DWD gibt Unwetterwarnung heraus
: Diese Regionen sind betroffen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Freitag eine Unwetterwarnung veröffentlicht. Diese Regionen sind betroffen.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Ein Sturm über einem Wohngebiet: Zum Themendienst-Bericht von Katja Fischer vom 28. September 2021: Stürme und Regen sind typisch für den Herbst und sorgen immer wieder für Schäden an Haus und Garten. Eine gute Vorbereitung kann da hilfreich sein.

Ein Sturm über einem Wohngebiet (Archivbild).

Armin Weigel/dpa

Stürmische Böen, heftiger Wind und örtliche Gewitter: In weiten Teilen Deutschlands wird das Wetter am Freitag (9. Oktober) ungemütlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor kräftigen Windböen, die vor allem im Westen, Nordwesten und in der Mitte des Landes auftreten. An den Küsten und in höheren Berglagen drohen Sturmböen, auf dem Brocken sind sogar orkanartige Böen möglich. Zudem können am Abend im Nordseeumfeld Gewitter aufziehen. Auch länger anhaltender Regen könnte regional für Probleme sorgen.

DWD warnt vor Sturm: Hier wird es besonders windig

Verantwortlich für die unbeständige Wetterlage ist ein Tiefdruckgebiet, das von Island in Richtung Norwegische See zieht. Dessen Frontensystem greift von Nordwesten auf Deutschland über und bringt Regen und kräftigen Wind mit sich.

Besonders betroffen sind der Westen, Nordwesten und die Mitte Deutschlands. Hier frischt der Südwestwind im Tagesverlauf deutlich auf. Der DWD rechnet verbreitet mit steifen Böen von bis zu 60 km/h. Im Nordseeumfeld und in einigen Mittelgebirgshochlagen sind auch stürmische Böen bis 70 km/h möglich.

Noch stärker kann der Wind auf exponierten Gipfeln ausfallen. Dort werden Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 85 km/h erwartet. Auf dem Brocken im Harz drohen sogar schwere Sturmböen bis orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 110 km/h.

Auch Teile Vorpommerns sind zunächst betroffen. Dort treten anfangs steife, an der Küste auch stürmische Böen auf. Im Laufe des Mittags und Nachmittags soll der Wind allerdings nachlassen.

Gewitter mit Sturmböen: Besonders der Norden betroffen

Neben dem kräftigen Wind müssen sich die Menschen im Norden Deutschlands auf Gewitter einstellen. Nach Angaben des DWD können sich am Freitagabend bis in die erste Nachthälfte hinein zwischen dem Emsland und Schleswig-Holstein einzelne Gewitter entwickeln.

Dabei sind steife bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h möglich. Örtlich können sogar Sturmböen mit bis zu 85 km/h auftreten.

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung in der zweiten Nachthälfte sind vor allem gegen Samstagmorgen im Nordseeumfeld erneut einzelne Gewitter möglich. Diese können von Böen um 65 km/h begleitet werden.

Dauerregen möglich: In diesen Regionen könnte es besonders nass werden

Nicht nur der Wind sorgt für eine angespannte Wetterlage. In einigen Mittelgebirgsregionen besteht zudem die Gefahr länger anhaltender Regenfälle.

Vor allem in den Weststaulagen der Mittelgebirge können von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen örtlich größere Regenmengen zusammenkommen. Der DWD hält kleinräumig zwischen 25 und 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von 12 bis 18 Stunden für möglich.

Besonders im Blick stehen dabei das Bergische Land und das westliche Sauerland, der Westerwald, der Harz sowie der Thüringer Wald. Ob und wo diese Regenmengen tatsächlich erreicht werden, ist allerdings noch unsicher.

Wetter am Wochenende: Sturm und Gewitter bleiben ein Thema

In der Nacht zum Samstag lässt der Wind in vielen Regionen nach. Vor allem im Binnenland und später auch in den Mittelgebirgen beruhigt sich die Lage. An der Nordsee bleibt es dagegen weiterhin windig, auch an exponierten Abschnitten der Ostseeküste sind kräftige Böen möglich.

Am Samstag (10. Oktober) zeigt sich das Wetter wechselhaft. Während sich die Regenfälle im Süden allmählich südlich der Donau zurückziehen, entwickeln sich im Nordwesten und an den Küsten erneut Schauer und einzelne Gewitter. Die Temperaturen steigen auf 14 bis 19 Grad.

Auch am Sonntag bleibt es unbeständig. Besonders an Nord- und Ostsee sind wiederholt Schauer und kurze Gewitter zu erwarten. Dazu weht zeitweise kräftiger Wind, der an den Küsten und in höheren Lagen erneut stürmische Böen erreichen kann.

Erst zum Montag deutet sich eine allmähliche Wetterberuhigung an. Zwar sind vor allem im Osten und Nordosten noch einzelne Schauer möglich, insgesamt soll der Wind aber deutlich nachlassen.