Pokalfinale in Stuttgart
: Spiel verloren – Mercedes-Museum hat sich bewährt

Der VfB hat verloren. Doch in Stuttgart gab es trotzdem Grund zur Freude: Mit dem Mercedes-Museum hat man einen neuen Veranstaltungsort gewonnen.
Von
Frank Rothfuß und Eberhard Wein
Stuttgart
  • Dicht gedrängt standen die Menschen beim Public Viewing am Mercedes-Museum.

    Ferdinando Iannone
  • Die VfB-Fans fieberten ...

    Ferdinando Iannone
  • ... beim Mercedes-Benz-Museum ...

    Ferdinando Iannone
  • ... mit ihrer Mannschaft mit.

    Ferdinando Iannone
  • Am Ende half alles Anfeuern nicht.

    Ferdinando Iannone
  • Der VfB unterlag dem FCB mit 0:3.

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Die Geschehnisse in Berlin zogen dann den Stecker. 0:1, 0:2, 0:3, kein Wunder, dass beim Public Viewing am Mercedes-Museum die Stimmung dann eher gedämpft war. Man schaute halt noch bis zum Ende. Aber ohne böses Blut, ohne Ärger. Wozu vermutlich die Sonne beigetragen hatte, und auch die Marihuana-Wolken, die übers Gelände zogen.

18.000 Menschen waren gekommen, um die Übertragung des Pokalfinales zu schauen. Die erste Veranstaltung dieser Art am Museum. Konzerte hatte es schon gegeben, aber mit weit weniger Menschen. Und mit anderem Aufbau. Drei Leinwände standen da, die zwei größeren neben der Bühne an der Mercedes-Jellinek-Straße. Eine kleinere vor der Niederlassung. Und während sich unterhalb des Hügels vor der Bühne die Menschen drängten, war vor der Niederlassung genügend Platz zum Sitzen. Und jederzeit und zügig Zugang zu Getränken. Doch der Mensch, und insbesondere der Fußball-Fan sucht halt gerne die Herde und die Masse.

Da war man noch hoffnungsfroh.

Foto: Ferdinando Iannone

Bei den Gästen kam die Premiere gut an. „Der Platz ist gut, die Veranstaltung war super“, sagte Manuel (48) aus Ludwigsburg. Nur die Sonne habe ein wenig geblendet. Auch Romina und Luisa (beide 21) aus Karlsruhe lobten die Veranstaltung. „Man hat gut gesehen. Es gab auch genügend Verpflegungsstände.“

Das fanden auch Dominik (32) und Neil (33) aus Leonberg. Trotzdem habe man beim Bier teilweise lange anstehen müssen. „Ich habe mich am Anfang des Spiels angestellt. Wenn ich das durchgezogen hätte, hätte ich die komplette erste Hälfte verpasst“, sagte Neil. Vielleicht sei er aber auch nur am falschen Stand gestanden. „Wir wollen uns nicht beschweren. Es ist toll, dass überhaupt noch etwas auf die Beine gestellt wurde.“

Blick auf die Leinwände.

Foto: Ferdinando Iannone

Auch der Ordnungsbürgermeister Clemens Maier schaute vorbei. Und war zufrieden, „eine gelungene Veranstaltung“. Organisiert vom VfB, dem Mercedes-Museum und dem Gastronom Michael Wilhelmer. Die Veranstalter waren zufrieden. Auch das Fazit von Polizei und Sanitätern fällt positiv aus. 40 Hilfeleistungen gab es, vor allem Kreislaufbeschwerden wegen der Hitze. Gut möglich, dass es eine Wiederholung gibt. Womöglich ja auch anderer Art. Solche Veranstaltungsorte kann die Stadt gut brauchen. Nicht nur zum Zeigen von Fußball. So mancher Konzertveranstalter wird aufmerksam geschaut haben, wie die Premiere gelaufen ist. Sie war erfolgreich.

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