Tierischer Nachwuchs in der Wilhelma
: Flauschige Jungvögel mit staksigen Beinen

Im Stuttgarter zoologisch-botanischen Garten haben die ersten drei jungen Rosaflamingos ihr Nest verlassen. Auf ihr rosafarbenes Federkleid müssen sie aber noch ein wenig warten.
Von
Iris Frey
Stuttgart
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  • Die ersten Flamingo-Küken, noch im grauen Kleid, haben in der Wilhelma ihr Nest verlassen.

    Wilhelma
  • Die drei ersten Rosaflamingos in der Wilhelma haben in diesem Jahr ihr Nest verlassen.

    Wilhelma/Birger Meierjohann
  • Die Eltern erkennen ihren Nachwuchs an der Stimme und wissen deshalb genau, wen sie zu füttern haben.

    Wilhelma/Birger Meierjohann
  • Die flauschigen Küken bilden zusammen einen Kindergarten. Weitere Tiere brüten noch.

    Wilhelma/Birger Meierjohann
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Freude in der Wilhelma: Bei den Flamingos gibt es die ersten Jungvögel des Jahres. Besucherinnen und Besucher können den niedlichen Nachwuchs ganz leicht an der Farbe erkennen: Die Jungvögel sind noch grau. Wie Wilhelma-Sprecher Birger Meierjohann mitteilt, staksen derzeit die ersten drei grauen Federknäuel auf langen Beinen mit den Altvögeln in zartem Rosa durch das flache Wasser der Flamingo-Anlage, die sich in der Nähe des Haupteingangs des Zoos befindet.

Drei Jungvögel aus drei Nestern

Bei den drei Jungvögeln handelt es sich übrigens nicht um Geschwister. Denn: Wie Vogel-Kurator Andreas Frei mitteilt, legen Flamingos in der Regel nur ein einziges Ei. Die Partner wechseln sich beim Brüten ab. Nach knapp einem Monat schlüpft das Küken. Sobald es laufen und schwimmen kann, verlässt es das Nest und schließt sich mit anderen Jungvögeln zusammen.

Das ist jetzt geschehen. Die drei Jungvögel bilden einen Kindergarten. In der freien Natur sind das oft riesige Kolonien mit Tausenden junger Flamingos. Von ihren Eltern werden sie weiter mit hervorgewürgter Kropfmilch versorgt, erzählt Meierjohann. Das Faszinierende sei dabei: Die Altvögel erkennen ihren Nachwuchs an der Stimme. Sie wissen genau, wen sie zu füttern haben.

Weitere Tiere brüten derzeit noch

Weltweit gibt es sechs verschiedene Flamingo-Arten. In der Wilhelma leben Rosaflamingos, die in der Natur sehr weit verbreitet sind: es gibt sie in Afrika, im Nahen Osten und in Indien. Sie ernähren sich von Kleintieren, die sie in meist brackigen, salzigen oder alkalischen Gewässern aufspüren und mit ihrem Seihschnabel aus dem Wasser filtern. Im Flachwasser bauen die Flamingos ein kegelförmiges Nest, dessen Brutmulde über der Wasseroberfläche liegen muss.

In der Wilhelma brüten derzeit in einem für die Besucher nicht einsehbaren Bereich der Flamingo-Anlage noch Tiere. „Mit etwas Glück vergrößert sich der Flamingo-Kindergarten bald“, kündigt Meierjohann an.

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