Corgis, Dackel, Schildkröten: Das sind die Haustiere der Royals

König Willem-Alexander und Königin Maxima schmusen mit ihrem Hund Mambo während der traditionellen Fotosession der königlichen Familie im Palast Huis ten Bosch.
picture alliance/dpa/ANP | Koen Van WeelOb die legendären Corgis von Queen Elizabeth II., die Dackel von Königin Margrethe oder die Schildkröte von König Philippe – in den Königshäusern Europas haben längst nicht nur Menschen einen besonderen Platz. Wir stellen die tierischen Mitglieder der Royal-Familien vor.
Belgien: König Philippe und seine eigenwilligen Hunde
Auch ein König muss manchmal seinen Hunden hinterherlaufen. Das verriet König Philippe von Belgien im Juni 2025 in einem ungewöhnlich persönlichen Video. Anlässlich seines 65. Geburtstags beantwortete der Monarch Fragen aus der Bevölkerung. Die junge Noémie wollte wissen, ob der König Haustiere habe.
Tatsächlich leben bei Philippe, Königin Mathilde und ihren Kindern zwei Hunde namens Simba und Jeep sowie eine Schildkröte. Letztere führe ein ausgesprochen entspanntes Leben, erklärte der König. Sie fresse Salat, bewege sich wenig und lasse es sich ansonsten gut gehen.
Deutlich lebhafter gehe es mit den beiden Hunden zu. Die gehörten zwar der ganzen Familie, fühlten sich aber offenbar niemandem verpflichtet. „Sie hören auf niemanden und machen, was sie wollen“, erzählte Philippe schmunzelnd. Wenn man sie zurückrufen wolle, liefen sie einfach davon. Besonders seine jüngste Tochter, Prinzessin Eléonore, kümmere sich um die Vierbeiner.
Wie wenig sich Simba von königlicher Autorität beeindrucken lässt, zeigte sich noch während des Interviews. Der kleine Terrier machte es sich kurzerhand auf dem Schoß des Monarchen bequem und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Bei Simba handelt es sich Medienberichten zufolge um einen Norwich Terrier, bei Jeep um einen West Highland White Terrier.
Dänemark: Königin Margrethes große Dackelliebe
Im dänischen Königshaus sind Hunde seit Generationen fester Bestandteil des Familienlebens. König Frederik X. und Königin Mary teilen ihr Zuhause mit den beiden Border Collies Grace und Coco. Grace zog 2017 bei der Familie ein und bekam 2021 Nachwuchs. Einer ihrer Welpen, Coco, durfte bleiben.
Die Vierbeiner sind auch bei öffentlichen Auftritten gelegentlich dabei. Im Mai 2025 sorgte einer der Familienhunde für einen besonders niedlichen Moment, als er während der Geburtstagsfeier von König Frederik auf dem Balkon von Schloss Amalienborg auftauchte und Prinz Vincent sogar die Pfote gab.
Prinz Joachim, der Bruder des Königs, und seine Frau Marie adoptieren im Sommer 2019 einen Bichon Frise namens Cerise, was im Dänischen „Kirsche“ oder „Kirschrot“ bedeutet. Der vorherige Familienhund trug den Namen Apple.
Eine besondere Leidenschaft für Hunde hat auch Frederiks Mutter, Königin Margrethe II. Seit den 1970er-Jahren hält die ehemalige Monarchin Dackel. Diese Vorliebe teilte sie mit ihrem 2018 verstorbenen Ehemann Prinz Henrik. Ihre heutige vierbeinige Begleiterin heißt Tilia.
Wie groß Margrethes Liebe zu ihren Dackeln ist, zeigte sich bereits 1993. Damals verschwand ihre Hündin Zenobie spurlos. Die Königin bat die Bevölkerung um Hilfe – und Hunderte Dänen machten sich auf die Suche. Ausgerüstet mit Würstchen durchkämmten sie die Wälder rund um Schloss Fredensborg, um die Ausreißerin anzulocken. Leider ohne Erfolg. Es wird vermutet, dass Zenobie einem Fuchs zum Opfer fiel.

Die dänische Königin Margrethe II. und ihr Ehemann, Prinz Henrik, 2004 mit einem ihrer Dackel im Garten ihres Schlosses Caix bei Cahors in Südfrankreich.
picture alliance / ipa Villard/SIPA/dpa | ipa VillardMonaco: Fürstin Charlène liebt Chihuahuas
Klein, aber selbstbewusst: Fürstin Charlène von Monaco hat eine besondere Schwäche für Chihuahuas. Nach Angaben der „Monaco Tribune“ lebten 2024 insgesamt vier Hunde bei der Fürstin – drei Chihuahuas und ein Rhodesian Ridgeback namens Khan.
Besonders häufig zeigt sich Charlène mit ihrem Chihuahua Harley. Der kleine Vierbeiner begleitete sie im November 2025 zu einer Veranstaltung der Tierschutzinitiative Rokethon. Auch auf der offiziellen Weihnachtskarte der Fürstenfamilie 2025 durfte Harley nicht fehlen: Zwischen Charlène und ihrer Tochter Gabriella nahm er auf dem Sofa Platz und posierte gemeinsam mit Fürst Albert und Erbprinz Jacques für das Familienfoto.
Dass Charlène eine enge Bindung zu ihren Hunden hat, wurde im Oktober 2021 besonders deutlich. Damals trauerte sie öffentlich um ihren Chihuahua Monte, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Wenige Wochen später brachte die Fürstin nach einem längeren Aufenthalt in ihrer südafrikanischen Heimat einen neuen Vierbeiner mit nach Monaco: den Rhodesian Ridgeback Khan.
Niederlande: Pudel Mambo ist ein kleiner Star
Ob bei offiziellen Fotoshootings oder privaten Familienaufnahmen: Der kleine Zwergpudel Mambo hat sich im niederländischen Königshaus längst zu einem heimlichen Star entwickelt. Seit 2021 gehört er zur Familie von König Willem-Alexander und Königin Máxima und ist besonders häufig an der Seite der Königin zu sehen.
Doch Mambo ist nicht der einzige Vierbeiner im Palast. Auch Labradore gehören seit Jahren zur Familie. Lange Zeit lebten die Hunde Nala und Skipper bei den Oranjes. Im Jahr 2018 brachte Nala sieben Welpen zur Welt, von denen Hündin Luna bei der Königsfamilie blieb.
Inzwischen mussten sich die Royals von Nala und Skipper verabschieden. Dafür gab es im Oktober 2025 wieder tierischen Nachwuchs: Zum Welttierschutztag stellte das Königspaar den jungen Labrador Jagger vor. Damit leben nach den zuletzt öffentlich bestätigten Angaben drei Hunde bei Willem-Alexander und Máxima: Mambo, Luna und Jagger.
Eine besondere Verbindung zu Tieren hat auch Kronprinzessin Amalia. Ihr Herz schlägt vor allem für Pferde. Ihr Pferd Mojito steht in den königlichen Ställen. Wie viel ihr das Reiten bedeutet, verriet die Thronfolgerin einst in einem Interview: „Auf einem Pferd bin ich am meisten ich selbst. Wenn man mich wirklich kennenlernen will, muss man mich reiten sehen.“
Norwegen: Labradoodles mit außergewöhnlichen Namen
In der norwegischen Kronprinzenfamilie haben Hunde nicht nur einen festen Platz, sondern auch besonders ausgefallene Namen. Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit setzen seit vielen Jahren auf Labradoodles, eine Kreuzung aus Labrador Retriever und Pudel.
Den Anfang machte 2009 Hündin Milly Kakao, die auf Gut Skaugum einzog. Vier Jahre später brachte sie neun Welpen zur Welt. Eine ihrer Töchter, Muffins Kråkabolle, blieb bei der Familie. Als Muffins im Juli 2021 starb, nahm das Königshaus öffentlich Abschied von ihr. Auch ihre Mutter Milly vermisse sie sehr, hieß es damals.

Die damalige Kronprinzessin Mette-Marit hält den Familienhund Molly Fiskebolle während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag.
picture alliance/dpa/NTB | Lise ÅserudUm Milly Kakao ist es inzwischen ruhig geworden. 2020 musste sich die Hündin einer Krebsoperation unterziehen. Ob sie noch lebt, ist öffentlich nicht bekannt.
Dafür sorgt Molly Fiskebolle für tierische Unterhaltung. Die braune Labradoodle-Hündin kam Weihnachten 2021 als Überraschung für die Kinder in die Familie. Seitdem war sie immer wieder bei offiziellen Anlässen zu sehen, unter anderem am norwegischen Nationalfeiertag am 17. Mai.
Schweden: Vierbeiner im Schloss Drottningholm
Auch das schwedische Königspaar Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia liebt Hunde. Viele Jahre lang begleitete die Bayerische Gebirgsschweißhündin Brandie die beiden durch ihren Alltag. Im Sommer 2025 bekam sie Gesellschaft: Welpe Bonnie zog im Schloss Drottningholm ein.
Doch die Freude über den tierischen Familienzuwachs wurde von einem traurigen Abschied überschattet. Im Dezember 2025 wurde bekannt, dass Brandie im Alter von rund zwölf Jahren verstorben war. Bonnie, ebenfalls ein Bayerischer Gebirgsschweißhund, ist nun die vierbeinige Begleiterin des Königspaars.
Auch Kronprinzessin Victoria und ihre Familie haben einen Hund. Cavapoo Rio, eine Kreuzung aus Pudel und Cavalier King Charles Spaniel, zog im Mai 2020 bei Victoria, Prinz Daniel und den Kindern Estelle und Oscar auf Schloss Haga ein. Bei der Wahl der Rasse spielte auch Daniels Tierhaarallergie eine Rolle. Cavapoos verlieren häufig weniger Haare als andere Hunde, eine Garantie für Allergikerfreundlichkeit gibt es allerdings nicht.
Spanien: Labradore gehören zur königlichen Familie
Im spanischen Königshaus haben Hunde ebenfalls eine lange Tradition. König Felipe VI. und Königin Letizia teilen ihre Tierliebe mit ihren Töchtern, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía.
Zu den vierbeinigen Familienmitgliedern gehören die Labradore Jan und Sara. Letztere kam bereits 2015 zur Familie. Besonders die beiden Königstöchter sollen eine enge Bindung zu den Hunden haben. Jan ist ein schwarzer Labrador, der in der Vergangenheit auch auf Bildern aus dem Umfeld des Königshauses zu sehen war.
Eine große Tierliebhaberin ist außerdem Felipes Mutter, Königin Sofía. Im Laufe der Jahre hielt sie mehrere Hunde, darunter Golden Retriever, Deutsche Schäferhunde und Yorkshire Terrier. Einen ihrer kleinen Yorkshire Terrier soll sie sogar einmal in ihrer Handtasche mitgenommen haben.
Großbritannien: König Charles und Camillas Hunde aus dem Tierheim
Im britischen Königshaus gehören Hunde seit Generationen zur Familie. König Charles III. und Königin Camilla führen diese Tradition fort – und setzen dabei auch auf Tierschutz.
Camilla adoptierte bereits vor Jahren die beiden Jack-Russell-Terrier Beth und Bluebell aus dem Tierheim. Wie viel ihr die Vierbeiner bedeuten, zeigte sie sogar bei der Krönung 2023: Die Silhouetten ihrer beiden Hunde waren in den Saum ihres Krönungskleides gestickt.

Camilla, damals Herzogin von Cornwall (jetzt Königin Camilla) mit Beth, ihrer mittlerweile verstorbenen Jack-Russell-Terrier-Hündin, bei der Enthüllung einer Gedenktafel, als sie das Battersea Dogs and Cats Home besucht.
picture alliance/dpa/PA Wire | Steve ParsonsNachdem Beth 2024 verstorben war, gab es im Februar 2025 wieder Nachwuchs. Camilla adoptierte den Mischlingswelpen Moley aus dem Tierheim Battersea Dogs & Cats Home, dessen Schirmherrin sie ist. Sein Name leitet sich vom englischen Wort für Maulwurf ab, an den er die Königin optisch erinnert.
Auch Charles bekam 2025 einen neuen vierbeinigen Begleiter. Sein Hund Snuff gehört zur Rasse Lagotto Romagnolo, die ursprünglich aus Italien stammt und besonders für die Trüffelsuche bekannt ist. Es ist der erste eigene Hund des Königs seit mehr als zwei Jahrzehnten.
Prinz William und Prinzessin Kate: Nachwuchs bei den Cocker Spaniels
Bei Prinz William, Prinzessin Kate und ihren drei Kindern George, Charlotte und Louis geht es ebenfalls tierisch zu. Seit 2020 lebt Cocker-Spaniel-Hündin Orla bei der Familie. Sie stammt aus der Zucht von Kates Bruder James Middleton, der selbst ein großer Hundefreund ist.
Im Frühjahr 2025 bekam Orla vier Welpen. Einer davon durfte bleiben: der braune Cocker Spaniel Otto. Zu seinem ersten Geburtstag am 1. Mai 2026 stellte das Paar den jungen Vierbeiner mit einem Foto offiziell vor.
Neben Hunden gab es bei den Wales-Royals auch kleinere Haustiere. Prinzessin Kate erzählte in der Vergangenheit von einem Hamster namens Marvin. Außerdem wurden Meerschweinchen im Familienumfeld bekannt. Ob diese Kleintiere heute noch zur Familie gehören, ist nicht öffentlich bestätigt.
Queen Elizabeth II.: Ihre Corgis wurden weltberühmt
Keine andere Monarchin wird wohl so sehr mit einer Hunderasse in Verbindung gebracht wie Queen Elizabeth II. mit ihren Corgis. Mehr als 30 Hunde dieser Rasse sowie sogenannte Dorgis, eine Kreuzung aus Corgi und Dackel, begleiteten die britische Königin im Laufe ihres Lebens.
Den Grundstein für diese außergewöhnliche Tierliebe legte ihre Hündin Susan, die Elizabeth 1944 zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt bekam. Von ihr stammten zahlreiche spätere Hunde der Königin ab.

Die beiden Corgis der Königin, Muick und Sandy, sind während der feierlichen Prozession durch Schloss Windsor vor der Beisetzung von Königin Elizabeth II. zu sehen.
picture alliance/dpa/PA Wire | Peter NichollsDie Corgis waren weit mehr als bloße Haustiere. Sie begleiteten Elizabeth auf Reisen, lebten mit ihr in den königlichen Residenzen und wurden im Laufe der Jahrzehnte zu einem unverwechselbaren Teil ihres öffentlichen Erscheinungsbildes.
Als die Queen im September 2022 starb, hinterließ sie zwei Corgis namens Sandy und Muick. Die beiden wurden von ihrem Sohn Andrew und dessen Ex-Frau Sarah Ferguson aufgenommen. Nach deren Auszug aus der Royal Lodge gab es zunächst Ungewissheit über das Schicksal der Hunde. Im Februar 2026 wurden Sandy und Muick schließlich auf dem königlichen Anwesen Sandringham gesichtet, wohin Andrew umgezogen war.
Auch Royals sind einfach nur Tierliebhaber
Ob frecher Terrier, treuer Labrador oder gemütliche Schildkröte: Die Haustiere der europäischen Königshäuser zeigen eine ganz private Seite ihrer berühmten Besitzer. Denn auch hinter Palastmauern gehören Gassirunden, Tierarztbesuche und der gelegentliche Ungehorsam der Vierbeiner zum Alltag. Und während Könige und Königinnen bei offiziellen Terminen stets auf Haltung und Etikette achten müssen, gelten für ihre tierischen Mitbewohner offenbar ganz andere Regeln. Schließlich interessiert es einen Hund herzlich wenig, ob sein Besitzer eine Krone trägt.
