Extremes Fest in Thailand
: Schmerzhafte Traditionen beim „Vegetarian Festival“

Bizarre Selbstkasteiung und strikter Verzicht sind im thailändischen Phuket angesagt, wenn es wieder Zeit wird für das alljährliche „Vegetarian Festival“. Auf Straßenumzügen wird die extreme Form der Läuterung zur Schau gestellt.
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red/dpa/AFP
Stuttgart
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  • Gegen Sünden und für künftiges Glück: Messerscharfe Klingen durchbohren die Wange dieses Festival-Teilnehmers in Phuket.

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  • Dieser Anhänger eines chinesischen Schreins hat sich mehrere Nadeln durch Teile seines Körpers gesteckt.

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  • Die Sänfte einer Gottheit wird von mehreren Teilnehmern des Umzugs getragen.

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  • Selbstkasteiung: Schmerzen sollen künftiges Unheil abwenden.

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  • Mit einem Schwert schneidet sich dieser Mann in die Zunge, um sich zu läutern.

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  • Selbstkasteiung in Form von zwei Äxten, die durch die Wangen gestoßen wurden.

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  • Die Prozessionen finden im Beisein der Öffentlichkeit statt.

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  • Auch Heckenscheren werden für die Selbstkasteiung verwendet.

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  • Schmerzen sind ein elementarer Bestandteil des Festes.

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  • Der Zweck der schmerzhaften Prozeduren: Den Götter den eigenen Mut beweisen.

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  • Zwei Spieße, versehen mit goldenen Pistolen.

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  • Eine Vielzahl an Nadeln kleiden diesen Teilnehmer des Festivals ein.

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  • Ein Messstab, der durch die Wange gebohrt wurde.

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  • Ein Rücken voller Nadeln.

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  • Viele Stiche verschließen seinen Mund.

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  • Zwei scharfe Schwerter hat sich dieser Mann durch die Wangen gestochen.

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  • Thors Hammer ist an einigen Nadeln befestigt, die sich durch den Mund des Mannes ziehen.

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Phuket - Sich selbst Schmerzen zufügen, um Körper und Geist zu reinigen: Beim „Vegetarian Festival“ im thailändischen Phuket zielen viele Teilnehmer auf genau diese Wirkung ab. Jedes Jahr zu Beginn des Oktobers verzichten sie neun Tage lang unter anderem auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Sex und Alkohol. Doch das wohl markanteste an dem Fest sind die schmerzhaften Selbstkasteiungsrituale – präsentiert in mannigfaltigen Straßenumzügen.

Schmerzen gegen Unheil

Auf offener Straße zeigen die Gläubigen ihre mit scharfen Messern durchbohrten Wangen, laufen über glühende Kohlen oder besteigen Leitern mit messerscharfen Sprossen. Die Teilnehmer glauben, dass die Götter sie wegen ihrer mutigen Taten vor Unheil beschützen. Das Festival gilt als eines der wichtigsten spirituellen Ereignissen des Jahres.