Stuttgart
: Anklage wegen Mordes an Pflegekraft in Schwesternwohnheim

Weil eine Frau nicht zur Arbeit erscheint, schlägt ihre Chefin Alarm. Einsatzkräfte finden die Leiche der Pflegerin in ihrem Wohnheimzimmer. Nun ist eine Mordanklage erhoben worden.
Von
red/dpa
Stuttgart
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Ein Absperrband der Polizei ist an einem Einsatzort von Polizei und Feuerwehr angebracht. (zu dpa: «Anklage wegen Mordes an Pflegekraft in Stuttgart»)

Bernd Weißbrod/dpa
  • Anklage in Stuttgart: Ein 32-Jähriger soll seine Ex-Partnerin getötet haben.
  • Die 31-Jährige wurde Ende Januar im Zimmer eines Schwesternwohnheims gefunden.
  • Laut Staatsanwaltschaft trennte sie sich kurz zuvor, der Mann akzeptierte das nicht.
  • Der Mann ist staatenlos; frühere Polizeiangaben nennen palästinensische Wurzeln.
  • Erinnerung an einen Fall aus August 2023 im selben Wohnheim – lebenslange Haft 2024.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weil er seine Ex-Partnerin getötet haben soll, muss sich ein 32 Jahre alter Mann nach Willen der Staatsanwaltschaft vor Gericht verantworten. Man habe Anklage wegen des Verdachts des Mordes erhoben, teilte die Behörde in Stuttgart mit.

Die Ermittler werfen dem Mann vor, die 31 Jahre alte Frau Ende Januar in ihrem Zimmer in einem Schwesternwohnheim in Stuttgart getötet zu haben. Der mutmaßliche Täter und das Opfer seien seit wenigen Monaten nach islamischem Recht verheiratet gewesen. Wegen Eifersucht und Misstrauen des Mannes sei es zu Streit innerhalb der Beziehung gekommen, weswegen sich die Frau wenige Tage vor der Tat von dem Mann getrennt haben soll.

Anklage: Mann soll Trennung nicht akzeptiert haben

Die Anklage geht davon aus, dass der Mann die Trennung nicht habe akzeptieren wollen und die Frau deswegen getötet habe. Der mutmaßliche Täter ist laut Staatsanwaltschaft staatenlos, früheren Angaben der Polizei zufolge hat er palästinensische Wurzeln. 

Der Leichnam der Frau war erst Tage nach der Tat in dem Wohnheimzimmer entdeckt worden. Weil die Frau, die als Pflegehilfskraft gearbeitet hatte, mehrere Tage nicht zur Arbeit gekommen war, hatte ihre Vorgesetzte Alarm geschlagen. 

Mord im gleichen Wohnheim vor fast drei Jahren

Der Fall weckt Erinnerungen an ein brutales Verbrechen in Stuttgart im August 2023: Damals wurde eine 32 Jahre alte Pflegeschülerin im selben Wohnheim von der Polizei gefunden – getötet von ihrem Ex-Partner.

Das Gericht verurteilte den Täter des ersten Falls im Jahr 2024 zu lebenslanger Haft. Mit 22 Messerstichen, so die Überzeugung der Richter damals, hatte der Deutsch-Pole die Frau angegriffen, getrieben von einem „absoluten Vernichtungswillen“.

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