Er eilt zu König Harald
: Marius Borg Høiby im Krankenhaus eingetroffen

Die Sorge um König Harald V. wächst: Nachdem der Palast den Zustand des 89-Jährigen als „sehr ernst“ bezeichnet hat, versammelt sich die norwegische Königsfamilie im Krankenhaus. Nun ist auch Marius Borg Høiby am Rikshospitalet eingetroffen.
Von
Judith Müller
Oslo
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Marius Borg Høiby

Marius Borg Høiby ist bei König Harald im Krankenhaus angekommen.

Lise Aserud/NTB/dpa

Die Sorge um König Harald V. (89) nimmt weiter zu. Seit dem 17. August wird der norwegische Monarch im Rikshospitalet in Oslo behandelt. Am Donnerstag, 27. August, teilte der Palast mit, dass sich sein Gesundheitszustand erneut verschlechtert habe. Haralds Zustand sei derzeit „sehr ernst“.

Nun ist auch Marius Borg Høiby (29) im Krankenhaus eingetroffen. Wie die norwegische Zeitung „Vårt Land“ berichtet, wurde der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (53) am Rikshospitalet gesichtet. Die Zeitung veröffentlichte dazu auch ein Foto des 29-Jährigen vor der Klinik.

Marius Borg Høiby eilt zu König Harald

Damit ist ein weiteres Mitglied der Familie zu König Harald gekommen. Zuvor waren bereits Königin Sonja (89), Kronprinz Haakon (53), Kronprinzessin Mette-Marit, Prinz Sverre Magnus (20) und Prinzessin Astrid (94), die Schwester des Königs, am Krankenhaus gesehen worden.

Die Königsfamilie hat angesichts der ernsten Situation ihre offiziellen Termine abgesagt und sich im Rikshospitalet versammelt.

Marius Borg Høiby ist Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung. Er gehört damit zur Familie des Kronprinzen, ist jedoch selbst kein Mitglied des norwegischen Königshauses.

Palast spricht von „sehr ernstem“ Zustand

Für König Harald ist die aktuelle Situation besonders besorgniserregend. Der Monarch befindet sich seit mehr als einer Woche im Krankenhaus. Ursprünglich war er wegen Wassereinlagerungen aufgenommen worden. Zuvor war Harald wegen einer hämolytischen Anämie mit Kortison behandelt worden.

Am Sonntag hatte der Palast bereits über eine Verschlechterung des Gesundheitszustands berichtet. Harald erhielt zu diesem Zeitpunkt Antibiotika gegen eine bakterielle Infektion im Blut und sprach laut Königshaus auf die Behandlung an.

Am Donnerstag folgte nun ein deutlich ernsteres Update. „Der Gesundheitszustand Seiner Majestät des Königs hat sich verschlechtert“, teilte der Palast mit. Sein Zustand sei „sehr ernst“.

Auch politisch sorgt Haralds Zustand für Konsequenzen

Die Entwicklung hat inzwischen auch Auswirkungen auf die norwegische Politik. Parlamentspräsident Masud Gharahkhani bricht seinen Aufenthalt in Island vorzeitig ab und kehrt nach Norwegen zurück.

Eigentlich sollte Gharahkhani noch bis zum 28. August an einem Treffen der nordischen und baltischen Parlamentspräsidenten in Reykjavík teilnehmen. Angesichts der Verschlechterung von Haralds Zustand tritt er seine Heimreise nun jedoch früher an.

Währenddessen übernimmt Kronprinz Haakon weiterhin die Aufgaben seines Vaters. Der 53-Jährige fungiert derzeit als Regent. Angesichts des neuen Gesundheitsupdates steht nun jedoch vor allem eines im Mittelpunkt: die Sorge um den 89-jährigen König.

Dass inzwischen nahezu die gesamte enge Familie am Rikshospitalet zusammengekommen ist, unterstreicht die außergewöhnlich ernste Situation rund um den norwegischen Monarchen.

Quelle: vl.no