Stuttgarter Frühlingsfest
: Ein Fassanstich, der bleibt – queere Community feiert in der Regenbogenalm

Eine Gaudi mit erinnerungswürdigem Fassanstich gab’s am Sonntag in der Almhütte Royal auf dem Cannstatter Wasen. In der Herzlbar feierte die queere Community die Vielfalt.
Von
Nina Scheffel
Stuttgart
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  • Die Veranstalter der Regenbogenalm Andreas Müller und Lars Pessinger in der Herzlbar.

    Lichtgut/Ferdinando Iannone
  • Der eigene kleine Fassanstich in der Regenbogenalm gestaltete sich schwieriger als gedacht – der Zapfhan zickte und Festwirtin Nina Renoldi musste sich Hilfe holen.

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  • Die Veranstalter der Regenbogenalm Andreas Müller und Lars Pessinger mit Festwirtin Nina Renoldi nach dem Fassanstich – am Ende floss das Bier dann doch.

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  • Ein Moment für die Wasen-Geschichtsbücher war es allemal – mehrere Kameras hielten das Spektakel fest.

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  • Die Empore der Almhütte Royal war gut besucht.

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  • Hoch die Krüge! Festwirtin Nina Renoldi und DJ Alegra Cole in der Regenbogenalm.

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  • Gute Stimmung bei den Gästen an der Herzlbar.

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  • Passend zum Motto hatten die Veranstalter einen Regenbogen aus Luftballons aufgebaut – am Abend ein beliebter Fotospot. Hier im Bild: die Veranstalter Andreas Müller und Lars Pessinger mit Gast.

    Scheffel
  • Tina Laszlo (3.v.li.), ehemalige Store-Managerin von Angermaier Trachten in Stuttgart und Ex-Karnevalsbaronin und Begleitungen.

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  • Gäste der Regenbogenalm.

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  • Fürs leibliche Wohl war gesorgt.

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  • Gäste der Regenbogenalm.

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  • Zahlreiche Gäste feierten auf der Empore der Almhütte Royal.

    Ferdinando Iannone
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Ein mit rosafarbenen Blumen geschmücktes Bierfässle war am Sonntag in der Almhütte Royal auf dem Wasen der heimliche Star des Abends. Denn dort, oben auf der Empore des Festzelts in der Herzlbar, läutete die LGBTIQA+-Community und Stuttgarter Prominenz in der „Regenbogenalm“ die Wasenzeit ein – mit ihrem ganz eigenen Fassanstich.

Während der offizielle Eröffnungsanstich bereits am Samstag im Festzelt zum Benz mit zwei Schlägen über die Bühne ging, hatte Festwirtin Nina Renoldi in der Regenbogenalm zu kämpfen – der Zapfhahn spielte nicht mit, die Gummidichtung wehrte sich. Zwischendurch sprudelte das Bier sogar oben aus dem Fass – nur nicht in den Bierkrug.

Fassanstich in der Regenbogenalm – ein Moment für die Wasen-Geschichtsbücher

Dank tatkräftiger Unterstützung von Veranstaltern und Mitarbeitern klappte es nach zahlreichen Versuchen dann doch noch – das Bier floss und die Gäste hatten etwas, über das sie sich amüsieren konnten. Der Stimmung tat der durchwachsene Fassanstich keinen Abbruch. Auch Nina Renoldi nahm es gelassen: „Beim nächsten Mal werde ich vorher üben.“

Es brauchte ein paar Schläge mehr: Festwirtin Nina Renoldi beim Fassanstich in der Regenbogenalm.

Foto: Lichtgut/Ferdinando Iannone

Gäste der Regenbogenalm feiern die Vielfalt

Ein erinnerungswürdiger Auftakt der dritten Ausgabe des Partyformats, mit dem die Veranstalter Andreas Müller und Lars Pessinger erst im vergangenen Jahr auf dem Frühlingsfest Premiere feierten. Zur Freude der Community, denn ein traditionsreiches Partyhighlight der LGBTIQA+-Community, die Gaydelight, findet seit 2025 nur noch auf dem Volksfest im Herbst statt.

Los ging es am Sonntag bereits um 15 Uhr anstatt wie zuvor um 16.30 Uhr. Gäste, die noch früher dran waren, trafen sich bereits ab 14 Uhr an der drehenden Karussel-Bar vor dem Festzelt.

Drinnen sorgten die Regenbogenalm-Macher dann unter dem Motto „Gemeinsam mit Humor und Herz“ für Stimmung in der Herzlbar. Die Veranstalter bedankten sich bei Renoldi und ihrem ehrenamtlichen Team für die Unterstützung und die Möglichkeit in der Herzlalm zu feiern.

Full House in der Herzlbar: Bei der Regenbogenalm feierten zahlreiche Gäste die Vielfalt.

Foto: Lichtgut/Ferdinando Iannone

Großer Andrang beim Event auf dem Stuttgarter Frühlingsfest

Die war vorab – zumindest was feste Plätze anging – bereits ausgebucht. Spontane fanden am Sonntag aber dennoch Platz. „Niemand muss draußen bleiben“, hatte Müller vorab angekündigt. Im Herbst feierten rund 400 Gäste die Vielfalt in der Herzlbar, mit ebenso vielen, wenn nicht sogar mehr Gästen hatte Müller beim diesjährigen Frühlingsfest gerechnet. Am Ende war die Festzelt- Empore gut gefüllt.

Unter den Gästen tummelten sich einige bekannte Stuttgarter Gesichter. Unter anderem waren Vertreterinnen und Vertreter der Stuttgarter CSD-Initiative Stuttgart Pride gekommen.

Veranstalter: „Wir brauchen ein solches Event momentan mehr denn je“

Lars Lindauer, Mitglied des Vorstands, lobte die Regenbogenalm bei der Gelegenheit als wichtiges Zeichen. „Es ist wichtig, dass es solche Events gibt, weil die queere Community derzeit wieder mehr unter Beschuss steht. Viele Menschen finden es wieder okay, queere Menschen auszugrenzen“, sagte er. Umso wichtiger sei es, dass auf einem Großevent wie dem Wasen Sichtbarkeit geschaffen werde.

Ein Teil des Teams von Stuttgart Pride in der Regenbogenalm.

Foto: Scheffel

„Wir brauchen ein solches Event momentan mehr denn je“, sagte auch Mitveranstalter Andreas Müller. „Deshalb bieten wir der Community hier die Möglichkeit, in einer offenen Atmosphäre zu feiern.“

Stuttgarter Stadt-Prominenz feiert auf der Empore

Auch die Stuttgarter DJ Alegra Cole, Tina Laszlo, ehemalige Store-Managerin von Angermaier Trachten in Stuttgart und Ex-Karnevalsbaronin, Kunsthändler Frank Zimmermann und viele weitere Gäste waren gekommen.

Für die Hartgesottenen, die an diesem Sonntagabend noch weiterfeiern wollten, ging es nach dem Wasen-Ende weiter zur Afterparty im Café Monroe’s in der Stadtmitte.

Fortsetzung der Regenbogenalm im Herbst geplant

Andreas Müllers Ziel nach der Premiere im vergangenen Jahr, die Party zu einem festen Termin im Stuttgarter Veranstaltungskalender zu machen, ist ihm jedenfalls gelungen. Auch im Herbst beim Volksfest planen der Stuttgarter und sein Team, die Regenbogenalm wieder in der Almhütte Royal zu veranstalten. Festwirtin Nina Renoldi freut sich und unterstützt das Event, wie sie sagt. „Auch im Herbst gerne wieder. Hier wird immer friedlich und in einer tollen Atmosphäre gefeiert.“

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