Zukunftsfestival in Stuttgart
: „Viel geiler als letztes Jahr“ – Futuromundo zieht positive Bilanz

Die zweite Auflage war ein Erfolg, die dritte ist schon in Arbeit: Die Futuromundo-Organisatoren wollen den Stadtfestcharakter weiter stärken.
Von
Torsten Ströbele
Stuttgart
Los gehts

Am Freitag ging es bei Futuromundo ins Haus der Wirtschaft.

Max Kullmann
  • Futuromundo bilanziert positiv, die dritte Auflage ist bereits in Arbeit.
  • Cyberländ-Konferenz im Haus der Wirtschaft: Fokus auf immersive Technologien und KI.
  • Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut fordert weniger EU-Hürden und mehr Risikokapital.
  • Schwarz plädiert dafür, Start- und Scaleups ins Zentrum der Wirtschaftspolitik zu rücken.
  • Schülerprogramm „Start-up BW Young Talents“: Sieg fürs Johannes-Kepler-Gymnasium mit „Cover Curtain“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Tag zwei bei Futuromundo. Idee für morgen, heute verwirklicht: Dieser Leispruch gehört zum Projekt Cyberländ, mit dem sich Baden-Württemberg für die Zukunft fit machen möchte. Ziel ist es, das Land als Leitregion für immersive Technologien, digitale Zwillinge und KI-basierte Wissenssysteme zu etablieren. Doch wie soll das funktionieren?

Am Freitag fand eine Cyberländ-Konferenz im Rahmen des Zukunftsfestivals Futuromundo im Haus der Wirtschaft statt. Mit von der Partie war die Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, Nicole Hoffmeister-Kraut. Ihr Wunsch: mehr Innovationen in Baden-Württemberg und Europa. „Dazu wäre es gut, wenn die EU uns einfach mal machen lassen würde“, sagte die Ministerin. Man könne ja  Prozesse begleiten und später auch regulieren, aber erst wenn gewisse Erfahrungen gesammelt wurden. „Es gibt viele Richtlinien, die begründbar sind, aber sie hemmen die Innovationen, die bei uns stattfinden könnten. Wir müssen mehr zulassen, mehr ermöglichen, um nach vorne zu gehen.“

  • Franz Pregler (Creative Mind Lab, Teacher Musician, Ai-Trainer)

    Franz Pregler (Creative Mind Lab, Teacher Musician, Ai-Trainer)

    Max Kullmann
  • Bei den Ground Breakers

    Bei den Ground Breakers

    Max Kullmann
  • Bus

    Dieser Bus machte auch Station.

    Max Kullmann
  • Thomas Schmidt (Helliwood media & education)

    Thomas Schmidt (Helliwood media & education)

    Max Kullmann
  • Leonard und Gordon Sommer

    Leonard (l.) und Gordon Sommer, zwei Brüder auf einer Mission

    Max Kullmann
  • Die Gewinner des Pitches vom Johannes-Kepler-Gymnasium Weil der Stadt mit ihrem Cover Curtain

    Die Gewinner des Pitches Start-up BW Young Talents vom Johannes-Kepler-Gymnasium Weil der Stadt mit ihrem Cover Curtain. In der Mitte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut

    Max Kullmann
  • Kai-Erik Ströbel sorgt für Getränkenachschub

    Futuromundo-Mitgründer Kai-Erik Ströbel (r.) sorgt für Getränkenachschub.

    Max Kullmann
  • The Länd war vertreten

    The Länd war vertreten.

    Max Kullmann
  • Futuromundo 2026: Kongress Futuromundo 2026 im Haus der Wirtschaft.

    Interview mit Leonard Sommer

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Futuromundo 2026: Kongress Futuromundo 2026 im Haus der Wirtschaft.

    Futuromundo im Haus der Wirtschaft

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Futuromundo 2026: Kongress Futuromundo 2026 im Haus der Wirtschaft.

    Futuromundo im Haus der Wirtschaft

    Lichtgut/Leif Piechowski
  • Cool

    The Länd mal anders

    Max Kullmann
  • Die Zukunft

    Die Zukunft

    Max Kullmann
  • Clemens Lindner(Senior Designer and AI Researcher, ZAHA HADID ARCHITECTS)

    Clemens Lindner von Zaha Hadid Architects

    Max Kullmann
  • Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und Andreas Schwarz, Kabinettschef von Startup-EU-Kommissarin Ekaterine Zaharieva

    Andreas Schwarz, Kabinettschef von Startup-EU-Kommissarin Ekaterine Zaharieva, mit Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (von rechts)

    Max Kullmann
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Andreas Schwarz, Kabinettschef von Startup-EU-Kommissarin Ekaterine Zaharieva, war auch bei der Cyberländ zu Gast. Sein Wunsch: Start- und Scaleups ins Zentrum der Wirtschaftspolitik zu stellen. Deutschland hinke aktuell hinterher. Dabei habe vor allem auch Baden-Württemberg die besten Voraussetzungen. „Wir haben die klügsten Köpfe, beste Forschung, immer noch öffentliches Geld und eine funktionierende Industrie“, sagte Schwarz. „Eigentlich sind das die vier Zutaten, die man braucht. Nun müssen wir mit Entschlossenheit aus dem Land der Tüftler wieder das Land der Gründer machen.“

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut möchte den Gründergeist in die Schulen bringen, damit sich mehr junge Menschen trauen - zum Beispiel mit dem Programm „Start-up BW Young Talents“. Die Teilnehmenden entwickeln in einem eintägigen Workshop innovative Geschäftsideen, die sie am Ende des Tages vor einer Jury pitchen. Am Freitag fan das Landesfinale im Rahmen von Futuromundo statt. Am Ende gewann das Johannes-Kepler-Gymnasium aus Weil der Stadt mit seinem Cover Curtain, dem Vorhang, der von außen nicht einsehbar ist. 500 Euro Siegprämie gab es. Damit wird das Schülerteam nicht weit kommen, wenn die Idee weiterverfolgt werden soll.

Zu wenig Geld für Gründerinnen und Gründer? Das kennt auch die Ministerin: „Wir brauchen mehr Risiko- und Wachstumskapital und somit mehr Unternehmen, die Startups unterstützen. Ich weiß, dass wir auf steuerlicher Ebene auch noch Hausaugaben machen müssen.“

Organisatoren haben aus den letzten beiden Jahren gelernt

Die Futuromundo-Macher sind auf jeden Fall vorbereitet - auch schon fürs nächste Jahr. Am Donnerstag bestätigten ja schon Kai-Erik Ströbel und Leonard Sommer, dass es im nächsten Jahr eine neue Auflage der Veranstaltung geben wird. Noch etwas vom Schlafmangel und der massiven Sonneneinstrahlung vom Vortrag gebeutelt, betont auch der nächste Futuromundo-Veranstalter, Moritz Zimmer, dass die dritte Auflage im Jahr 2027 über die Bühne gehen wird. „Wir haben aus den beiden Vorjahren viel gelernt, was die Leute wollen. Unser Weg geht weiter, für die Menschen, für die Stadt und für Futuromundo“, sagt Zimmer. Insgesamt zählten die Veranstalter für Donnerstag und Freitag rund 3000 Besucher auf den Konferenzen und 2000 Gäste auf dem Festival auf dem Berliner Platz.

Auch der 21-jährige Henry Deuster sieht die Entwicklung der Veranstaltung positiv. „Es ist viel geiler als letztes Jahr“, betont er. Vor allem die vielen Startups, die Bildungsthemen und das Tanzfestival am Donnerstagabend haben ihn beeindruckt. Ob das noch steigerungsfähig ist? Auf jeden Fall, sind sich die Organisatoren sicher. Zu viel möchten sie noch nicht verraten, aber man werde weitere Formate schaffen, die Futuromundo zu einem Stadtfestival machen. „Wir wissen immer besser, wie wir das hinbekommen“, betont Zimmer. Dass es geklappt hat, am Donnerstag ein Open-Air auf dem Berliner Platz durchzuführen, sei toll gewesen. „Mich haben schon gestern Leute angesprochen, die eine Petition starten wollen, damit die Veranstaltung einmal im Monat stattfinden kann“, sagt Zimmer. Aber das sei aktuell kein Thema. In etwa drei Monaten wolle man mehr über das Konzept für Futuromundo 2027 erzählen. Nun brauchen die Sommer-Brüder, Kai-Erik Ströbel und Moritz Zimer erst einmal ein paar Tage Pause. Das haben sie sich redlich verdient.

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