15 Vermisste: Sturzflut im Grand Canyon – was ist passiert?

Zerstörte Steinbrücke im Grand Canyon National Park.
J.THOMPSON/afp- Sturzflut im Grand Canyon: Etwa 15 Menschen gelten seit Samstag als vermisst.
- Ort des Ereignisses war der Bright Angel Canyon bei der Unterkunft Phantom Ranch.
- 62 Menschen wurden bis Sonntagmorgen in Sicherheit gebracht – keine Verletzten gemeldet.
- Fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek sind zerstört, Wege teils gesperrt.
- NPS warnt vor weiteren Gewittern und möglichem Steinschlag bis zum Montag.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach einer Sturzflut im berühmten Grand Canyon im Westen der USA sind am Sonntag etwa 15 Menschen vermisst worden. Zunächst war noch von 20 die Rede gewesen. Wie der Nationalpark mitteilte, ereignete sich die plötzliche Flut am Samstag am Bright Angel Canyon im Gebiet der Unterkunft Phantom Ranch. Gemeinsam mit den Behörden des Bundesstaates Arizona werde versucht, Menschen in Sicherheit zu bringen und alle von der Flut Betroffenen zu erfassen. Der National Park Service (NPS) bat auf seiner Homepage um Informationen zu etwa 15 Menschen, von denen es seit der Sturzflut kein Lebenszeichen mehr gegeben habe.
Die Sturzflut ereignete sich in dem jährlich von mehreren Millionen Touristen besuchten Nationalpark am Samstag um 14.30 Uhr (Ortszeit). Die Leiche eines 46-Jährigen sei am Sonntagabend am Colorado River, unweit von Crystal Rapids geborgen worden, teilte der NPS auf X mit. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht veröffentlicht. Die Suche nach Vermissten dauert an.
Bis zum Sonntagmorgen seien 62 Menschen von der Phantom Ranch und dem unteren North Kaibab Trail gerettet worden, hieß es zudem. Weitere Evakuierungen seien geplant. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Die von der Sturzflut betroffenen Teile des Parks bleiben laut Mitteilung bis auf Weiteres geschlossen.
Von Wanderern aufgenommene Videoaufnahmen zeigen einen Strom schlammigen Wassers, der an einem Wanderweg vorbeischießt, sowie Baumstämme und andere Trümmer, die durch angeschwollene Flüsse treiben. Die Flut habe „erhebliche Auswirkungen auf die Infrastruktur im gesamten Bright Angel Canyon“ gehabt, teilte der Nationalpark mit. Fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek seien zerstört worden, sodass Wanderer den Bach nicht mehr überqueren könnten. Einige Übernachtungsunterkünfte und andere Einrichtungen sind derzeit nicht nutzbar.
Beeinträchtigte Infrastruktur rund um den Grand Canyon
- Bright Angel Camping
- Xanterra-Hotel inklusive Phantom Ranch
- Phantom Ranch Canteen und andere Unterkünfte
- Ganzer North Kaibab Trail vom North Kaibab Trailhead bis zur Phantom Ranch
- Black Bridge und Silver Bridge über den Colorado River
Die Überschwemmung habe auch eine wichtige Wasserleitung beschädigt, was zu Einschränkungen bei der Wasserversorgung führe, teilte der Park weiter mit. Der NPS warnte, bis zum Montag seien weitere Gewitter und starke Regenfälle möglich, die womöglich „weitere Sturzfluten“ oder auch Steinschlag auf den Wanderwegen auslösen könnten.