Wetter und Klima in Stuttgart: Hitze im Kessel – und das seit Tagen

Die Hitze in Stuttgart hält an – und das seit Tagen. Da verkriechen sich die meisten lieber in den Schatten.
dpa/Bernd WeißbrodNach wenigen kühleren Tagen und etwas Regen ist seit einigen Tagen die Hitze nach Stuttgart zurückgekehrt. Und das soll laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch erst einmal so bleiben. Am Freitag werden die Temperaturen voraussichtlich den dritten Tag in Folge über 30 Grad klettern. Ein Blick auf Daten unserer „Klimazentrale“ zeigt: Selbst für Ende August ist das ungewöhnlich heiß, in der Vergangenheit waren solche Temperaturen nicht die Regel.
In den Jahren 1991 bis 2020, in denen die Auswirkungen des Klimawandels bereits stärker zu spüren waren, wurde es an denselben Tagen im August im Schnitt höchstens 22 bis 23 Grad warm – also circa 8 bis 10 Grad weniger als derzeit.
Meistens lagen die Höchsttemperaturen in diesen Jahren zwischen 18 und 25 Grad. Das heißt: An vier von sieben Tagen der letzten Woche war es ungewöhnlich heiß – die Temperatur lag über diesem Normalbereich. Vergleicht man die vergangene Woche mit der Zeit, in der die Eltern- und Großelterngeneration noch jung war, sind die Unterschiede noch eklatanter. Im Vergleich mit den Jahren 1961 bis 1990 lagen sechs von sieben Tagen über dem Normalbereich.
Temperaturrekord am Donnerstag
Der Donnerstag war mit einem Höchstwert von 31,8 Grad zudem der heißeste 29. August, der jemals an der Wetterstation am Schnarrenberg gemessen wurde. Auffällig ist, dass auch der zweit- und drittheißeste 29. August aus den Jahren nach 2010 stammen. 2015 kletterten die Temperaturen auf 31,4 Grad und 2018 auf 30,1 Grad.
Die Erhitzung des hiesigen Klimas passiert allmählich und wird immer wieder von Wetterschwankungen überlagert. Doch insgesamt hat die Zahl der Hitzetage seit den 50er-Jahren klar zugenommen. Auch am Wochenende können die Temperaturen laut DWD noch einmal die 30-Grad-Marke überschreiten.