Tierschutz in Stuttgart: Reptilien und giftige Schlange beschlagnahmt

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Stuttgarter ZeitungSchon wieder bekommt die Münchner Reptilien-Auffangstation Tiere aus Stuttgart: In einer Privatwohnung wurden sechs Schlangen, ein Waran und eine Echse beschlagnahmt. Besonders brisant dieses Mal: Bei einer Schlange, einer Kobra, und der Skorpion-Krustenechse handelt es sich um giftige Arten.
Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung wurde die Wohnung des Tierhalters kontrolliert. Die Mitarbeitenden der Veterinärbehörde und des Amts für Umweltschutz entdeckten dabei die Tiere, für die kein ausreichender Herkunftsnachweis vorlag. Nur mit einem solchen Nachweis dürfen die geschützten Arten gehalten werden.

Die giftige Krustenechse
Foto: Stadt StuttgartMitarbeitende der Stadtverwaltung haben in einer Privatwohnung mehrere Reptilien sichergestellt. Es handelt sich um sechs Schlangen, einen Waran sowie eine Skorpion‐Krustenechse. Bei einer Kobra und der Skorpion‐Krustenechse handelt es sich um giftige Arten.
In die Auffangstation in München waren vor rund vier Wochen schon mehr als 30 Schlangen gebracht worden. Sie waren – ebenfalls nach einem Hinweis – in der Wohnung eines mutmaßlichen Animal Hoarders gefunden worden. Auch dieser Halter bekommt sie nicht zurück. Damals war die Vernachlässigung ausschlaggebend dafür, die Tiere dem Halter wegzunehmen. In den Terrarien lagen auch tote Schlangen.
Tierhortung in Stuttgart: Über 30 Schlangen beschlagnahmt
Wer Tiere geschützter Arten halten will, muss eine legale Herkunft nachweisen können. Das kann eine Vermarktungsbescheinigung, eine Einfuhrgenehmigung oder ein Zuchtbeleg sein. Fehlen diese oder sind sie unvollständig, können die Tiere beschlagnahmt werden. „Die Beweislast liegt beim Halter. Fehlen die Unterlagen, können Tiere beschlagnahmt und Bußgeld‐ oder Strafverfahren eingeleitet werden“, sagt Renate Kübler, die Leiterin der unteren Naturschutzbehörde des Umweltschutzamtes der Stadt Stuttgart.
Für Andreas Neft, den Leiter des Amts für Umweltschutz, wäre es wünschenswert, wenn man solche Tiere auch innerhalb des Bundeslandes gut unterbringen könnte. „Es wird deutlich, dass Baden‐Württemberg dringend zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für solche exotischen Tiere braucht. Die Stadtverwaltung dankt daher den Kolleginnen und Kollegen der Reptilienauffangstation in München, die die Aufnahme der Tiere ermöglicht haben“, sagt Neft.
