Notaufnahmen in Stuttgart: Wie sich Stuttgarter Kliniken auf die Demo und Halloween vorbereiten

Am Samstag ist in Stuttgart viel los. Am Marienhospital Stuttgart sieht sich die Notaufnahme gut vorbereitet.
Bernd Weißbrod/dpa- Stuttgart erwartet am Samstag Demo und viele Halloween-Partys – Kliniken sehen sich gerüstet.
- Klinikum Stuttgart: Notaufnahmen an Wochenenden stark besetzt, Pläne und Rufdienst verstärkt.
- Halloween gilt dort als anstrengender Tag, im Vorjahr litten elf Partygäste unter Beschwerden.
- RBK beobachtet die Lage, rechnet aber mit regulärem Betrieb und ausreichender Besetzung.
- Marienhospital und Diakonie-Klinikum melden Bereitschaft, Demo-Ende nahe Marienplatz im Blick.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
In Stuttgart ist am Samstag und in der Nacht auf Sonntag einiges los. Tausende junge Leute werden tagsüber unter anderem für bessere Bildung, konsequenten Klimaschutz und ein bezahlbares Leben auf die Straße gehen. Abends finden dann zahlreiche Halloween-Partys statt. Klar ist: Wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es immer ein erhöhtes Risiko für Unfälle und Verletzungen – von Stolper- oder Umknickunfällen bis hin zu ernsten medizinischen Notfällen. Die Krankenhäuser in Stuttgart sagen auf Anfrage unserer Redaktion, dass sie vorbereitet sind.
„Die Notaufnahmen im Klinikum Stuttgart, in denen jährlich rund 100.000 Notfallpatienten versorgt werden, sind an Wochenenden ohnehin stark besetzt“, so ein Sprecher des Klinikums. Zudem gebe es Notfallpläne. Bei Bedarf könnten Kollegen aus anderen Bereichen des Krankenhauses hinzugezogen werden und auch Kollegen mit Rufdienst zur Verstärkung ins Haus kommen. „Da am Samstag nicht nur die Demonstration stattfindet, sondern viele Menschen Halloween feiern werden, hat die Notaufnahme ihre Schichten und den Rufdienst verstärkt.“
Halloween gilt in den Notaufnahmen als anstrengender Tag
Erfahrungsgemäß sei Halloween für die Notaufnahmen des Klinikums Stuttgart ein anstrengender Tag, berichtet der Sprecher. So mussten im vergangenen Jahr unter anderem elf Gäste einer öffentlichen Halloween-Party im Klinikum und anderen Kliniken versorgt werden. Sie hatten über Symptome wie Schwindel, Unwohlsein sowie Filmrisse geklagt und waren bei der Feier teils zusammengebrochen.
Auch das Robert Bosch Krankenhaus (RBK) im Stuttgarter Norden hat die für Samstag angekündigte Demonstration im Blick, betont eine Sprecherin: „Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass besondere Vorkehrungen über den regulären Krankenhausbetrieb hinaus erforderlich sind.“ Auf kurzfristige Veränderungen im Patientenaufkommen sei man im Krankenhausbetrieb aber grundsätzlich immer eingestellt.
„Unsere Notaufnahme ist regulär und gut besetzt“, so die RBK-Sprecherin weiter. Zusätzliche personelle Maßnahmen seien nach aktuellem Stand nicht erforderlich. „Wir beobachten die Lage allerdings aufmerksam und sind darauf vorbereitet, jederzeit entsprechend zu reagieren, sollte sich die Situation verändern oder sich ein erhöhtes Patientenaufkommen ergeben.“ Eine Kontaktaufnahme seitens der Stadt oder der Polizei habe es hierzu bislang nicht gegeben.
Demo endet in der Nähe des Marienhospitals
Aus dem Marienhospital im Stuttgarter Süden heißt es ebenfalls: „Auf mögliche Auswirkungen im Zusammenhang mit der Demonstration sind wir selbstverständlich vorbereitet. Die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten ist sichergestellt.“ Der Demonstrationszug soll am Samstag gegen 15.45 Uhr ganz in der Nähe enden: am Marienplatz.
Stephan Rauscher, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Diakonie-Klinikum Stuttgart, das im Westen liegt, sagt: „Im Hinblick auf die Demonstration sind derzeit keine besonderen personellen oder organisatorischen Maßnahmen vorgesehen.“ Sollte es zu einem erhöhten Versorgungsbedarf kommen, könne man „im Rahmen unserer bestehenden Notfallstrukturen selbstverständlich kurzfristig reagieren“.
