Bahn-Panne: ICE-Lokführer verpasst Halt und rauscht an Fulda vorbei

Die Fahrgäste, die in Fulda aussteigen wollten, mussten mit dem Regionalzug an ihr Ziel gelangen.
Michael Matthey/dpa- ICE 596 verpasste den Halt in Fulda und stoppte erst im 18 Kilometer entfernten Hünfeld.
- Eine Schaffnerin erklärte per Durchsage, sie habe den Lokführer nicht rechtzeitig informieren können.
- Fahrgäste nach Fulda stiegen in Hünfeld aus und fuhren mit einem Regionalzug zurück.
- Der Zug startete in Frankfurt verspätet, da er überfüllt war und Fahrgäste verteilt werden mussten.
- In Hünfeld blieben die Türen der 1. Klasse geschlossen, weil der Fernzug zu lang für den Bahnsteig war.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Lokführer eines voll besetzten ICE hat auf dem Weg von Frankfurt/Main nach Berlin den Stopp in Fulda verpasst. Eine Schaffnerin habe durchgesagt, dass sie es nicht mehr rechtzeitig geschafft habe, den Lokführer zu informieren, dass er hätte halten müssen, berichtete eine dpa-Reporterin, die in dem Zug unterwegs war.
Fahrgäste mussten mit Regionalbahn zurück
Stattdessen hielt der ICE 596 dann in Hünfeld, einer etwa 18 Kilometer entfernten Kleinstadt in Osthessen. Alle Fahrgäste, die nach Fulda wollten, mussten am Sonntagnachmittag dort aussteigen und mit einem Regionalzug zurückfahren. Weil der Fernzug für den Bahnsteig dort zu lang war, wurden die Türen der Wagen der 1. Klasse in Hünfeld nicht geöffnet.
Der Zug sollte planmäßig 16.15 Uhr in Frankfurt starten – und dann über Fulda, Eisenach, Erfurt, Leipzig und Wittenberg nach Berlin fahren. Er startet in Frankfurt allerdings später, weil mehrere Wagen überfüllt waren und das Zugpersonal die Fahrgäste aufforderte, sich in den vorderen Wagen zu verteilen. Erst mit rund 15 Minuten Verspätung ging es dann los.

Die Bundesregierung will mithilfe eines Plans die Deutsche Bahn stärker kontrollieren. Endlich. Ist das die Wende auf der Schiene?