Erschütterungen in Südamerika
: Erdbeben in Kolumbien – Zahl der Todesfälle steigt

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Das Epizentrum liegt im Westen des Landes – in mehreren Städten werden Tote, Verletzte und Schäden an Gebäuden gemeldet. Das ist bisher bekannt.
Von
red/dpa
Bogotá
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Nach dem Erdbeben in Kolumbien: 10.08.2026, Kolumbien, Cali: Nach einem Erdbeben werden Patienten aus einem Krankenhaus evakuiert. Foto: Santiago Saldarriaga/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach einem Erdbeben werden Patienten aus einem Krankenhaus evakuiert.

Santiago Saldarriaga/AP/dpa
  • Starkes Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien – mindestens 69 Tote gemeldet.
  • Epizentrum nahe San José del Palmar im Departamento Chocó in 96 Kilometern Tiefe.
  • Besonders betroffen: Risaralda mit mindestens 40 Toten, Valle del Cauca mit 27.
  • Schäden an Gebäuden, Eingeschlossene und Verletzte in mehreren Städten, auch Nachbeben.
  • Regierung richtet Krisenstab in San José del Palmar ein und koordiniert Hilfe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien sind mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen. Das teilten mehrere Bürgermeister des südamerikanischen Landes mit. Allein in dem für den Kaffeeanbau bekannten Departamento Risaralda mit der Regionalhauptstadt Pereira starben nach Behördenangaben vom Montag mindestens 40 Menschen. Im Departamento Valle del Cauca mit der Regionalhauptstadt Cali gab es 27 Tote. Weitere zwei Menschen starben in der Stadt Manizales.

Viele Gebäude seien eingestürzt, weitere Häuser schwer beschädigt worden. Menschen sollen eingeschlossen sein. Auch der Turm einer Kathedrale sei beschädigt worden. In der Hauptstadt des westkolumbianischen Departamentos Chocó, Quibdó, herrschte nach dem Beben und mehreren Nachbeben zeitweilig Panik. Die Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba berichtete von Verletzten und schweren Gebäudeschäden.

Epizentrum im Westen Kolumbiens

Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó in einer Tiefe von 96 Kilometern, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) verortete es in 107 Kilometern Tiefe.

Die Erschütterungen waren unter anderem in Bogotá, Medellín, Cali, Popayán, Armenia, Pereira und Manizales zu spüren. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten zerstörte Gebäude und Menschen, die vor Panik auf die Straße liefen. Auch mehrere Flughäfen waren betroffen. In den Nachbarländern Venezuela, Ecuador und Panama wurde das Beben Berichten zufolge wahrgenommen.

Regierung aktiviert Krisenstab

Der erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete an, dass ein gemeinsamer Krisenstab in San José del Palmar eingerichtet werde. Das Gremium soll unter anderem die Hilfe für Betroffene koordinieren. Zudem forderte der Präsident einen detaillierten Bericht über die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf.

De la Espriella kündigte an, persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der Stärke 4,6 im ebenfalls im Departamento Chocó gelegenen Nóvita.