Anschlag bei Jänschwalde
: Attacke mit „selbstgebauten Flugkörpern“ - Infos im Liveticker

LiveDas Umspannwerk Preilack in Spree-Neiße ist mit Sprengstoff angegriffen worden. Ein Sprecher von Kraftwerksbetreiber Leag spricht von einem Anschlag.
Von
Bernd Töpfer,
Jan Siegel,
Steven Wiesner
Preilack/Jänschwalde
Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden: 01.09.2026, Brandenburg, Turnow-Preilack: Polizeieinsatzkräfte sperren die Straße zum Umspannwerk ab. Heute wurden am Umspannwerk unkonventionelle Sprengvorrichtungen gefunden. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sprengvorrichtung in der Nähe vom Kraftwerk Jänschwalde gefunden: In Turnow-Preilack sperren Polizeieinsatzkräfte am Dienstag die Straße zum Umspannwerk ab. Hier haben unkonventionelle Sprengvorrichtungen das Land Brandenburg in Alarmbereitschaft versetzt.

Frank Hammerschmidt/dpa

Ein Angriff auf das Umspannwerk Preilack (Spree-Neiße) sorgt für Ermittlungen der Polizei. „Bislang unbekannte Täter haben am Dienstagmorgen (1. September 2026) eine Sachbeschädigung an mehreren Leitungen im Übertragungsnetz von 50Hertz begangen“, hatte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Potsdam bestätigt.

Aktuelle Informationen rund um den Anschlag erhalten Sie in unserem Liveticker.

Minister und Medienvertreter sind vor Ort

Inzwischen sind zahlreiche Medienvertreter am Ort des Geschehens eingetroffen. Innenminister Jan Redmann (CDU) und Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) von der Landesregierung Brandenburg sind mittlerweile ebenfalls dort. Sie wollen sich ein Bild von der Lage machen und gegen 17 Uhr ein Statement abgeben.

Anschlag auf Umspannwerk Preilack bei Jänschwalde: Medienvertreter sind vor Ort eingetroffen. Innenminister Jan Redmann (CDU) und Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) wollen demnächst ein Statement abgeben.

Anschlag auf Umspannwerk Preilack bei Jänschwalde: Medienvertreter sind vor Ort eingetroffen. Innenminister Jan Redmann (CDU) und Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) wollen demnächst ein Statement abgeben.

Bernd Töpfer

Woidke verurteilt "Anschlagsversuch"

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat inzwischen Stellung genommen und den „Anschlagsversuch“ gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) verurteilt. „Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen.“ Die Einsatzkräfte vor Ort sowie die Beschäftigten von Umspannwerk und Kraftwerk hätten durch „ihr rasches und besonnenes Handeln Schlimmeres verhindert“, sodass keine Menschen zu Schaden gekommen seien.

Fahrt auf L50-Umleitung führt zum Teil über Sandwege

Ein LR-Reporter, der sich auf den Weg zum Umspannwerk gemacht hat, ist ebenfalls von der Sperrung der L50 betroffen. Er fährt teilweise über Sandwege und kleine asphaltierte Landwirtschaftswege. Von ihm wird die Fahrt als abenteuerlich beschrieben.

Nicht jeder Verkehrsteilnehmer ist im Bilde. Ein Anwohner aus Tauer, der gerade aus Lübbenau kommt, hat zunächst nichts mitbekommen und berichtet unserem Kollegen, erst aus dem Radio von dem Anschlag erfahren zu haben.

Anschlag auf Umspannwerk Preilack bei Jänschwalde: Die L50 ist gesperrt. Die Umfahrung beschreibt unser Reporter vor Ort als abenteuerlich.

Anschlag auf Umspannwerk Preilack bei Jänschwalde: Die L50 ist gesperrt. Die Umfahrung beschreibt unser Reporter vor Ort als abenteuerlich.

Bernd Töpfer

Auswirkungen auf den Linienverkehr

Die Buslinie 877 (Guben-Cottbus)
Die Linie 877 von Spree-Neiße-Cottbusverkehr kann die Ortschaft Peitz derzeit nur teilweise bedienen.

📍 Preilack: wird aktuell nicht angefahren
📍 Tauer: Bedienung ausschließlich über die Haltestelle „Tauer Ost“