Was Bewohner lieben
: Sechs Stuttgarterinnen und Stuttgarter sagen: Hier läuft es gut!

Was läuft gut in dieser Stadt? Das hat unsere Redaktion gefragt und bekam etliche Rückmeldungen. Mehrere Stuttgart-Liebhaber haben wir getroffen. Was erzählen sie?
Von
Julia Bosch
Stuttgart
Auftakt des Sommer-Festivals Stuttgart am Meer im Stadtpalais

Stuttgart ist mehr als Baustellen und Haushaltsloch. Die Stadt hat viele schöne Ecken. Hier sieht man das Stadtpalais, vor dem diesen Sommer ein riesengroßes Planschbecken aufgebaut war.

Lichtgut / Ferdinando Iannone
  • Sechs Stuttgarterinnen und Stuttgarter nennen, was in Stuttgart gut läuft.
  • Viele loben Grünflächen, Kultur und Vielfalt der Nachbarschaften.
  • ÖPNV gilt als verlässlich, pünktlich und sauber – das Netz erreicht fast alle Ecken.
  • Kinder feiern die AWS-Fahrzeuge, Kritik der Erwachsenen blendet ihre Begeisterung nicht.
  • Ehrenamt und Zusammenarbeit mit der Stadt schaffen Treffpunkte wie den erneuerten Spielplatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Stadt fehlen Millionen Euro, fast alle großen Firmen bauen Stellen ab, der Bahnhof wird erst 2031 fertig: In Stuttgart gibt es viel zu meckern. Und ja, freilich gibt es etliche Dinge, die in Stuttgart zu lange dauern, für die es an Geld fehlt, die hässlich sind. Doch das ist nur ein Teil der Wirklichkeit. Wir haben Leserinnen und Leser gefragt: „Was läuft gut in Stuttgart?“ Und die vielen positiven Antworten zeigen, dass nicht alles mies ist. Mehrere Menschen haben wir getroffen, um deren positiven Blick auf die Landeshauptstadt zu erfahren. Hier eine Übersicht.

Stuttgart-Liebhaberin seit 82 Jahren

Seit 82 Jahren lebt Renate Kornau in Stuttgart. Die Frau, die in Stuttgart aufgewachsen und nie anderswo gelebt hat, ist ein bewundernswert positiver Mensch – wenngleich sie es nicht immer leicht hatte. Und so schaut sie auch auf diese Stadt: Obwohl nicht alles perfekt sei, „genieße ich Stuttgart mit seinen grünen Oasen“, schwärmt sie. Sie liebt etwa den Schlossplatz, die Kultur, das viele Grün. Den Artikel über Renate Kornau und ihre Stuttgart-Liebe lesen Sie hier.

Vielfältige, hilfreiche Nachbarschaft in Gaisburg

Daniela Steinhoff lebt mit ihrer Frau in Stuttgart-Gaisburg. So eine unterschiedliche, respektvolle, hilfsbereite Nachbarschaft hatten sie noch nie, schwärmt sie. „Alle lassen sich so, wie sie sind.“ Diese Vielfalt und Toleranz sei besonders an Stuttgart, findet die 60-Jährige, die gebürtig aus Offenburg stammt und vor 25 Jahren nach Stuttgart zog. Den Artikel über das schöne Miteinander in S-Ost finden Sie hier.

Lob für Bus und Bahn in Stuttgart

Der 75-jährige Uwe Frerichs verzichtet gerne aufs eigene Auto. Zu gut ist das Angebot im öffentlichen Nahverkehr. „Verlässlich, pünktlich und sauber“ – das sei nicht in jeder Stadt so. Denn nicht nur die Innenstadt sei einfach und bequem erreichbar, sondern durch das weit verzweigte Streckennetz nahezu alle Ecken von Stuttgart. Laut SSB umfasst dies eine Länge von 845 Kilometern. „Das ist in anderen Städten bei weitem nicht der Fall“, betont Frerichs. Sein Lob auf den ÖPNV in Stuttgart lesen Sie hier.

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Für Kinder sind die AWS-Mitarbeiter echte Helden

Aus der Perspektive vieler Kindergartenkinder sind die Mitarbeitenden der Stuttgarter Abfallwirtschaft echte Helden. Die Fahrzeuge der Abfallwirtschaftsbetriebe üben auf Kinder eine ganz besondere Faszination aus. Die Klagen der Erwachsenen über nicht abgeholte Mülltonnen und liegengebliebene Gelbe Säcke haben in ihrer Wahrnehmung keine Bedeutung. Die Kinder sind begeistert. Ohne Wenn und Aber. Für sie läuft's gut in Stuttgart. Den Artikel über die AWS-begeisterten Kinder lesen Sie hier.

Ehrenamtliche fangen in Weilimdorf viel auf

Weilimdorf gilt in Teilen als Problemviertel – doch Ehrenamtliche wie Ulrike Krawczyk zeigen, dass der Stadtbezirk viel Gutes zu bieten hat. Die 73-Jährige wurde in Cannstatt geboren und lebt seit inzwischen 45 Jahren in Weilimdorf. „Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamtliche können so viel auffangen. Und gerade in Weilimdorf tun sie das auch“, sagt Ulrike Krawczyk. Das sei für sie auch das Beste an Stuttgart: die vielen Ehrenamtlichen, die in zahlreichen Bereichen das Leben besser und einfacher machten. Den Artikel finden Sie hier.

Spielplatz in Mühlhausen gemeinsam erneuert

Wenn engagierte Eltern und Bürger mit der Stadt Stuttgart Hand in Hand arbeiten, können neue Orte für Kinder entstehen, wie etwa in Mühlhausen. Das gefällt unserem Leser Arno Kambeck so gut, dass er uns dazu schrieb. Der Spielplatz im Schlosspark, den es schon seit den 60er Jahren gibt, wurde rundum erneuert. Für Kambeck ein Beispiel für die Kinderfreundlichkeit der Stadt. Über den sogenannten Bürgerhaushalt brachte der Bürgerverein Mühlhausen das Thema 2022 aufs Tableau des Bezirks- und Gemeinderates. Beide Gremien unterstützten das Projekt.

800.000 Euro ließ sich die Stadt die Rundumerneuerung kosten. Der Spielplatz Palmsches Schloss ist also ein Musterbeispiel dafür, wie gut Demokratie funktionieren kann, wenn Menschen sich zusammentun, Gehör verschaffen können und bekommen. Den Text lesen Sie hier.