Warnstreiks beim VVS
: Die Woche beginnt mit Streik im Nahverkehr

Alle Busse und Stadtbahnen in Stuttgart und Esslingen stehen ab Montagfrüh für zwei Tage still. Alternativen sind S-Bahnen - oder das Rad.
Von
Wolfgang Schulz-Braunschmidt
Stuttgart
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Stuttgarter Zeitung

Stuttgart - Am Montag und Dienstag bleiben Busse und Stadtbahnen in Stuttgart und in Esslingen in den Depots: Die Beschäftigten der beiden Verkehrsbetriebe sind während des zweitägigen Warnstreiks zur Urabstimmung über weitere Kampfmaßnahmen aufgerufen worden.

"In Stuttgart sind alle Stadtbahnen betroffen", sagt die VVS-Sprecherin Nadine Szymanski. "Außerdem fallen wegen des Warnstreiks auch alle SSB-Linienbusse aus, die normalerweise im Stadtgebiet, zum Teil aber auch auf den Fildern, nach Sindelfingen, Fellbach, Remseck und Gerlingen fahren." Auch die Zahnradbahn und die Seilbahn zum Waldfriedhof stünden still. Linien, die im SSB-Auftrag von privaten Unternehmern bedient würden, seien nicht betroffen. "Aber alle SSB-Dienststellen und Kundenzentren bleiben geschlossen", so Szymanski. Der Arbeitskampf betrifft auch die Hop-on/Hop-off-Busse von Stuttgart-Marketing. Dafür werden am Montag und Dienstag Stadtrundfahrten angeboten, die um 13.30 Uhr am i-Punkt an der Schillerstraße starten.

Möglichst auf S-Bahnen umsteigen

Auch bei den Verkehrsbetrieben in Esslingen stehen die Räder still: Betroffen sollen die Stadtbuslinien 101, 102, 103, 105, 115 und 118 sein. Bestreikt werden auch drei Linien der END-Verkehrsbetriebe. Am Montag und Dienstag werden wohl auch keine Busse von Esslingen über Ostfildern nach Denkendorf (Linie 119), über Ostfildern und Neuhausen nach Wolfschlugen (Linie 120) sowie von Oberesslingen über Denkendorf nach Neuhausen (Linie 121) fahren. Keine Einschränkungen soll es auf der Linie 122 von Esslingen über Ostfildern zum Flughafen und auf der Linie 131 von Esslingen über Heumaden und Kemnat nach Scharnhausen geben.

Der VVS empfiehlt, möglichst auf S-Bahnen und Nahverkehrszüge umzusteigen, die alle nicht vom Streik betroffen sind. Auch die Busse privater Verkehrsunternehmen seien in den Landkreisen wie gewohnt unterwegs. In der Fahrplanauskunft des VVS werden an beiden Streiktagen alle Verbindungen ohne die bestreikten Linien angezeigt.

Für manche Fahrgäste könnte auch das Fahrrad eine gute Alternative sein, so die VVS-Sprecherin. Die radlergerechte Route zum Arbeitsplatz könne man sich im Internet vom VVS-Radroutenplaner mit wenigen Mausklicks berechnen lassen. "Aber am Montag und Dienstag bitte nicht mit dem Fahrrad in die S-Bahn steigen", sagt Nadine Szymanski, "die S-Bahn-Züge werden an den beiden Streiktagen sehr voll sein." Für weitere Auskünfte- auch während des Streiks - stehen die Mitarbeiter des VVS-Callcenters von 8 bis 17.30 Uhr unter der Telefonnummer 0711/19449 zur Verfügung.

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