Souvenir-Shop in der Wilhelma
: Vom Eisverkäufer zum Shop-Chef – Die Baurs und ihr Leben für die Wilhelma

Schon als 15-Jähriger verkaufte Michael Baur Eis in der Wilhelma. Heute führen er und seine Frau Sandra den Zoo-Shop mit Plüschtieren, Büchern und Andenken.
Von
Iris Frey
Stuttgart
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  • Michael und Sandra Baur bei den Plüschtieren. Viele Tiere davon bilden den Stuttgarter Zoo ab.

    Iris Frey
  • Seit 2009 gibt es den großen Wilhelma-Shop am Eingang des Stuttgarter Zoos, geführt von Michael und Sandra Baur.

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  • Auf den mehr als 200 Quadratmetern gibt es viele Plüschtiere in groß und klein, aber auch Spiele, Bücher, Postkarten und andere Andenken.

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  • Sandra Baur zeigt die Handpuppen, hier das Oppossum, das gefragt ist. Auch Erzieherinnen und Therapeuten kommen, um diese Handpuppen zu erwerben.

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  • Michael Baur mit dem Wappentier der Wilhelma - dem Elefanten. Bei der neuen Elefantenanlage soll auch ein weiterer Kiosk gebaut werden, wie Staatssekretärin Gisela Splett erklärt.

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  • Der Wilhelma-Shop darf das Logo der Wilhelma verwenden - hier auf den T-Shirts.

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  • So sieht das Logo der Wilhelma aus.

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  • Der Wilhelma-Kalender unterstützt auch Artenschutzprojekte.

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  • Auch gibt es neben zahlreichen Kinderbüchern eigene Bücher der Wilhelma.

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  • Bei Sammlern beliebt - die Wilhelma-Banknote mit den Lieblingstieren im Stuttgarter Zoo: Koala und Amurtiger als Motiv.

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  • Einer von vier Kiosks der Baurs in der Wilhelma.

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Nach der Schule ist Michael Baur, 56, einst regelmäßig in die Wilhelma gegangen, um dort Eis zu verkaufen, erzählt er. Heute ist der gelernte Kaufmann Geschäftsführer des Wilhelma-Shops und betreibt im Stuttgarter Zoo zudem vier Kiosks und zwei Eisstände. Mit der Tochter des früheren Eigentümers ist er früher einmal zur Schule gegangen. Den Laden im Stuttgarter Zoo hat er schließlich 2003 übernommen, als es den Schaubauernhof und Streichelzoo noch gab. „Ich war damals schon vier Jahre zuvor Geschäftsführer“, sagt Baur. 2009 wurde schließlich der Wilhelma-Shop am Haupteingang eröffnet. Auf mehr als 200 Quadratmetern sind tausende Artikel zu finden – Plüschtiere, Spielzeug und Souvenirs. Das ist die Welt von Michael und Sandra Baur.

Besucher finden im Wilhelma-Shop Nützliches für den Tag im Zoo

Seine Frau und er fühlen sich hier sichtlich wohl. Sie wissen: Seit der Zeit hat sich viel verändert: „Jetzt gibt es hier ein Shopping-Feeling, früher gab es einen Thekenverkauf“, sagt er. Baurs Frau Sandra, 54, ist ebenfalls Kauffrau.

Beide haben noch mehr Gemeinsamkeiten: „Ich war früher schon als Aushilfe auch in der Wilhelma tätig, habe auch Eis verkauft und war beim Bücherkiosk und dem Ausgangskiosk tätig.“ Mit 19 Jahren hat sie ihren heutigen Mann kennengelernt in ihrem damaligen Ausbildungsbetrieb. Gemeinsam kümmert sich das Ehepaar nun seit Jahrzehnten auch um die besonderen Andenken und Anliegen der Besucher. Im Sommer bieten sie Sonnenschutz, Hüte, Mützen, im Winter Schals und Handschuhe.

Michael Baur mit dem Wilhelma-Wappentier, dem Elefanten.

Foto: Iris Frey

Natürlich sind die Baurs beide große Tierfans – vor allem die Koalas in der Terra Australis haben es Michael Baur angetan. Sie haben auch eine Patenschaft für einen Koala und für das weiße Leistenkrokodil übernommen. „Meine Lieblingstiere sind die Quokkas“, sagt Sandra Baur. Sie gelten als die glücklichsten Tiere der Welt. Sie sind auch in Plüsch beliebt, weiß sie. Überhaupt spielen Plüschtiere im Shop der Baurs eine wichtige Rolle – in allen Größen.

Bei der neuen Elefantenanlage ist ein weiterer Kiosk geplant

Die Neubauprojekte in ihrem Zoo verfolgen sie gespannt: So freuen sie sich darauf, wenn die neue Elefantenanlage kommt, dass sie auch dort höchstwahrscheinlich einen Kiosk haben werden. „Wenn das klappen würde, wären wir sehr glücklich“, sagt Sandra Baur.

Beiden besonders wichtig sind auch die Bücher aus den Bereichen Zoo, Flora und Fauna. Spiele mit Naturwissen gehören ebenso dazu. Angesichts immer weniger Spielwarenläden, sehen sie hier viel Interesse. Sandra Baurs Schwerpunkt sind Bücher für Kinder zwischen eins und neun Jahren. Malbücher, Wissensbücher. Auch für Erwachsene gibt es Literatur: eigene Wilhelma-Bücher, Wimmelbücher und Gartenführer.

Wilhelma-Shop hilft, wenn ein Plüschtier verloren geht

Mit ihrer Plüschtier- und anderen Tiersammlung bilden sie den Zoo ab: vom Tiger bis zum Gürteltier und Schnabeltier. Gefragt sind auch Krokodile als Plüschtier. Oder das Oppossum als Handpuppe täuschend echt gestaltet. „Es kommen auch Erzieherinnen und Therapeuten und kaufen hier Handpuppen“, weiß Sandra Baur zu berichten. Bei den Plüschtieren legen sie nicht nur Wert auf Zertifikate, sondern auf Hersteller, die Artenschutzprojekte unterstützen und dass die Füllung aus recyceltem Material ist. Und auf Firmen wie Steiff, die nur noch in Europa produzieren. Besonders gefragt sind die beiden, wenn ein Kind ein Stofftier verloren hat. „Das kommt dreimal im Monat vor. Dann hilft oft ein Foto mit dem Plüschtier. Den meisten konnten wir helfen“, sagt Michael Baur.

Der Wilhelma-Shop, Logo und Neubauten

Das Geschäft
des Wilhelma-Shops Shop in seiner jetzigen Form seit 2009 umfasst eine Gesamtnutzfläche von 342 Quadratmeter mit 235 Quadratmeter Verkaufsfläche und ist verpachtet. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf Nachfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Friedrich Haag hervor. Das Unternehmen zählt eigenen Angaben zufolge zehn festangestellte Beschäftigte und über die Saison noch Aushilfen.

Das Logo der Wilhelma
kann der Shop-Betreiber nach Absprache auf von ihm produzierten Artikeln verwenden, etwa auf T-Shirts.

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