Musiker:innen die Möglichkeit bieten, ihren Radius zu erweitern und ihr eigens Event ausrichten zu können. Neben einer kleinen Bühne und reichlich Platz bietet das Lokal eine Barromantik, die die Gäste sofort in ihren Bann zieht. Solltet ihr also eine Location für eure nächste Vernissage oder für euren nächsten Gig suchen, dann seid ihr hier genau richtig. 

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