DWD warnt vor Unwetter: Karte zeigt, wo Hagel und Gewitter drohen

In einigen Regionen Deutschlands kann es heute zu Unwettern kommen.
Christoph Reichwein/dpaNach großer Hitze ziehen am Nachmittag und Abend von Westen und Südwesten kräftige Schauer und Gewitter auf. Besonders im Norden besteht die Gefahr schwerer Gewitter mit Orkanböen, Starkregen und Hagel. Die Wetterkarte zeigt, wo sich im Laufe des Tages Gewitter bilden können:
Am stärksten betroffen sein dürfte nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ein Streifen von Nordhessen und Ostwestfalen über Teile Niedersachsens bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Dort sind schwere Gewitter mit Orkanböen zwischen 120 und 140 Kilometern pro Stunde möglich. Das entspricht Windstärke 12.
Besonders hohe Unwettergefahr im Norden
Die Gewitter entwickeln sich voraussichtlich vom Westen und Südwesten aus und ziehen anschließend bis in den Nordosten. Neben extremen Windböen sind örtlich Starkregen mit Mengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern möglich.
Besonders gefährdet sind nach der aktuellen Prognose:
- Nordhessen
- Ostwestfalen
- Teile Niedersachsens
- Mecklenburg-Vorpommern
Auch in angrenzenden Regionen im Westen, in der Mitte und im Nordosten können kräftige Gewitter auftreten. Dort sind Sturmböen oder schwere Sturmböen zwischen 75 und 100 Kilometern pro Stunde möglich.
Sturm auch abseits der Gewitter
Nicht nur während der Gewitter besteht am Donnerstag Sturmgefahr. Ab dem Mittag kann der Wind vor allem im Südwesten und über der Mitte Deutschlands auch unabhängig von Schauern und Gewittern stark auffrischen.
Erwartet werden stürmische Böen oder Sturmböen aus westlichen Richtungen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 85 Kilometern pro Stunde. Lose Gegenstände sollten daher rechtzeitig gesichert werden. Aufenthalte unter Bäumen sowie in Parks und Wäldern können während der stärksten Böen gefährlich sein.
Temperaturen steigen auf bis zu 39 Grad
Vor den Gewittern wird es noch einmal sehr heiß. In der Südosthälfte scheint vielerorts lange die Sonne, größere Niederschläge werden dort zunächst nicht erwartet. An den Küsten liegen die Höchstwerte zwischen 26 und 31 Grad. Im übrigen Deutschland werden verbreitet 32 bis 39 Grad erreicht.
Damit besteht in vielen Regionen eine starke Wärmebelastung. Besonders belastend ist die Kombination aus hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und nur schwachem Wind während der ersten Tageshälfte.
In der Nacht ziehen die Gewitter weiter
In der Nacht zum Freitag gibt es im Nordosten zunächst noch letzte Schauer und Gewitter. Später entwickeln sich im Südwesten gebietsweise neue Schauer und einzelne Gewitter. In anderen Regionen bleibt es bei wechselnder Bewölkung weitgehend trocken.
Die Temperaturen sinken auf 20 bis 14 Grad.
Am Freitag drohen Unwetter in der Mitte und im Süden
Auch am Freitag bleibt die Wetterlage angespannt. In einem Streifen vom Südwesten über die Mitte bis in den Osten breiten sich teils kräftige Schauer und Gewitter aus.
Die größte Unwettergefahr verlagert sich dann voraussichtlich in die Mitte und den Süden Deutschlands. Dort kann es zu heftigem Starkregen mit rund 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen. Außerdem sind schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 95 Kilometer pro Stunde und größerer Hagel möglich.
Während es im Norden und Nordwesten mit 23 bis 27 Grad deutlich kühler wird, bleibt es in anderen Regionen sommerlich bis sehr heiß. Im Süden und Südosten steigen die Temperaturen auf 27 bis 38 Grad.
Wo am Wochenende weitere Gewitter drohen
In der Nacht zum Samstag fällt vor allem in der Nordosthälfte schauerartiger und teils gewittriger Regen. Im Westen und Nordwesten bleibt es dagegen meist trocken.
Am Samstag ziehen die Niederschläge im Osten zunächst ab. Im Tagesverlauf können sich jedoch von der östlichen Mitte bis zum Alpenrand erneut örtlich kräftige Schauer und Gewitter entwickeln.
Am Sonntag liegt der Schwerpunkt der Gewittergefahr voraussichtlich im Süden. Vor allem vom östlichen Bergland bis zu den Alpen und südlich der Donau sind einzelne kräftige Gewitter möglich.
