Türkische Hochzeit in Stuttgart: Platzverweise für Autokorsofahrer auf Heilbronner Straße

Bei dem Autokorso am Samstag in Stuttgart-Nord wurden türkische Fahnen geschwenkt. (Symbolbild)
imago images/Christian SpickerNoch immer sucht die Polizei nach Zeugen, die am Samstagnachmittag im Stuttgarter Norden unterwegs waren und etwas mitbekommen haben von dem Autokorso einer türkischen Hochzeitsgesellschaft. Einige Personen dürften auch erheblich darunter gelitten haben, denn der Korso hat den Verkehr auf der Heilbronner Straße zeitweise bis zum Stillstand ausgebremst, zudem kam es zu erheblichem Stau. Laut einer Polizeisprecherin hätten allein die „polizeilichen Maßnahmen“ zwischen 30 und 40 Minuten gedauert.
15 Fahrzeuge seien kontrolliert worden, sagt die Sprecherin. „Wir haben mit den Fahrern gesprochen, diese haben Platzverwiese erhalten.“ Nun würden verschiedene Straftaten geprüft, denkbar sei etwa Nötigung im Straßenverkehr.
Die Teilnehmer des Korsos auf der Heilbronner Straße waren mit „hochwertigen Fahrzeugen“ unterwegs, heißt es. Sie schwenkten türkische Fahnen, welche auch teilweise über den Dächern der Autos hingen.
Autokorso könnte Geldstrafe nach sich ziehen
Generell sind Straßenkorsos in Deutschland nicht verboten. Die Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ist allerdings nicht erlaubt.
Laut dem ADAC führt eine Verurteilung wegen Nötigung in der Regel zu einer Geldstrafe; meist im vierstelligen Bereich. Zusätzlich könnte ein Fahrverbot von einem oder mehreren Monaten angeordnet werden. Bei Wiederholungstätern oder in schweren Fällen droht der Entzug des Führerscheins.

Die Polizei kontrollierte 15 Fahrzeuge auf der Heilbronner Straße.
Foto: Jan Woitas/dpaZeugen und weitere Geschädigte sollen sich nach wie vor unter der Telefonnummer 0711/89903100 beim Polizeirevier Innenstadt melden.
