Stuttgarter Pragsattel
: Hochbunker soll jetzt „The Tower“ heißen

Stuttgarts „größte Litfaßsäule“ - den Hochbunker am Pragsattel kennt jeder. Jetzt will die Firma Ströer ihn als „The Tower“ vermarkten.
Von
Theresa Schäfer
Stuttgart
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Der Hochbunker am Stuttgarter Pragsattel.

Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart
  • Der Hochbunker am Pragsattel wird unter dem Namen „The Tower“ vermarktet.
  • Ströer übernimmt die Vermarktung des LED-Video-Boards an dem Turm.
  • Das 72-Quadratmeter-Display unter dem Mahle-Schriftzug erreicht „bis zu 249.000 Kontakte“ täglich.
  • Der Bunker stammt aus den Jahren 1941/42 und wurde später vielfältig genutzt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Hochbunker am Pragsattel im Stuttgarter Norden soll künftig unter dem Namen „The Tower“ firmieren. Das teilte die Firma Ströer mit, die die Vermarktung des LED-Video-Boards an dem markanten Turm übernommen hat. Der Konzern mit Sitz in Köln lobt den „ikonischen Standort“: Das 72 Quadratmeter große Display unter dem blauen Mahle-Schriftzug erreiche täglich „bis zu 249.000 Kontakte“. Der Pragsattel ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Landeshauptstadt, hier treffen die drei Bundesstraßen 27, 10 und 295 aufeinander.

„Stuttgarts größte Litfaßsäule“ wurde in den Weltkriegsjahren 1941/42 gebaut. In dem Hochbunker fanden Zivilisten Schutz, von seinem Dach nahm die Nazi-Flugabwehr Flugzeuge der Alliierten ins Visier. Der 30 Meter hohe ehemalige Flakturm wurde nach dem Krieg als Männerwohnheim weitergenutzt. 135 Männer seien dort untergebracht gewesen, schreibt der Stuttgarter Bunkerexperte Rolf Zielfleisch in seinem Buch „Stuttgarter Bunkerwelten“. In den 1960er Jahren zogen die letzten aus, unter dem Eindruck des Kalten Krieges wurde er für den Zivilschutz im Ernstfall hergerichtet.

Anfang der 1990er Jahre hängte das Technologie-Unternehmen Bosch hier seinen roten Schriftzug auf – deshalb wurde der Hochbunker von vielen Stuttgartern einfach „Bosch-Turm“ genannt. Seit einigen Jahren wirbt dort der Autozulieferer Mahle. Der Verein Schutzbauten Stuttgart e.V. öffnet den Hochbunker nur selten. Das nächste Mal wird das voraussichtlich im Juni kommenden Jahres der Fall sein, so schreibt es der Verein auf seiner Homepage.

Unter dem Namen „The Tower" werde der LED-Screen „Teil eines nationalen Portfolios unverwechselbarer Standorte“ der digitalen Außenwerbung sein, heißt es in der Mitteilung weiter. Die markante Lage sorge für einen hohen Wiedererkennungswert.