Stuttgart: Unternehmerinnen geben Tipps für Start-ups
Stuttgart - Frauen in der Wirtschaft sind unterrepräsentiert – sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz. Auch bei der Gründung von Startups sind Frauen in der Unterzahl. In der Schweiz sind 20 Prozent der Gründungsmitglieder von Startups Frauen, in Deutschland knapp 16 Prozent. Die Zahlen stammen vom Start-up-Monitor 2019/2020. Dabei ist klar: Frauen sind für die Wirtschaft von elementarer Bedeutung. Dies wird auch wieder deutlich werden, bei der Podiumsdiskussion „Visionär und tatkräftig: Wie ticken Gründerinnen?", am Montag, 25. Oktober im Pop-up House of Switzerland in Stuttgart.
Wie sieht die Realität hinter den Zahlen aus?
Im „Pop-up House of Switzerland” sind regelmäßig weibliche Vorstände, Unternehmerinnen Gründerinnen oder Forscherinnen zu Gast, um von Erfahrungen und Erfolgen aus ihrem Arbeitsleben zu berichten. So wie Ilona Schwarz aus Ostfildern bei Stuttgart, die sich und ihr Unternehmen Mitte Juli auf einer Podiumsdiskussion im „Pop-up House of Switzerland“ vorstellte. Ilona Schwarz gründete 2019 ihr Label „schöneschwester“, mit dem sie eine vegane Kosmetik-Pflegelinie in Stuttgart betreibt. „Kleine Schritte können die Welt verändern“, sagt sie.
Unternehmerinnen mit großen Zielen
Das Herzensthema von Ilona Schwarz ist die Naturkosmetik. Und so verwundert es auch nicht, dass sie die Menschen dazu bewegen will, Naturkosmetik zu verwenden und sich damit auseinanderzusetzen. Auf diese Weise hofft sie zudem, die Konsumgewohnheiten der Menschen zu verändern. Es sind große Ziele, die sich Ilona Schwarz gesetzt hat. Aber es sind große Ziele wie diese, die jede Unternehmerin zur Höchstleistung auflaufen lassen – und das ohne sich selbst als Person in den Vordergrund zu spielen, wie Ilona Schwarz betont.
Mit auf dem Podium im „Pop-up House of Switzerland“ saßen auch: Marion Klein, CEO des Zentralschweizer Unternehmens Pack Easy AG, das seit über 50 Jahren Reisegepäck und -zubehör im B2C- und B2B-Bereich anbietet und Linda Grieder aus Zürich, die vor fünf Jahren das Unternehmen „Rethink Resource“ gründete und damit dafür sorgt, dass Industrieabfälle innovativ wiederverwendet werden.
Weitere Veranstaltungen im „Pop-up House of Switzerland“
Mit diesen und anderen Veranstaltungen – am 10. September mit „Female Responsibility – Vorständinnen am Zug“ – macht das „Pop-up House of Switzerland“ genau das, was Britta Thiele-Klapproth, die Leiterin des „Swiss Hub Germany“ schon immer fordert: Frauen und deren Erfolge sichtbar werden lassen, um das große Potenzial der Frauen in der Wirtschaft weiter zu fördern und zu nutzen. Bei der Podiumsdiskussion „Female Responsibilty – Vorständinnen am Zug“ saßen hochkarätige Wirtschaftsgrößen auf der Bühne: Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Diane Zetzmann-Krien, CFO der TRUMPF Lasertechnik GmbH, und Sandra-Stella Triebl, CEO von Swiss Ladies Drive.
Erkenntnisse des Abends für alle jetzigen und künftigen Unternehmerinnen: Mutig sein und loslegen, oder wie Diane Zetzmann-Krien von Trumpf zum Abschluss sagte: „Klappern gehört auch hier zum Geschäft – auf sich aufmerksam machen.“ Als Frau, die auf der Karriereleiter nach oben wolle, müsse man sich trauen und springen, „und auch mal Aufgaben übernehmen, von denen man überzeugt ist, dass man sie nicht zu hundert Prozent kann“. Wer dann ganz oben auf der Karriereleiter stehe, so Diane Zetzmann-Krien, müsse sich darüber klar sein, „dass man dann nicht mehr „Everybody’s Darling“ sein kann und auch mal aneckt“. „Aus meiner Erfahrung aus dem Startup-Bereich sind die am erfolgreichsten, die einfach mal loslegen“, ergänzte Sandra-Stella Triebl von Swiss Ladies Drive, „und nicht die, die Angst haben, zweifeln und sich denken, oh, das kann ich vielleicht doch nicht“.
Auch im Team des „Swiss Hub Germany“ von Britta Thiele-Klapproth steckt viel Frauenpower. Es ist übrigens im ersten Stock des „Pop-up House of Switzerland“ vertreten - mit elegantem Lounge-Bereich für den B2B-Sektor für Business-Networking. Dort werden neue Kooperationen zwischen der Schweiz und Baden-Württemberg gefördert. „Ich glaube, viele gute Frauen sitzen zuhause und die Wirtschaft verzichtet auf sie“, sagt Britta Thiele-Klapproth, „das muss sich ändern.“
Am 25. Oktober Podiumsdiskussion mit Gründerinnen
Das wurde auch bei den bisher über hundert Veranstaltungen im „Pop-up House of Switzerland“ deutlich, bei denen immer wieder viele aktive und engagierte Frauen an den Spitzen der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu Wort kommen. – das nächste Mal am Montag, 25. Oktober bei der Podiumsdiskussion „Visionär und tatkräftig: Wie ticken Gründerinnen? “ mit Dr. Elena Gross, Gründerin und CEO von KetoSwiss AG, Serina Pinar, Founderin und Chief Strategy Officer von Cytolytics aus Tübingen, Sandra Jörg, Founderin und CEO von Blackpin aus Aalen und Susanne Hahn, Founderin von 1886Ventures – The next Technology Venture Group. Im „Pop-up House of Switzerland“ stellen sie auf der Bühne im Erdgeschoss von 18 bis 20 Uhr ihren Werdegang vor und teilen ihre Learnings - vom Sprung aus der Komfortzone ins Startup-tum.








