Singen für den guten Zweck: Diesmal besuchen die Sternsinger auch den VfB

Rund um den Dreikönigstag bringen Kinder und Jugendliche den Segen und sammeln Spenden.
dpaKein Jahresbeginn ohne Sternsinger: Unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ ziehen zwischen dem 2. und dem 9. Januar Kinder und Jugendliche als Heilige Drei Könige verkleidet durch die Stadt, um Segen zu bringen und Spenden für Altersgenossen in Bangladesch zu sammeln. Am Dreikönigstag, dem 6. Januar, sind die Sternsinger-Gruppen dann in vielen Gemeinden in den Gottesdiensten zu Gast – so auch in der Domkirche St. Eberhard mit Bischof Klaus Krämer.
„C+M+B“ steht für: Christus segne dieses Haus
„Als Sternsinger erleben die Kinder, dass sie sich durch ihr eigenes Tun für andere Kinder einsetzen können und dabei Segen weitergeben und Mut schenken“, erklärt Helena Sarac, von der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Neckar, die sich an den umfangreichen Vorbereitungen beteiligt. Von dort starten am 4. Januar gleich mehrere Sternsinger-Gruppen, um von Haus zu Haus zu ziehen, zu singen („Stern über Bethlehem“) und den Segen „C+M+B“ (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) mit Kreide an Türrahmen zu schreiben. Auch an die des VfB Stuttgart. Erstmals, so betont es das katholische Stadtdekanat, seien die Sternsinger auch dort zu Gast. VfB-Präsident Dietmar Allgaier ließ vorab wissen: „Es ist mir eine große Freude, die Sternsinger bei uns zu begrüßen.“ Ihr Einsatz für Kinder in Not zeige, wie wichtig es sei, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur auf dem Platz, sondern auch im sozialen Miteinander: „Dafür steht der VfB ein und freut sich sehr über den Besuch.“
Zuletzt sammelten Sternsinger in der Diözese Rottenburg-Stuttgart 4,8 Millionen Euro
Die Sternsinger in Stuttgart-Mitte starten bereits zwei Tage früher: Sie ziehen vom 2. bis zum 9. Januar durch die City. Auf ihrem Besuchsprogramm stehen das Rathaus mit Oberbürgermeister Frank Nopper, der Landtag, einige Ministerien und die Kinderklinik Olgahospital.
Träger der als „weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder“ bezeichneten Sternsinger-Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit dem Start 1959 sammelten die Sternsinger in den 27 deutschen Diözesen laut Stadtdekanat mehr als 1,4 Milliarden Euro. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart waren rund um den vergangenen Dreikönigstag 711 Sternsinger-Gruppen unterwegs und sammelten rund 4,8 Millionen Euro. 2026 kommen Spenden den Angaben zufolge Partnerorganisationen in Bangladesch zugute, wo aufgrund von Kinderarbeit rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche bisher nicht zur Schule gehen können. Ziel sei es, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.
Weitere Infos gibt es unter: www.sternsinger.de/spendendose.
