Tag der Architektur
: Stuttgarts kleinstes Haus und andere gelungene Bauten zu entdecken

Einblicke erwünscht - Tiny Houses, Schulen, alte Wohntürme und neue Modulbauten sind beim Tag der Architektur 2026 der Architektenkammer zu besichtigen. Dies sind die Ziele in Stuttgart.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
Architektur. Besuch *umgebautes Haus mit Galerie und mit Tiny Haus* auf dem Dach in *Stgt West*

Steht auf einer Galerie und Agentur im Stuttgarter Westen: ein Tiny House, entworfen von g2o Architekten - eines der Ziele beim Tag der Architektur.

Lichtgut / Ferdinando Iannone
  • Tag der Architektur 2026 in Stuttgart: Am 27. Juni öffnen über 100 Bauherrschaften.
  • Motto „einfach wohnen!“ betont einfache, funktionierende Gebäude mit weniger Technik.
  • Tourziele: Tiny House von g2o, Aufstockung in der Olgastraße, Modulbau in der Bernsteinstraße.
  • Asemwald wird mehrfach besucht – das „vertikale Dorf“ zeigt dichte Wohnformen.
  • Weitere Stationen: Plusenergiequartier P18 in Bad Cannstatt, Quartier am Stöckachplatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Gute Architektur ist kein Zufallsprodukt“, sagt Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW). Lebensumfelder für Menschen zu gestalten, sei vielmehr „das Ergebnis fundierter Expertise und interdisziplinärer Zusammenarbeit im Bewusstsein der Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt.“ Aus nächster Nähe können Bürgerinnen und Bürger derlei geglückte Zusammenarbeiten betrachten - am 27. Juni beim Tag der Architektur. Mehr als 100 Bauherrschaften im Südwesten öffnen ihre Türen.

Der Tag der Architektur 2026 steht unter dem Motto „einfach wohnen!“ Damit möchte die Architektenkammer Baden-Württemberg „die Aufmerksamkeit auf die vielen Möglichkeiten lenken, gute, funktionierende Gebäude auch ohne überbordenden Einsatz von Technik und Material zu realisieren."

Das Motto werde breit ausgelegt mit Betonung auf dem Wörtchen „einfach“. „Es ist zugleich ein Appell“, heißt es von Seiten der Kammer. „Denn die Zahl der unter reduzierten Standards und daher kostengünstiger realisierten Neubauten oder Umnutzungen ist durchaus ausbaufähig. Insofern stellt der Tag der Architektur auch einen Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung dar.“ So sieht es auch Andrea Gebhard, die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer in ihrem Grußwort:  „Architektur ist nicht nur eine gestalterische Disziplin, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe von hoher Verantwortung.“

Der Stuttgarter Asemwald wird doppelt besucht

Auch in Stuttgart sind sind Touren zu verschiedenen Projekten geplant. die Kammergruppe Nord etwa steuert das Quartier „Rote Wand“ am Killesberg an und zeigt ein Projekt von heinemeyerbeck Architekten für eine Baugemeinschaft, diese öffnet den Besuchern ihre Tür.

Die Kammergruppe Stuttgart-Filder zeigt, wie man früher schon in schneller Zeit sehr viele Wohnungen auf wenig Fläche realisiert hat und führt zu einem vertikalen Dorf von Otto Jäger Werner Müller Architekten, bekannt unter dem Namen Asemwald.

Preisgekröntes Doppelhaus

Ebenfalls aus Beton, aber deutlich kleiner ist das leicht umbaubare und mehrfach preisgekrönte Zweifamilienhaus von Von M Architekten, das ebenfalls besucht wird. Die Kammergruppe Süd zieht es ebenfalls in den Asemwald, aber auch zu einem anderen Projekt, bei dem in die Höhe gebaut wurde. Gemeint ist die Aufstockung eines Wohnhauses in der Olgastraße durch g2o Architekten. Das Hinterhofhaus war überdies zudem davor ein ehemaliges Bürobaus, es wurde also besonders viel Wohnraum mitten in der Stadt geschaffen.

Stuttgart, Blick auf Stadtteile aus der 150m Hoehe, vom Fernsehturm
Hier: Asemwald

Vertikales Dorf - der Asemwald in Stuttgart, erbaut wurde die Wohnstadt von 1968 bis 1972, Bauherrin war die Neue Heimat, entworfen von Otto Jäger Werner Müller Architekten.

Lichtgut/Max Kovalenko

Modulbau ist auch ein Mittel, um Wohnraum zu schaffen, dazu vergleichsweise rasch. „Wohnen im Modul“ in der Bersteinstraße - Konzeption von der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) - ist eine Station auf der Route. Die Kammergruppe Ost zeigt ebenfalls Wohnbauten, die in großen Teilen in der Fabrik vorgefertigt wurden: Das Plusenergiequartier P18 von Werner Sobek für die SWSG in Bad Cannstatt.

Noch ein Bauprojekt der städtischen Bauherrin steht auf dem Programm: das jüngst fertig gestellte Wohnquartier am Stöckachplatz in Stuttgart-Ost, entworfen von Harris und  Kurrle Architekten. Besucht werden im Osten der Stadt außerdem ältere Stuttgarter Siedungen - die Rotenbergsiedlung und die Ostenau des Bau- und Wohnungsvereins Stuttgart sowie die Raitelsbergsiedlung der Stadt.

Die Kammergruppe Mitte/West wiederum macht einen Spaziergang zur Jugendverkehrsschule von asp Architekten, dem Tiny House von g2o Architekten auf dem Dach einer Kunstgalerie sowie zu zwei Mehrfamilienhäusern.

Informationen und Anmeldungen finden sich auf der Homepage der Architektenkammer: https://www.akbw.de/baukultur/tag-der-architektur/touren/stadt-stuttgart.

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