Regentage
: Darf man bei Nässe Rasen mähen?

Sollte man bei Regen zum Mäher greifen oder lieber abwarten? Warum nasses Gras schadet – und mit welchen Tipps man trotz Feuchtigkeit ein sauberes Schnittbild erzielt.
Von
Michael Maier
Stuttgart
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Kommt in den nächsten Taen auch mal die Sonne durch – und macht es jetzt Sinn, den Rasen zu mähen?

IMAGO/Zoonar
  • Nasses Gras sollte möglichst nicht gemäht werden – es bringt mehrere Nachteile mit sich.
  • Das Schnittbild wird ungleichmäßig, weil schwere Halme sich biegen und teils nur flachgedrückt werden.
  • Feuchtes Schnittgut begünstigt Pilze und Bakterien, Krankheitserreger verbreiten sich leichter.
  • Weicher Boden kann durch Mäher verdichtet werden, Fahrspuren schaden Wurzeln und fördern kahle Stellen.
  • Wenn Mähen unvermeidlich ist: höher schneiden, Messer scharf halten, nasses Schnittgut entfernen und Gerät reinigen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jeder Hobbygärtner kennt das Problem: Der Rasen wächst bei feuchtem Wetter besonders schnell und bis in den Herbst hinein, doch der Himmel will einfach nicht aufklaren. Darf man also den Rasenmäher herausholen, wenn die Halme noch nass sind? Die kurze Antwort lautet: Man darf (außer an Sonn- und Feiertagen), aber man sollte es nach Möglichkeit vermeiden, denn das Mähen von nassem Gras bringt gleich mehrere Nachteile mit sich, die sowohl die Ästhetik des Gartens als auch die Langlebigkeit der Technik betreffen:

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  • Unsauberes Schnittbild: Nasse Grashalme sind schwerer und biegen sich oft nach unten. Anstatt sie sauber abzutrennen, drückt der Mäher sie teilweise nur flach. Das Ergebnis ist ein ungleichmäßiger Schnitt.
  • Gefahr von Krankheiten: Feuchtes Schnittgut bietet die perfekte Brutstätte für Pilze und Bakterien. Zudem können Krankheitserreger durch das Verkleben der Halme leichter von einer Stelle zur anderen transportiert werden.
  • Bodenverdichtung: Wenn der Boden unter dem Rasen aufgeweicht ist, hinterlassen schwere Mäher tiefe Fahrspuren. Diese verdichten die Erde, was die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln behindert und kahle Stellen begünstigen kann.
  • Technik-Stress: Nasses Gras verklumpt sofort. Es verstopft das Mähwerk, den Auswurfkanal und sorgt dafür, dass die Messer schneller stumpf werden. Bei Elektro-Mähern besteht zudem ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Kurzschlüsse.
  • Greenkeeper mit Regen-Cape.

    Foto: IMAGO/Zoonar

    Rasenmähen: Darum schadet Nässe

    Sollten Sie in einer längeren Regenperiode keine Wahl haben, beachten Sie bitte diese Vorsichtsmaßnahmen:

    • Schnitthöhe anpassen: Stellen Sie den Mäher mindestens ein bis zwei Stufen höher als üblich. So schonen Sie die empfindliche Grasnarbe und das Mähwerk verstopft nicht so schnell.
    • Scharfe Messer sind Pflicht: Stumpfe Klingen reißen die nassen Halme eher ab, was zu unschönen braunen Spitzen führt. Schnittgut direkt entfernen: Lassen Sie nasses Gras niemals als Mulch liegen. Es bildet Klumpen, die wie eine luftdichte Decke wirken und das Gras darunter ersticken können.
    • Gerät gründlich reinigen: Nach getaner Arbeit muss das feuchte Gras sofort vom Gehäuse und den Messern entfernt werden, um Rostbildung und Schimmel zu vermeiden.

    Unter dem Strich sollte nasser Rasen also nur in absoluten Ausnahmefällen gemäht werden – besser ein paar Tage abwarten, bis es wieder trockener wird.