Umfrage auf der Königstraße
: Der Tag danach: So geht es den Stuttgartern nach der VfB-Niederlage

Wo haben die Stuttgarterinnen und Stuttgarter das DFB-Pokalfinale geschaut und wie haben sie die Niederlage verkraftet? Wir haben in der Innenstadt nachgefragt.
Von
Katrin Maier-Sohn
Stuttgart

Entsetzte Gesichter beim Public Viewing als die Bayern ein Tor schießen

Ferdinando Iannone

Am Ende sollte es nicht sein: Der VfB Stuttgart hat das Finale im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München mit 0:3 verloren. In einem intensiven Endspiel bot der VfB dem favorisierten FCB lange Paroli, musste sich am Ende jedoch der Abschlussstärke von Münchens Stürmer Harry Kane geschlagen geben. Der Engländer erzielte beim 3:0-Sieg alle drei Treffer und führte die Bayern damit zum ersten Pokalsieg seit sechs Jahren.

Wir waren am Tag nach der VfB-Niederlage auf der Stuttgarter Königstraße unterwegs und haben Passantinnen und Passanten gefragt: „Wie geht es Ihnen einen Tag nach dem Spiel?“

Edith (77) und Enkel Eduard (7) aus Stuttgart:

Edith und Enkel Eduard freuen sich, dass der VfB in der Champions League spielen wird.

Foto: LICHTGUT

„Ich bin schon sehr lange VfB-Fan“, sagt die 77-Jährige Edith aus Stuttgart. Das Spiel hat sie gemeinsam mit ihrem Enkel vor dem heimischen Fernsehgerät geschaut. Die Niederlage haben beide einen Tag nach dem Spiel gut verkraftet. „Die erste Halbzeit war super, da hat man schon ein bisschen gehofft, dass es für einen Sieg reicht aber eigentlich war es erwartbar, dass die Bayern gewinnen. Dafür freuen wir uns, dass der VfB in der Champions League spielen wird.“

Thorsten (42), Louis (9) und Nico (8) aus Neustätten:

Louis, Thorsten und Nico (von links) fieberten beim Spiel für verschiedene Vereine mit.

Foto: LICHTGUT

Bei Thorsten und seiner Familie wurde für das Pokalfinale extra der Fernseher auf die Terrasse gestellt. Dass es mit den Karten für Berlin nicht geklappt hat, findet der Familienvater im Nachhinein gut: „Ich bin heute schon ein bisschen traurig“, sagt der VfB-Fan. Louis und Nico hingegen können sich freuen. Nico ist Bayern-Fan und Louis fieberte sowohl für den VfB als auch für den FC Bayern München mit.

Bruno (23) aus Tübingen:

Keiner kann die Bayern schlagen, denkt Bruno aus Tübingen.

Foto: LICHTGUT

Dass die Bayern gewinnen, war für Bruno aus Tübingen keine Überraschung. Er schaute das Spiel alleine zuhause und achtete genau auf die spielerischen Leistungen der einzelnen Spieler. „Es war körperlich ein sehr gutes Spiel vom VfB“, analysiert der 23-Jährige. „Aber es war sehr warm und die Bayern gewinnen eigentlich immer ihre Endspiele. Sie sind einfach das Nonplusultra in der deutschen Bundesliga.“

Khan (49) aus Stuttgart:

„Mich interessiert nur das Geld“, gibt der Stuttgarter Khan zu. Er macht Sportwetten und verfolgte das Spiel in der Stuttgarter Altstadt. Sein Tipp: Zehn Euro darauf, dass es bis zur 90. Minute Unentschieden steht und dann doch noch die Bayern gewinnen. Rund 60 Euro hätte ihm dieser Spielausgang eingebracht. Durch den 3:0 Sieg für die Bayern verlor er seine zehn Euro.

Michael (72) aus Stuttgart:

Michael schaute das Pokalspiel mit Ehefrau und Freunden von zuhause aus an.

Foto: LICHTGUT

Gute Stimmung trotz der Niederlage herrscht beim langjährigen VfB-Fan Michael: „Es war ja ein gutes Spiel!“ Gemeinsam mit Freunden und seiner Ehefrau schaute er das Finale auf dem heimischen Sofa. „Der VfB hat super gespielt aber Kane ist einfach überragend“, resümiert der 72-Jährige. „Wir hätten einfach vor den Bayern ein erstes Tor schießen müssen. Dann hätte es noch was werden können.“

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