Städtische Pfandleihe
: „Ich habe geweint dabei“ – Hier pfänden Stuttgarter ihr Hab und Gut

In der Städtischen Pfandleihe Stuttgart können Menschen persönliche Gegenstände zu Geld machen. Dabei fallen manchmal auch Tränen. Ein Kunde berichtet im Video.
Von
Annika Mayer
Stuttgart

Geschäftsführer Jürgen Barth vor der Städtischen Pfandleihe.

LICHTGUT/Max Kovalenko

Musikinstrumente, Fahrräder, teure Uhren – das alles kann bei der Städtischen Pfandleihe Stuttgart verpfändet werden. Sie ist eine Anlaufstelle für Menschen, die dringend Geld brauchen und keinen Bankkredit aufnehmen möchten: Schnell, diskret und unbürokratisch kann man bei der Pfandleihe persönliche Gegenstände zu Geld machen.

Einen Gegenstand abzugeben, der einem am Herzen liegt, fällt aber nicht allen leicht. Ein Kunde der Städtischen Pfandleihe Stuttgart erzählt, dass er weinen musste, als er seine Gitarre abgab. Im Video schildert er, wie es dazu kam.

So funktioniert eine Pfandleihe

Wie genau funktioniert eine Pfandleihe? Kunden hinterlegen einen Gegenstand als Kredit, zum Beispiel Schmuck, Laptops oder andere Wertsachen. Dafür bekommen sie einen Kredit. Der Wert des Gegenstands wird bei der Abgabe von Experten im Pfandleihaus geschätzt. Von diesem Wert erhält der Kunde 70 bis 80 Prozent als Pfand ausbezahlt. Der Rest fließt in die monatlichen Zinsen, Gebühren und Versteigerungskosten. Maximal fünf Monate können Kunden ihre Gegenstände als Pfand lagern. Danach werden sie versteigert.

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