Norwegen: Ärger auf AIDA-Kreuzfahrtschiff – was ist passiert?

Die „Aidanova“ ist 337 Meter lang und kann mehr als 6600 Passagiere fassen.
Axel Heimken/dpa-tmn/dpaWer eine Kreuzfahrt bucht, freut sich auf Abwechslung, malerische Fjorde und perfekt durchgetaktete Landausflüge. Doch für die Passagiere an Bord der AIDAnova lief vor Kurzem nicht alles nach Plan: Technische Probleme sorgten für Frust, aber auch für eine Extraportion Zeit in einer der schönsten Städte Norwegens. Auf der planmäßigen Norwegen-Kreuzfahrt von Kiel über Bergen und Flam traten an Bord der AIDAnova Probleme mit den sogenannten Azipods auf. Dabei handelt es sich um die drehbaren Gondelantriebe unter dem Schiff, die essenziell für das Manövrieren und die Fahrtgeschwindigkeit sind.
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Sicherheit geht auf See natürlich immer vor. Statt wie geplant direkt weiterzureisen, musste das Kussmundschiff deshalb deutlich länger im Hafen von Bergen liegen bleiben, um die technischen Probleme genauer zu überprüfen und zu beheben.

Kreuzfahrtschiff „AIDAnova“ 2025 in Kiel.
Steinke/Port of Kiel/dpaAIDAnova ändert Route
Für die Urlauber bedeutete der technische Zwischenfall ein lachendes und ein weinendes Auge. Der malerische Ort Flam, bekannt für seine weltberühmte Flamsbana-Eisenbahn, musste komplett gestrichen werden. Im Gegenzug gab es ein ungeplantes „Overnight“ (eine Übernachtung im Hafen) in Bergen.
- Ursprünglicher Plan: Kiel -> Seetag -> Bergen -> Flam -> Alesund -> Stavanger
- Tatsächlicher Verlauf: Kiel -> Seetag -> Bergen -> Bergen (Verlängerung) -> Alesund -> Stavanger
Wie ging es für die AIDAnova weiter?
Glücklicherweise konnten die Techniker das Problem so weit in den Griff bekommen, dass das Schiff am Folgetag Kurs auf Alesund nehmen konnte. Von dort aus wurde die Reise wie geplant fortgesetzt.
Auch wenn der Ausfall von Flam für viele Naturbegeisterte schade war: Bergen bietet mit dem historischen Viertel Bryggen, dem Fischmarkt und dem Hausberg Floyen mehr als genug Highlights, um zwei Tage lang ohne Langeweile zu verbringen. Und eine Prise Abenteuer gehört bei einer echten Seereise schließlich irgendwie dazu.
Sichere Rückkehr der AIDAnova in den Hamburger Hafen
Schon im Januar 2026 hatte übrigens das Sturmtief mit dem Namen „Elli“ die AIDAnova zu einer drastischen Routenänderung gezwungen. Wegen eines schweren Schneesturms über der Nordsee musste das Kreuzfahrtschiff seinen geplanten Halt in Southampton (Großbritannien) streichen. Um der Sturmfront zu entgehen und eine drohende Sperrung der Elbe zu vermeiden, brach der Kapitän die Reise ab und kehrte vorzeitig in den sicheren Hamburger Hafen zurück