Pyrotechnik, rechte Störer und Übergriffe
: Polizei zieht Bilanz der Kundgebung zum Frauentag am Samstag

Die Stuttgarter Polizei hatte am Samstag in der Stuttgarter City aufgrund mehrerer Kundgebungen einiges zu tun. Nun hat sie Bilanz gezogen.
Von
Lukas Jenkner/red
Stuttgart
  • Die Polizei musste während der Demonstration zum Weltfrauentag mehrmals eingreifen.

    Lichtgut/Julian Rettig
  • In Stuttgart sind am Samstag Tausende für Frauenrechte und Gleichstellung auf die Straße gegangen.

    Andreas Rosar Fotoagentur Stuttgart /Andreas Rosar
  • „My body, my choice“ steht auf dem Plakat einer Demonstrantin

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  • Unter dem Motto „Wir kämpfen, wir streiken, wir leben“ versammelten sich zahlreiche Menschen auf dem Stuttgarter Schlossplatz.

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  • Organisiert wurde die Veranstaltung vom „Aktionsbündnis 8. März“.

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  • Nicht nur Frauen kamen zur Demonstration anlässlich des Internationalen Frauentages.

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  • Weitere Eindrücke von der Veranstaltung zum Internationalen Frauentag.

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  • Weitere Eindrücke von der Veranstaltung zum Internationalen Frauentag.

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Die Stuttgarter Polizei ist am Samstag rund um die Demonstration zum Weltfrauentag im Einsatz gewesen und musste mehrmals eingreifen. Dies geht aus einer Bilanz hervor, die die Polizei am Sonntag vorgelegt hat. Insgesamt verlief die Kundgebung indes friedlich.

Die Einsatzkräfte waren demnach bei mehreren Kundgebungen in der City im Einsatz. Das Hauptaugenmerk habe aber auf der „Demonstration 8. März“ am Schlossplatz mit Umzug durch die Innenstadt gelegen. An der Demo beteiligten sich laut der Polizei mehrere tausend Menschen.

Offenbar rechte Störer am Rande der Demo

Während des Umzuges seien in der Theodor-Heuss-Straße ein Nebeltopf gezündet sowie an einem Gebäude an der Willi-Bleicher-Straße ein Banner herabgelassen und Pyrotechnik gezündet worden. Einsatzkräfte hätten daraufhin fünf Tatverdächtige kontrolliert.

Im Bereich der Lautenschlager Straße hielten sich laut Polizei zwei Passanten auf, die eine Deutschlandflagge dabeihatten und sich vermummen wollten. Bei der anschließenden Kontrolle hätten Einsatzkräfte mehrere Teilnehmende aus dem Pulk der Demonstranten abdrängen müssen, die versucht hatten, zu den beiden Personen gelangen.

Nach Abschluss der Kontrolle sollen die beiden von mehreren vermummten Versammlungsteilnehmern angegriffen und mit Pfefferspray besprüht worden sein. Als der Aufzug am Schlossplatz ankam, zeigten zwei Passanten, darunter ein 15 Jahre alter Jugendlicher den Hitlergruß. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest und übergaben ihn den Erziehungsberechtigten.

Drei Festnahmen wegen Pyrotechnik

Bei der vorläufigen Festnahme von zwei Personen, die im Zusammenhang mit dem gezündeten Rauchtopf in der Theodor-Heuss-Straße stehen, hätten sich Versammlungsteilnehmer mit ihnen solidarisiert und die Beamten angegriffen. Nachdem eine weitere Person, die im Zusammenhang mit dem Zünden des Nebeltopfes stand, ebenfalls vorläufig festgenommen worden sei, hätten sich erneut rund 100 Personen aus der Versammlung mit der festgenommenen Person solidarisiert und seien von Einsatzkräften daran gehindert worden, zu den drei vorläufig Festgenommenen, die sich im Ehrenhof des Neuen Schlosses befanden, vorzudringen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erlitt eine dieser Personen einen Schwächeanfall. Polizeibeamte und Demo-Sanitäter kümmerten sich um sie, bevor Rettungskräfte sie zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus brachten.

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