Selbst Autos beschmiert
: Halb Stuttgart-Ost mit Graffiti besprüht

Unbekannte haben in Gablenberg und an der Gänsheide viele Stellen verschandelt. Ihr Motiv: eine Sicherheitsnadel. Der Schaden ist hoch, die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.
Von
Sebastian Steegmüller
Stuttgart
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  • An vielen Stellen in Stuttgart-Ost ist die aufgesprühte Sicherheitsnadel zu finden.

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  • Auch an der Gänsheide sind die Schmierereien reihenweise zu finden.

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  • In der Gerokstraße sind zahlreiche Sicherheitsnadeln zu finden.

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  • Hier an der Treppe zur Hillerstraße

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  • Mülltonnen und Mauern voller Sicherheitsnadeln

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  • Graffiti in der Stafflenbergstraße

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  • An der Stadtbahnhaltestelle Heidehofstraße

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  • Am Werkstatthaus am Fuß der Uhlandshöhe

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  • An dem Briefkasten hat die Farbe offenbar nicht so gut gehalten.

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  • Die Sicherheitsnadel wurde auch auf mehreren Parkscheinautomaten entdeckt.

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  • Die Sicherheitsnadel an einer Hauswand in der Rotenbergstraße

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  • Magenta und schwarz sind die beliebtesten Farben.

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  • Tief im Osten. An der Lukaskirche sind die Sicherheitsnadeln auf einem Verteilerkasten und mehreren Mülleimern zu finden.

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  • Die Hauswand des Irish Pubs Alte Schule wurde auch beschmiert.

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  • Auch auf diesem Anhänger ist die Sicherheitsnadel zu finden.

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  • Die Buchstaben O und P wurden auf ein Miet-Transporter gesprüht.

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  • Auch an diesem Transporter entstand ein Schaden.

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  • Dieser Miettransporter, geparkt in der Gerokstraße, wurde auch besprüht.

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Schmierereien gehören in Großstädten seit Langem zum ärgerlichen Alltag. Auch in Stuttgart findet man sie quasi an jeder Ecke. Unbekannte haben in Gablenberg und an der Gänsheide in den vergangenen Wochen aber regelrecht gewütet. So sehr, dass die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hat und nach Zeugen sucht.

Mehrere Buchstaben-Kombinationen

In den beiden Stadtteilen im Bezirk Ost sind zwischen Dezember 2024 und Mai 2025 ganze Straßenzüge mit ein und demselben Motiv – einer geöffneten Sicherheitsnadel – verschandelt worden. Auch im Stuttgarter Süden und Westen, unter anderem in der Rotebühlstraße, waren die Sprayer vereinzelt unterwegs. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro. Es ist aber davon auszugehen, dass er letztlich im höheren fünfstelligen Bereich liegen wird – denn noch sind nicht alle Graffiti erfasst. Nach einer mehrwöchigen Pause haben sich die Fälle zuletzt wieder gehäuft. An Fassaden und Mauern, Verteilerkästen und Mülleimern sowie Parkscheinautomaten ist die Sicherheitsnadel zu finden. Selbst an der Loriot-Säule am Eugensplatz, an Baucontainern und an mehreren Fahrzeugen, darunter auch Miet-Transporter und ein Bagger, haben sich die Sprayer ausgetobt. Zumindest von den VW Bussen des Verleihers CarlundCarla.de ließen sich die Schmierereien laut eines Unternehmenssprechers von Mitarbeiterinnen des Fuhrparkservices vor Ort entfernen. „Genau beziffern lässt sich der Schaden daher nicht.“

Nicht nur die Fassade der Alten Schule am Schmalzmarkt in Gablenberg wurde besprüht, sondern auch auf der Toilette des Irish Pubs war die Sicherheitsnadel auf einem Mülleimer zu finden. Meist greifen die Unbekannten zu den Farben schwarz und magenta, aber auch mal zu hell- und dunkelgrün. Außerdem sind die Buchstaben-Kombinationen O und P sowie G und C häufig zu erkennen.

Die Sicherheitsnadel und die Buchstaben sind häufig nebeneinander zu finden.

Foto: Sebastian Steegmüller

Die Polizei spricht von mehr als einem Dutzend Graffiti, die sie im Bereich der Planckstraße, Stafflenbergstraße und Gerokstraße entdeckt hat. Die Gesamtzahl der Schmierereien im Stuttgarter Osten ist aber deutlich höher.

Was es mit der Sicherheitsnadel auf sich hat, können die Ermittler noch nicht sagen. Grundsätzlich stellt das kleine Hilfsmittel zur provisorischen Befestigung von Stoffen ein Symbol der Solidarität mit Minderheiten dar. Um den Unbekannten auf die Spur zu kommen, werden die Polizeibeamten, die wegen Sachbeschädigung ermitteln, wohl auch Aufnahmen aus Videoüberwachungen auswerten. Zudem nimmt das Revier 5 in der Ostendstraße unter der Rufnummer 07 11 / 89 90 - 35 00 Hinweise entgegen. 

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