Nach Unfall in Stuttgart-Süd
: Schäden nach einem Jahr noch nicht vollständig behoben

Ein Skoda-Fahrer hat im Februar 2024 am Heslacher Tunnel ein Bild der Zerstörung geliefert. Auch eine Schranke wurde umgefahren. Sie dient im Notfall zur Tunnelsperrung, fehlt aber bis heute.
Von
Sebastian Steegmüller
Stuttgart
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  • Der Skoda kam von der Fahrbahn ab. An dem E-Auto entstand ein Totalschaden.

    KS-Images.de / Andreas Rometsch
  • Den Einsatzkräften bot sich am Eingang des Heslacher Tunnels in Richtung Innenstadt ein Bild der Zerstörung.

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  • Der Skoda rammte einen Verteilerkasten . . .

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  • . . . und mehrere Verkehrsschilder.

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  • An dem E-Auto entstand ein Totalschaden in Höhe von rund 60 000 Euro.

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  • Die elektrische Schranke wurde zerstört.

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  • Ein Jahr später ist von dem Unfall nicht mehr viel zu sehen . . .

    Sebastian Steegmüller
  • . . . die Schranke, die bei einer Tunnelsperrung auf die rechte Fahrspur gedreht werden kann, fehlt jedoch noch immer. Die Kabel enden in einer blauen Plastiktüte.

    Sebastian Steegmüller
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Ein dicker Kabelstrang verläuft an der oberen Einfahrt des Heslacher Tunnels in wenigen Zentimetern Abstand parallel zur Fahrbahn. Die fünf einzelnen Leitungen kommen aus dem Erdreich und sollten eigentlich zu einer elektrischen Schranke führen. Sie enden jedoch in einer blauen Mülltüte, die wiederum mit grünem Klebeband umwickelt ist. Es handelt sich um ein Provisorium nach einem schweren Verkehrsunfall: Die Anlage wurde von einem 57 Jahre alten Skoda-Fahrer umgefahren.

Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zum Unfall eingestellt

Bemerkenswert ist jedoch, dass sich die Kollision bereits vor mehr als einem Jahr ereignet hat: Am 25. Februar 2024 war der Mann gegen 8.25 Uhr aus Südheim kommend in Richtung Innenstadt unterwegs. Kurz vor dem Tunnel kam er von der Fahrbahn ab, mutmaßlich um einen Zusammenstoß mit einem Mercedes zu verhindern. Der Skoda-Fahrer rammte die Schranke, eine Ampel sowie einen Verteilerkasten und kam an einem Baum zum Stehen. Am 60 000 Euro teuren E-Auto entstand Totalschaden.

Der Flurschaden wurde beseitigt, der Verteilerkasten längst erneuert. Von der Schranke fehlt aber nach wie vor jede Spur. „Die Reparatur wurde in Auftrag gegeben“, so eine Stadtsprecherin. „Die Bestandsaufnahme zur Prüfung auf mögliche statisch relevante Schäden am Fundament des Masts hat sich jedoch verzögert. Zusätzlich wirkt sich die Lieferung der Ersatzteile auf den Zeitplan aus, da es dort Engpässe gibt.“

Mobile Absperrungen sollen Schranke ersetzen

Ein Sicherheitsrisiko, sollte in dem Tunnel beispielsweise ein Fahrzeug brennen, bestehe laut der Sprecherin wegen der fehlenden Schranke jedoch nicht. „Normalerweise wird eine Tunnelsperrung am Portal durch eine Ampel signalisiert. Neben der Ampel soll die Schranke verhindern, dass weitere Fahrzeuge in den gesperrten Tunnel fahren“, sagt sie. Bis zur erfolgreichen Reparatur der Schranke würden in solch einem Fall mobile Absperrungen eingesetzt, um die Zufahrt in den Tunnel zu unterbinden. Die verkehrssichere Absperrung sei damit gewährleistet.

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