Brände in Spanien und Frankreich
: 300.000 Menschen evakuiert! Erschreckende Bilder von der Feuerfront

Waldbrände wüten weiter in Frankreich und Spanien. Hunderttausende Menschen mussten fliehen, während die Einsatzkräfte gegen die Feuerfront kämpfen. Bilder der verheerenden Brände gehen um die Welt.
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libo/afp
Bordeaux
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Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, San Martín de Valdeiglesias: Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand. Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus.

Manu Fernandez/AP/dpa
  • Verheerende Waldbrände in Frankreich und Spanien: über 300.000 Menschen evakuiert.
  • In Frankreich breiten sich Feuer Richtung Bordeaux aus, Lage bleibt „sehr ungünstig“.
  • Rund 250.000 Evakuierte in Frankreich, vor allem in der Gironde – 42.000 Hektar verbrannt.
  • Spanien ruft in Regionen um Madrid und Ávila den Notstand aus, 77.000 Hektar betroffen.
  • Ávila meldet 50.000 Hektar verbrannt, Löschflugzeuge aus Italien und Portugal helfen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Tausende Einsatzkräfte kämpften am Wochenende in Frankreich und Spanien weiter gegen die verheerenden Waldbrände. Mehr als 300.000 Menschen mussten bislang ihre Häuser verlassen. Der Sprecher des französischen Feuerwehrverbandes FNSPF, Eric Brocardi, bezeichnete die Lage gegenüber der Nachrichtenagentur AFP als „David-gegen-Goliath-Szenario“, während Spaniens Katastrophenschutzchefin Virginia Barcones von einem Feuer-„Monster“ sprach.

Besonders dramatisch ist die Situation im Südwesten Frankreichs. Dort breiteten sich die Flammen nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez unkontrolliert in Richtung Bordeaux aus und näherten sich der Millionenregion zeitweise bis auf 15 Kilometer. Landesweit blieb die Lage dem Minister zufolge „sehr ungünstig“. Allein in Frankreich waren bis Sonntagnachmittag rund 250.000 Menschen von Evakuierungsanordnungen betroffen – eine der größten Evakuierungsaktionen aufgrund von Waldbränden in der Geschichte des Landes.

  • Brände in Spanien

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  • Brände in Frankreich: 26.07.2026, Frankreich, Bordeaux: Ein Löschfahrzeug fährt durch den Rauch eines in der Nähe von Marcheprime, vor den Toren von Bordeaux wütenden Waldbrands. Foto: Emma Da Silva/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Brände in Frankreich.

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  • Brände in Frankreich: 26.07.2026, Frankreich, Marcheprime: Feuerwehrleute nutzen Gegenfeuer, um Vegetation vor einem Waldbrand zu entfernen und so eine brennstofffreie Pufferzone in Marcheprime westlich von Bordeaux zu schaffen, da seit dem 22. Juli ein Waldbrand den Wald nördlich des Arcachon-Beckens (Gironde) verwüstet. Das Feuer, das das Gebiet um das Bassin d’Arcachon erfasst hat und nun die Außenbezirke des Großraums Bordeaux bedroht, hat laut Angaben der Präfektur der Gironde eine „Brandfläche“ von 42.000 Hektar zerstört. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, San Martín de Valdeiglesias: Feuerwehrleute gehen eine Straße entlang, während Rauch von einem Waldbrand aufsteigt. Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, San Martín de Valdeiglesias: Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand. Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, La Adrada, Ávila, Kastilien und Le: Mehrere Menschen beobachten das Feuer, während Maßnahmen zur Bekämpfung des Waldbrands im Gange sind. La Adrada, eine der Gemeinden im Tiétar-Tal (Ávila), wurde am Samstag vorsorglich evakuiert, da der schwere Waldbrand von Burgohondo weiter vorrückte, der zusammen mit dem Brand in Madrid die Bevölkerung in der Umgebung in Atem hält und bereits mehr als 45.000 Hektar verwüstet hat. Foto: César Vallejo Rodríguez/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Brände in Spanien.

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  • Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, San Martín de Valdeiglesias: Feuerwehrleute bekämpfen einen Waldbrand. Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Brände in Spanien: 26.07.2026, Spanien, San Martín de Valdeiglesias: Ein Feuerwehrmann trägt einen Schlauch, während er einen Waldbrand bekämpft. Spanien kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Wegen der schweren Feuer rief die Regierung für die Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie für die Region Ávila den Notstand aus. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Brände in Frankreich: 25.07.2026, Frankreich, Bordeaux: Anwohner ruhen sich im Parc des Expositions de Bordeaux aus, nachdem sie aufgrund von Waldbränden in der Region aus der Gefahrenzone gebracht worden sind. In Frankreich und Spanien wurden mehr als 160.000 Menschen aus Waldbrandgebiete in der Nähe von Madrid und Bordeaux gebracht. Foto: Alain Jocard/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Brände in Spanien: 24.07.2026, Spanien, La Adrada: Ein Löschflugzeug wirft Wasser auf das Feuer, während sich ein Waldbrand in der Nähe von La Adrada in der Provinz Ávila ausbreitet. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Brände in Spanien: 24.07.2026, Spanien, Burgohondo: Lkw der Militärischen Notfalleinheit (UME) stehen in Burgohondo. Das Feuer, das die Kapazitäten der Feuerwehrteams zur Eindämmung übersteigt, hat dazu geführt, dass Burgohondo, Navaluenga und El Tiemblo abgeriegelt wurden. Foto: Mateo Lanzuela/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Brände in Spanien.

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  • Brände in Spanien: 24.07.2026, Spanien, Burgohondo: Lkw der Militärischen Notfalleinheit (UME) stehen in Burgohondo. Das Feuer, das die Kapazitäten der Feuerwehrteams zur Eindämmung übersteigt, hat dazu geführt, dass Burgohondo, Navaluenga und El Tiemblo abgeriegelt wurden. Foto: Mateo Lanzuela/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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  • Waldbrände in Spanien

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Die meisten Menschen wurden in der Region Gironde in Sicherheit gebracht, aber auch das benachbarten Département Landes war betroffen. Dort war ein weiterer Waldbrand nach Angaben der Behörden zwar „besser unter Kontrolle, aber noch nicht gestoppt“.

Zuvor hatte der Innenminister betont, Frankreich habe noch nie Brände in diesem Ausmaß erlebt. Er versprach, „alles zu tun“, um die Stadt Bordeaux zu schützen. Bürgermeister Thomas Cazenave schloss am Sonntag eine Evakuierung der 850.000-Einwohner-Großstadt vorerst aus. Er fügte hinzu: „Wir sind sehr wachsam. Wir sind auf alles vorbereitet.“

Allein in der Umgebung von Bordeaux wurden mindestens 240 Häuser zerstört, viele davon in der Gemeinde Le Porge. Am Wochenende beteiligten sich an den Einsätzen gegen die Flammen im Département Gironde rund 2500 Feuerwehrleute, 1500 Militärangehörige und etwa 1200 Polizisten.

Appell an Touristen: Bleiben Sie fern!

Die wichtigste Autobahn südlich von Bordeaux sowie der Bahnverkehr wurden gesperrt. Die örtliche Präfektin Sophie Brocas appellierte an Touristen, dem Gebiet fernzubleiben und „andere Reiseziele in Betracht zu ziehen“.

42.000 Hektar Land in der Gironde fielen nach Angaben der Präfektur bislang den Flammen zum Opfer. Damit zählen die Brände in der Gegend zu den größten in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg. 1949 hatte ein Großbrand im Gebiet der Gascogne etwa 50.000 Hektar zerstört.

Laut dem französischen Feuerwehrverbandssprecher Brocardi hat der Großbrand in Frankreich einen beispiellosen „Pyrocumulonimbus“ hervorgerufen - eine gigantische, unbezähmbare Feuerwolke, die ihre eigenen Winde erzeugt und Blitze mit sich bringt, die wiederum weitere Brände auslösen. „Es ist ein David-gegen-Goliath-Szenario“, sagte Brocardi der AFP. Die Feuerwehrleute hoffen ihm zufolge auf eine „Schwachstelle“, an der sie ansetzen können.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wird am Montag um 10.00 Uhr ein Krisentreffen mit zuständigen Ministern abhalten, wie der Elysée-Palast mitteilte.

Spanien wegen Bränden in der Krise

Im Nachbarland Spanien hätten die Brände eine „massive Krise“ ausgelöst, sagte die Chefin des spanischen Katastrophenschutzes, Virginia Barcones, dem Sender TVE. Die Feuer betreffen demnach „ein 280 Kilometer großes Gebiet, das eine Fläche von 77.000 Hektar umfasst“.

Laut Spaniens Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, betreffen diese 77.000 Hektar die Region Madrid und die Provinzen Ávila und Toledo. Das Feuer in Ávila mit einer verbrannten Fläche von 50.000 Hektar sei der „größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte unseres Landes“.

Allein nahe Madrid mussten Zehntausende ihre Häuser verlassen. Westlich der spanischen Hauptstadt loderten die schlimmsten Brände. Spaniens König Felipe VI. besuchte in einer Notunterkunft Menschen, die vor den verheerenden Waldbränden aus ihren Häusern fliehen mussten.

Die Betroffenen hätten „viel“ verloren, beklagte der König am Sonntag beim Besuch der nahe Madrid gelegenen Gemeinde Villamanta. „Gemeinsam haben wir ein Naturerbe von unschätzbarem Wert verloren.“

Alles in unserer Kraft Stehende tun, um zu helfen

Auch der Trainer von Fußball-Weltmeister Spanien, Luis de la Fuente, besuchte von den beispiellosen Waldbränden Vertriebene und sprach ihnen Mut zu. „Ich denke, wir alle müssen in diesen schwierigen, tragischen Momenten alles in unserer Kraft Stehende tun, um zu helfen“, sagte der Erfolgstrainer in der westlich von Madrid gelegenen Gemeinde Las Rozas dem Sender TVE.

Nahe der Küstenstadt Valencia mussten wegen eines neuen Waldbrandes am Wochenende 15.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt wurden damit landesweit rund 75.000 Einwohner oder Touristen evakuiert.

Durch den starken Wind könnten die Flammen weiter angefacht werden. Löschflugzeuge aus Italien und Portugal unterstützen die spanischen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung der Brände.

Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach am Sonntag von „schwierigen“ Stunden, die vor den Einsatzkräften lägen. Gleichzeitig sagte er bei einem Besuch in der Provinz Ávila, die Nacht sei mit Blick auf den Brandverlauf, die Eindämmung der Flammen und die Löscharbeiten „sehr positiv“ verlaufen.

Die Brände in den beliebten Urlaubsländern Frankreich und Spanien fallen mit der Hauptferienzeit zusammen. Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden. Dürre und außergewöhnliche Hitze hatten die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet.

Papst Leo IV. bekundete am Sonntag in seinen Gebeten Solidarität mit allen von den „verheerenden“ Bränden in Spanien und Frankreich Betroffenen. Er rief dazu auf, für sie sowie für die Einsatzkräfte zu beten.