Warnstreiks in Stuttgart
: So kommen Sie trotzdem zur Arbeit

Die Warnstreiks am Montag in Stuttgart sollen wehtun. Besonders schmerzhaft wird es für Pendler, denn sie müssen sich auf Verspätungen und Umwege einstellen. Doch es gibt Alternativen.
Von
Christoph Donauer
Stuttgart
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  • In den Stuttgarter S-Bahnen wird es am Montag wegen der Streiks voll werden. Wie Sie trotzdem zur Arbeit kommen, erfahren Sie in unserer Fotostrecke. (Archivbild)

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Die Stadtbahnen im VVS-Gebiet sind von den Warnstreiks betroffen und fahren nicht. Vermutlich werden auch die SSB-Kundenzentren sowie die SSB-Telefonzentrale bestreikt.

    Lichtgut/Achim Zweygarth
  • Die SSB-Busse fahren am Montag nicht. Privatunternehmer, die im Auftrag der SSB auf deren Linien verkehren, sollen planmäßig fahren.

    Lichtgut/Achim Zweygarth
  • Die S-Bahnen fahren laut VVS planmäßig und werden nicht bestreikt. In der VVS-App und online werden automatisch nur die Fahrzeuge angezeigt, die am Montag fahren. Zu den Hauptverkehrszeiten fahren laut S-Bahn-Stuttgart alle verfügbaren S-Bahnen.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Die Regionalzüge im Raum Stuttgart fahren ebenfalls planmäßig.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Auch Nebenbahnen wie Strohgäubahn, Wieslauftalbahn und Tälesbahn werden nicht bestreikt und fahren am Montag.

    Claudia Jungeilges
  • Alternativ können Pendler auf Carsharing-Anbieter umsteigen. Autos können bei Stadtmobil, Car2Go und Flinkster gemietet werden. Die nötige Registrierung sollte man einige Tage im Voraus vornehmen.

    Peter-Michael Petsch
  • Wer es sportlich mag, kann ein Fahrrad mieten. „Call a bike“ vermietet an 45 Standorten in Stuttgart normale und Elektrofahrräder. Zuvor muss man sich im Internet oder per App registrieren. Auch bei „Rent a bike“ am Hauptbahnhof und an den Fahrradstationen in Möhringen, Vaihingen, Bad Cannstatt und Feuerbach kann man Fahrräder mieten.

    Martin Stollberg
  • Die etwas teurere Variante für Pendler ist das Taxi. Diese können unter der Nummer 0711/55-10000, per E-Mail oder per Taxi-App bestellt werden. Allerdings wird sich das Verkehrsaufkommen in Stuttgart am Streiktag erhöhen und der Taxameter läuft dann auch bei Stillstand weiter.

    Lichtgut/Leif Piechowski
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Stuttgart - Pendler müssen sich am Montag auf erhebliche Einschränkungen im Berufsverkehr einstellen. Denn die Gewerkschaft „verdi“ hat zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen.

Da auch die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) bestreikt wird, werden im gesamten VVS-Gebiet keine Stadtbahnen und SSB-Busse fahren. Busse in Verbundlandkreisen, sowie Busse von privaten Busunternehmen fahren planmäßig. Die S-Bahnen sind von den Warnstreiks allerdings nicht betroffen und sollen planmäßig fahren. „Alles was Räder hat, fährt auch“, erklärt Deutsche-Bahn-Sprecher Martin Schmolke.

Zu den Hauptverkehrszeiten rate er den Reisenden, ihre Gleitzeit zu nutzen und sich nach Möglichkeit mit Kollegen abzusprechen. Aufgrund des erhöhten Fahrgastaufkommens könnten die S-Bahnen voller als sonst sein, so Schmolke. Wer das Glück hat, in der Nähe von Nebenbahnen wie der Strohgäubahn zu arbeiten, kann sich freuen, denn diese sollen fahren. Pendler und Reisende bekommen in der VVS-App für den Streiktag nur die Verkehrsmittel angezeigt, die auch wirklich fahren, so der VVS auf seiner Internetseite.

Alternativen zu Stadtbahnen können sich lohnen

Die drei Carsharing-Anbieter in Stuttgart können eine Alternative sein. Bei Stadtmobil, Car2Go und Flinkster können sich Pendler ein Auto mieten. Die vorherige Registrierung sollte man einige Tage im Voraus vornehmen – und das Auto möglichst früh reservieren. Die Carsharing-Wagen können jedenfalls eine gute Alternative zum vergleichsweise teuren Taxi sein.

Wer gleich etwas für die persönliche Fitness tun möchte, mietet sich ein Fahrrad. Auch hier haben Stuttgarter die Qual der Wahl: „Call a bike“, „Rent a bike“ und die Fahrradstationen in Möhringen, Vaihingen, Bad Cannstatt und Feuerbach bieten Fahrräder an. Wer es entspannter mag, steigt auf ein Elektrofahrrad um. Die Preise sind deutlich günstiger als Carsharing und die Fahrt zur Arbeit ersetzt den Morgensport.

Warnstreik keine Entschuldigung für Fehlen

Ein Streik ist jedenfalls kein Grund, nicht zur Arbeit zu erscheinen, erklärt die Gewerkschaft „verdi“ auf ihrer Internetseite. Denn der Arbeitnehmer trägt das sogenannte „Wegerisiko“. Das bedeutet, dass ein Arbeitnehmer auch bei einem Streik, absehbaren Verkehrsbehinderungen oder schlechter Witterung alles in ihrer Macht stehende unternehmen muss, um zur Arbeit zu kommen.

Schafft der Arbeitnehmer es nicht pünktlich, erhält er für die entfallene Arbeitszeit keinen Lohn. Die verlorene Arbeitszeit kann dann zwar nachgearbeitet werden, allerdings darf der Chef den Arbeitnehmer nicht dazu zwingen. Allerdings kann der Chef seinen Arbeitnehmer abmahnen.

Damit es soweit nicht kommt, zeigen wir Ihnen in unserer Fotostrecke, welche Verkehrsmittel von den Warnstreiks betroffen sind und wie Sie trotzdem zur Arbeit kommen.

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