DWD warnt vor Unwetter: Karte zeigt, wo Hagel und Gewitter drohen

Hier können sich heute Gewitter bilden.
Julian Stratenschulte/dpan Deutschland steigt am Freitag die Gefahr kräftiger Gewitter. Besonders in der Mitte und im Süden drohen Starkregen, Hagel und schwere Sturm- bis Orkanböen. Thüringen und Sachsen könnten von besonders heftigen Entwicklungen betroffen sein. Die Wetterkarte zeigt, welche Regionen betroffen sind:
Eine Luftmassengrenze sorgt am Freitag, 31. Juli, für erhebliche Wettergegensätze in Deutschland. Während im Südosten heiße Luft mit Temperaturen von bis zu 39 Grad liegt, ist es im Norden deutlich kühler. Im Bereich der Luftmassengrenze können sich kräftige und vereinzelt schwere Gewitter entwickeln.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes steigt die Unwettergefahr vor allem am Nachmittag und Abend. Betroffen ist insbesondere das Gebiet südlich und südöstlich einer Linie von der Mosel bis zum Oderbruch. Dort sind örtlich Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.
Thüringen und Sachsen besonders im Blick
Vereinzelt können die Gewitter Unwetterstärke erreichen. Der DWD hält Starkregenmengen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit für möglich. Außerdem kann Hagel mit Korngrößen von rund drei Zentimetern fallen.
Besonders gefährlich können die Windböen ausfallen. Kleinräumig sind schwere Sturm- bis Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 120 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen. Das größte Risiko für derartige Entwicklungen besteht voraussichtlich in Thüringen und Sachsen.
Kräftige Gewitter können jedoch auch in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg sowie in weiteren Teilen Ost- und Mitteldeutschlands auftreten. Wo sich die stärksten Gewitterzellen bilden, lässt sich aufgrund der örtlich begrenzten Entwicklung erst kurzfristig genauer bestimmen.
Starkregen auch im Nordwesten
Im Nordwesten kommt bereits am Vormittag schauerartiger Regen auf. Ab dem Mittag sind dort auch einzelne Gewitter möglich. Dabei können gebietsweise rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde fallen. Innerhalb mehrerer Stunden sind Mengen um 30 Liter möglich.
Im Südwesten treten am Morgen zunächst einzelne Schauer auf. Vormittags beruhigt sich die Lage vorübergehend, bevor das Gewitterrisiko am Nachmittag erneut steigt. Im Osten und Südosten scheint zunächst noch längere Zeit die Sonne.
Bis zu 39 Grad im Südosten
Die Temperaturen unterscheiden sich am Freitag deutlich. Im Norden und Nordwesten werden Höchstwerte zwischen 23 und 28 Grad erwartet. An der Nordsee liegen die Werte um 20 Grad.
In den übrigen Landesteilen wird es verbreitet heiß. Die Temperaturen steigen auf 29 bis 34 Grad. Im Südosten sind sogar 35 bis 39 Grad möglich. Dort warnt der Wetterdienst vor einer starken Wärmebelastung.
Auch außerhalb von Gewittern kann der Wind in der Südhälfte zeitweise kräftig auffrischen. Besonders im Südwesten drohen steife bis stürmische Böen. In exponierten Lagen sind auch Sturmböen möglich.
Gewitter verlagern sich in der Nacht nach Osten
In der Nacht zum Samstag klingen die Schauer und Gewitter im Nordwesten schnell ab. Im Süden und Südosten bleibt die Gefahr kräftiger Gewitter zunächst bestehen. Unwetterartige Entwicklungen sind dort vor allem wegen heftigen Starkregens weiterhin möglich.
In der zweiten Nachthälfte verlagert sich der Schwerpunkt der Gewitter in die Osthälfte Deutschlands. Im Westen und Norden sinken die Temperaturen auf 16 bis 11 Grad, in den übrigen Regionen auf 20 bis 15 Grad.
Am Samstag können sich von der westlichen Mitte bis zum Alpenrand erneut örtlich kräftige Schauer und Gewitter entwickeln. Zu Beginn der kommenden Woche nimmt die Unwettergefahr durch Hagel und Starkregen voraussichtlich wieder zu.
