Deutsche Meisterschaft im Armwrestling: Armwrestling: Wer hat die stärksten Arme?

Armwrestling ist die in reglementierte, sportliche Bahnen gelenkte Form des klassischen Armdrückens (Symbolbild).
Imago/Pond5 ImagesArmdrücken kennt jeder, der schon auf einem Volksfest oder auf einer Kirmes war. Man setzt sich an einen Tisch, greift die Hand seines Kontrahenten und drückt, was das Zeug hält. Wer zuerst den Arm des Gegners auf die Tischplatte hämmert, hat gewonnen.
Armwrestling ist die in reglementierte, sportliche Bahnen gelenkte Form des klassischen Armdrückens.

Szene aus dem Hollywood-Film „Over the Top“ aus dem Jahr 1987 mit Sylvester Stallone (links) als Lincoln Hawk und Rick Zumwalt (rechts) als Bob Bull Hurley.
Foto: Imago/Everett CollectionGewichtsklassen bei den Deutschen Meisterschaften
Am 23. und 24. März findet in Nürnberg die 35. Deutsche Meisterschaft im Armwrestling statt. Die Gewichtsklassen sind:
„Over the Top“ war der Startschuss
Seit dem amerikanischen Actionfilm „Over the Top“ aus dem Jahr 1987, in dem Actionfilm-Ikone Sylvester Stallone („Rocky“, „Rambo“) die Hauptrolle spielt, ist Armwrestling (englisch für Armdrücken, wörtlich Armringen) – die professionelle Form dieses Kraftsports – aus den USA auch nach Deutschland übergeschwappt. Die hiesige Armwrestler-Szene ist allerdings mit einigen hundert Aktiven überschaubar.

Wissen ist Macht, Technik entscheidet: Das sind beim Armwrestling die beiden wichtigsten Maximen (Symbolbild).
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Muskelpakete haben nicht automatisch die besseren Karten. Es geht um Schnelligkeit, taktisches Geschick und Körperbeherrschung (Symbolbild).
Foto: Imago/Pond5 ImagesAuf der Homepage der deutschen Armwrestling-Vereine armwrestling. de heißt es zur Gründung des Bizeps-Sport im Jahr 1986: „ Der Hollywood-Streifen ‚Over the Top‘ mit Sylvester Stallone hatte maßgeblichen Anteil an der Etablierung dieses Sportes in Deutschland, da die amerikanischen Filmemacher in Zusammenarbeit mit der AAA (American Association of Armwrestling) in Las Vegas eine Weltmeisterschaft der Superlative auf die Beine stellten.“
Armwrestling All over the World
Auch in Afrika ist Armwrestling inzwischen sehr populär. Am 15. März fanden im Rahmen der „13th African Games“ in Accra, der Hauptstadt von Ghana, die afrikanischen Meisterschaften statt.
Vier Vereine in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg existieren vier Vereine: in Freiburg, Ispringen, Rottenburg und Güglingen. Bei den 34. Deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr in Güglingen gewann Eric Hoppe von den Baden Bisons in Ispringen vor seinem Teamkollegen Fabian Fuchs mit dem linken Arm in der Kategorie „Disabled offen“ den Titel.
Die deutschen Armwrestler drücken auch bei Euro- und Weltmeisterschaften immer ganz oben mit.

Buster Crabbe (li.) und Johnny Weissmüller („Tarzan“) beim Armdrücken am Filmset 1946.
Foto: Imago/Everett CollectionMucki-Sport für starke Männer
Armdrücken stammt ursprünglich aus der Spieltradition der Holzfäller. Getreu ihrem Ruf als starke Männer, entwickelten die Profi-Hacker eine Reihe von Spielen, bei denen sie untereinander, aber auch bei öffentlichen Festen, eine Rangfolge der Stärksten untereinander auskämpften. Dazu gehörte neben dem Fingerhakeln auch das Armdrücken.
Auf armwrestling. de, der Webseite des Deutschen Armwrestling-Verbands, heißt es zur Herkunft des Mucki-Kraftsports: „Im Prinzip ist Armwrestling die in reglementierte, sportliche Bahnen gelenkte Form des ‚klassischen Armdrückens‘. Das Wettkampf-Ambiente unterscheidet sich jedoch erheblich von dem, was sich bei Dämmerlicht an biergetränkten Tischen in einschlägigen Lokalitäten abspielt.“
Crashkurs im Armwrestling in 7 Schritten
Ausschlaggebend beim Armwrestling ist nicht allein die Kraft der Kontrahenten, sondern vor allem die Technik. Hier ein Armwrestling-Crashkurs in 7 Schritten:
1. Dynamik

Fred Coby (li.) und Elvis Presley (r.) in dem Musikfilm „Jailhouse Rock“ (1957)
Foto: Imago/Everett Collection2. Fuß und Daumen

Richard Widmark (li.) und Frederic Forrest in „When the legends die“ (1972).
Foto: Imago/Everett Collection3. Immer nah am Tisch

„Breaker! Breaker!“: John Di Fusco (li.) kämpft gegen Chuck Norris (re.) im Jahr 1977.
Foto: Image/Everett Collection4. Nah am Körper

Burt Lancaster (Mitte) und Dewey Robinson (li.) in einer Filmszene 1951 beim Armdrücken.
Foto: Imago/Everett Collection5. Gegner in die Ecke ziehen

Anthony Quinn (li.) und Gregory Peck(re.) duellieren sich ihren Armen im Film „The world in his arms“ (1952).
Foto: Imago/Everett Collection6. Technik ist (fast) alles

„My name is Earl“ mit Tamala Jones (li.), Jason Lee(Mitt) und D. J. Qualls (re.) (Season 2, 2007).
Foto: Imago/Everett Collection7. Fertigmachen
