Wegen Iran-Krieg
: Diese Ziele fliegt Eurowings bis Oktober nicht an

Die Fluggesellschaft Eurowings setzt aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten mehrere Verbindungen weiterhin aus.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Wie das Unternehmen am Morgen des 24. März mitteilte, bleiben Flüge von und nach Tel Aviv, Erbil und Beirut zunächst bis einschließlich 30. April gestrichen. Hintergrund sind die anhaltenden Unsicherheiten und Einschränkungen im regionalen Luftverkehr.

Dubai wird bis Ende Oktober nicht angeflogen

Darüber hinaus trifft die Maßnahme auch weitere Ziele im Nahen Osten deutlich länger: Dubai, Abu Dhabi und Amman werden bis einschließlich 24. Oktober nicht angeflogen. Die Lufthansa Group, zu der Eurowings gehört, begründet die Entscheidung mit der „volatilen Situation“ in der Region. Diese führt zu massiven Einschränkungen im Flugverkehr und macht eine verlässliche Planung derzeit schwierig.

Das Unternehmen betont, die Lage werde fortlaufend beobachtet und neu bewertet. Dabei stehe die Airline in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Oberste Priorität habe weiterhin die Sicherheit von Passagieren und Crews. 

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die Region

Vor Reisen wird aktuell unter anderem nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete, den Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran sowie in mehrere Golfstaaten gewarnt – darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien. Die Warnung gilt ausdrücklich auch für Transitaufenthalte.

Hintergrund ist eine deutliche Verschärfung der Sicherheitslage seit Ende Februar: Nach Luftschlägen Israels und der USA auf Ziele im Iran kommt es laut Auswärtigem Amt zu Gegenangriffen aus dem Iran auf Ziele in der gesamten Region – teilweise auch auf zivile Einrichtungen wie Flughäfen oder Hotels. Zudem bestehe ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge.

Die Folgen sind auch im Luftverkehr spürbar. Viele Fluggesellschaften haben Verbindungen gestrichen oder eingeschränkt, wichtige Drehkreuze sind betroffen. Zwar wurden einige Lufträume unter strengen Auflagen wieder geöffnet, eine weitere Eskalation könne jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Deutschen Staatsangehörigen, die sich dennoch in der Region aufhalten, empfiehlt das Auswärtige Amt unter anderem, sich in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren, Warnungen vor Luftangriffen ernst zu nehmen und Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.

Zudem sollten Reisende ihre Flugverbindungen regelmäßig prüfen und – wenn möglich – Routen außerhalb der Krisenregion wählen. Ob und wann sich die Lage stabilisiert und Flugverbindungen wieder aufgenommen werden können, bleibt derzeit offen.