Tattoostudio in Stuttgart
: „Mommy I’m sorry“ eröffnet neuen Creative Space

Das Stuttgarter Tattoostudio „Mommy I’m sorry“ zieht um und eröffnet einen neuen Creative Space. Was Besucher bei der Ausstellung am Samstag erwartet.
Von
Jovanna Imalski
Stuttgart
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AJ, der Gründer der Studios, (li.) und Künstler Max Leinfelder (re.) hatten in Köln bereits eine erfolgreiche Ausstellung.

Muttersöhne Köln

Tattoos sind weit mehr als Körperkunst - sie sind Storytelling auf der Haut. Damit ähneln sie Narben, Erinnerungen, kleinen und großen Flecken, die jeder Mensch mit sich trägt. Unter diesem Motto ist die Kunstreihe „Flecken“ des Kölner Künstlers Max Leinfelder entstanden. In seiner Kunst verschmelzen Tattoos und Gemälde, Lyrik mit Performance. Sein Ziel: bei der Vernissage neue Verbindungen fürs Leben zu schaffen. Diese findet am Samstag im Tattoostudio „Mommy I’m sorry“ in der Stuttgarter Innenstadt statt und lässt die Grenzen zwischen fremd und eigen, Kunst und Handwerk, bewusster Entscheidung und Zufall komplett verschwimmen.

„Mommy I’m sorry“ – Ein Blind Date mit Gemälden und Tattoos

Ausgestellt werden neun Mixed-Media-Gemälde, die zum Verkauf stehen. Aber Achtung: Das Schicksal entscheidet! Wer ein Werk ergattern will, nimmt an einem einzigartigen Ritual teil: Käuferinnen und Käufer erhalten einen versiegelten Ballon in einem klaren Würfel, der in einer Farbexplosion zerplatzt. Dabei wird eine Nummer enthüllt, die zum auserwählten Kunstwerk gehört. Keine freie Auswahl, kein Tausch, alles Zufall. Hat der neue Besitzer sein Werk erhalten, muss er sich in einem zweiten Schritt auf die Suche nach einer Person begeben, die sich dieses Motiv als Tattoo stechen lassen möchte.

Das Werk darf den Raum erst verlassen, wenn es an diesem Abend tätowiert wird. Natürlich kann man sich das Motiv auch selbst stechen lassen, die Gäste sind aber dazu eingeladen, miteinander in Kontakt zu treten und auf diese Weise vielleicht neue Verbindungen fürs Leben zu knüpfen. Was bleibt, sind Flecken – in Form von Tattoos, Gemälden, Erinnerungen und neuen Kontakten, die alle Teilnehmenden ab sofort mit sich tragen.

New Home, new Vibe für „Mommy I’m sorry“: Das Studio-Upgrade

Das Tattoo-Studio „Mommy I’m sorry“ ist aus der Tübinger Straße rausgewachsen. Ein größeres Team, mehr Kundschaft und die vielen verrückten Ideen brauchten mehr Platz. Die neue, größere Location in der Sophienstraße wurde vom Artist Ben komplett selbst designt und auf die neuen Bedürfnisse des Studios zugeschnitten. Sie bietet Möglichkeiten für neue Projekte wie Vernissagen, Kunstausstellungen und mehr.

Das neue Studio von Mommy I’m Sorry bietet mehr Platz für Tattoos, Kunst und vieles mehr.

Foto: MOMMY I‘M SORRY

„Tätowieren ist viel mehr als Handwerk, es ist eine Kunstform, die wir für Kunstinteressierte zugänglicher und erlebbarer machen wollen“, erklärt Kreativdirektor Stefan Kern. Er hat es sich zur Mission gemacht, diese Kunstrichtung nach außen hin zu teilen und arbeitet fleißig an neuen Konzepten, um Künstler und ihre Designs sichtbarer zu machen. Mehr Zusammenkommen, mehr Kunst und mehr Events, das ist der Plan für die Zukunft bei „Mommy I’m sorry“.

Mommy I’m Sorry , Sophienstr. 28-30, Stuttgart Mitte, Vernissage: 25.10. 19 Uhr

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